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	<title>Blogboys &#187; Presse</title>
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	<description>Vérollet . Ridder . Freise</description>
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		<title>Das unsägliche Spiegel-&#8221;Netz ohne Grenzen&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Aug 2009 22:16:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rouven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel]]></category>

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		<description><![CDATA[Fünf Autoren hatte der Spiegel abgestellt, um einen 13-seitigen Artikel über das Internet zu verfassen. Die Ausgabe Nr. 33/09 trug den Titel "Netz ohne Gesetz"

<h2>Verwandte Beiträge:</h2><ol><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/03/13/allgemeines/das-netz-nervt-mich.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Das Netz nervt. Mich.'>Das Netz nervt. Mich.</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/02/15/allgemeines/die-gefahren-im-internet.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Die Gefahren im Internet'>Die Gefahren im Internet</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/06/17/allgemeines/sperren-die-keine-sind.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Sperren, die keine sind.'>Sperren, die keine sind.</a></li></ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fünf Autoren hatte der Spiegel abgestellt, um einen 13-seitigen Artikel über das Internet zu verfassen. Die Ausgabe Nr. 33/09 trug den Titel &#8220;Netz ohne Gesetz &#8211; Warum das Internet neue Regeln braucht&#8221;, der Artikel selbst &#8220;freiheit@unendlich.welt&#8221;. Was den Leser dann aber erwartete, konnte er in den ersten zwei Sätzen darunter gleich erahnen: &#8220;<em>Längst ist das Internet ein Paralleluniversum. Die Refugien der Diebe, Rufmörder, Kinderschänder entziehen sich weitestgehend der Kontrolle des Rechtsstaats.</em>&#8220;</strong></p>
<p>Man kann daran leicht erkennen: Das wird kein Artikel <em>über </em>das Internet, sondern einer <em>dagegen</em>. Und so las er sich für mich auch. Als hätte man in der Redaktion ausgewürfelt, welcher der fünf Autoren sich eines speziellen Aspekts des Internets annahm, um alles negative zusammen getragene hinterher wieder eilig zusammenzustricken. Bruch des Urheberrechts, die bösen Social Networks, Aufgabe der Privatsphäre, die schwierige Polizeiarbeit und vor allem: Kinderpornographie.</p>
<p>Nach der ersten Lektüre ging es mir <a href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=2179">wie Thomas Knüwer</a>: &#8220;Tausend Fragen rasen nach wiederholter Lektüre durch meinen Kopf. Die wichtigste lautet: &#8220;HÄH?&#8221;</p>
<p>Hätte ich mir wie damals im Rhetorikunterricht in der Schule einen grünen Stift genommen, um die Pro-Netz-Argumente zu unterstreichen und einen roten, um diejenigen, die dagegen sprechen, zu kennzeichnen: Rot hätte eindeutig überwogen. Ein kleiner, grüner Sprengsel hätte mir z.B. erzählt, dass es sich bei den bösen Sachen nur um &#8220;Randerscheinungen&#8221; handelt.</p>
<p>Da werden letztendlich Dinge nah aneinander gerückt, die so nichts miteinander zu tun haben, im Lesefluss aber plötzlich Relationen erscheinen lassen. <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/diebe-rufmoerder-kinderschaender/">Stefan Niggemeier bemerkt z.B. eine solche Stelle gleich zu Beginn des Textes</a>:</p>
<blockquote><p>Perfide ist der Text gleich am Anfang, als er erst beschreibt, wie ein Polizist im Internet gegen Kinderpornographie kämpft, und dann fortfährt:</p>
<p>&#8220;Sie sind ganz schön weit, die Kämpfer um die staatliche Hoheit im Cyberspace.</p>
<p>Die an der anderen Front aber auch. Die Flagge mit dem schwarzen Segel auf weißem Grund weht schon in unmittelbarer Nähe des Berliner Regierungszentrums: Die Piratenpartei hat Ende Juni ihr Wahlkampfbüro für die Bundestagswahl eröffnet.&#8221;</p>
<p>„Die an der anderen Front”? Da muss man schon sehr genau aufpassen beim Lesen, um nicht zu denken, dass die Piratenpartei für den freien Zugang zu Kinderpornographie kämpft.</p></blockquote>
<p>Und Menschen werden für die Panikmache vor dem Internet eingespannt, die das mit Sicherheit auf diese Weise nicht gewollt hätten. So erscheint <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lawrence_Lessig">Larry Lessig</a>, der Erfinder der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Creative_Commons">CC-Lizenz</a>, in folgendem Kontext:</p>
<blockquote><p>Das Netz macht, was es will, und das ist kein Ausdruck von Freiheit, sondern von Gefahr: &#8220;Der Cyberspace, sich selbst überlassen, kann das Versprechen der Freiheit nicht erfüllen&#8221;, warnt Lawrence Lessig, Stanford-Rechtsprofessor und der weltweit bekannteste Prediger einer neuen Netzordnung.<br />
Wolfgang Schäuble würde das nicht anders sehen.</p></blockquote>
<p>Lessig und Schäuble als Gleichgesinnte. Wer hätte das gedacht?</p>
<p>Der Spiegel-Artikel unterlässt es auch sträflichst herauszustellen, dass das Internet eben <em>kein </em>rechtsfreier Raum ist und <em>ebenso </em>den Gesetzen unterliegt wie die Realität. All die Dinge, die er im Internet findet und anprangert, sind gleichfalls- und zwar als Randerscheinungen &#8211; im realen Leben zu finden. <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/diebe-rufmoerder-kinderschaender/">Niggemeier</a> unternimmt dementsprechend den Versuch und ersetzt veranschaulichend in einem Absatz einige Begriffe der digitalen mit der analogen Welt. Man kann deutlich erkennen, wie demagogisch der Artikel argumentiert:</p>
<blockquote><p><del datetime="2009-08-16T21:19:54+00:00">Im Netz</del> In der Welt tost nicht nur Karneval, es herrscht auch Krieg. <del datetime="2009-08-16T21:19:54+00:00">Der Cyberspace</del> Die Welt des 21. Jahrhunderts ist in der Hand von globalen Playern des Kommerzes, Finanzjongleuren, wirtschaftlichen und politischen Tyrannen. Die Grauzonen dieser neuen Weltordnung werden vom organisierten Verbrechen genutzt. Während an der Oberfläche des <del datetime="2009-08-16T21:19:54+00:00">digitalen</del> analogen Reichs tausend bunte Blumen blühen, Shopping, Chats, Schöngeistiges, wuchert im Wurzelwerk darunter ein Pilzgeflecht aus Intrigen, Täuschung und Terror.</p></blockquote>
<p>Das hinderte den Spiegel aber nicht, eine &#8211; wie auch immer &#8211; Beteiligte des Magazins im ZDF sagen zu lassen, dass Gewaltdarstellungen und Kinderpornographie im echten Leben nicht möglich sind, sondern nur im Internet:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/8AnTrLaHDAU&amp;hl=de&amp;showinfo=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/8AnTrLaHDAU&amp;hl=de&amp;showinfo=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Interessanterweise ist der Artikel selbst übrigens nicht bei Spiegel Online zu lesen. Stattdessen bekommt man dort zehn Thesen geliefert: &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,641508,00.html">Warum die Dummheit des Netzes ein Segen ist</a>&#8220;. <a href="http://www.ennomane.de/2009/08/10/spiegel-vs-spon-das-doppelte-spiel/">Ennomane</a> sagt darüber:</p>
<blockquote><p>Da wird beschrieben, warum es gut ist, dass das Netz nicht auf die Inhalte schaut, die es transportiert. Dass nicht das Netz an irgend etwas schuldig ist, sondern nur die Anwender, die es missbrauchen. Warum es albern ist, beim Benutzen des Social Web von Exhibionismus zu sprechen. Warum der Jugendschutz nicht über alles andere gestellt werden kann. Warum Kulturpessimus nicht weiterhilft und so weiter, und so weiter und so weiter. Also in jeder Hinsicht das komplette Gegenteil.</p></blockquote>
<p>Heute, am Montag, gibt es einen neuen Spiegel am Kiosk, Nr. 34. Den alten können wir getrost wegwerfen. Den neuen&#8230; , mal sehen.</p>
<p><img src="http://vg08.met.vgwort.de/na/109174caf55a411b82223eee9a228a42" alt="" width="1" height="1" /></p>


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		<title>Der Newsroom von Rivva</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 10:15:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus.freise</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Globales]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Überleben]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Druck, den der News-Fluss im Internet verbreitet, wird zunehmend größer. Ein kleines Tool will den jetzt kanalisieren.

<h2>Verwandte Beiträge:</h2><ol><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/09/25/headline/blox-not-dead.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Blox not dead!'>Blox not dead!</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/11/20/headline/vor-dem-tellerrand-ist-die-suppe.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Vor dem Tellerrand ist die Suppe'>Vor dem Tellerrand ist die Suppe</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/04/24/allgemeines/ich-habe-keine-angst-vor-ursula-ich-habe-angst-vor-wie-heist-du-eigentlich.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Ich habe keine Angst vor Ursula, ich habe Angst vor &#8230; wie heißt Du eigentlich?'>Ich habe keine Angst vor Ursula, ich habe Angst vor &#8230; wie heißt Du eigentlich?</a></li></ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kürzlich laß ich irgendwo den Einwand, dass die bisherigen Medien wie Fernsehen oder Zeitung im Hinblick auf das Verbreiten von Nachrichten auch deshalb in Frage gestellt werden müssten, weil diese zuallererst bestimmen, welche Nachrichten sie ihrem Publikum präsentieren wollen und somit bereits eine Selektion stattfindet. Sprich: Ein umfassender Überblick der Nachrichten ist nicht möglich.</p>
<p>Andererseits ist es aber doch wohl so, dass es dem menschlichen Hirn &#8211; und hier kann ich nur von meinem sprechen, das prinzipiell aber noch prima funktioniert &#8211; mit dem Nachrichtenstrom, den es uns das Internet bietet, nicht mehr klarkommt. Hier dem Internet per se die Schuld zu geben, ist natürlich naiv und würde einem höchstens einen Wohnberechtigungsschein in der WG von Frau von der Leyen einbringen. Dennoch: Gerade meine Generation hat es sich zu eigen gemacht, dass Information, die abrufbar ist auch abgerufen werden muss. Es könne ja was verpasst werden.</p>
<p><a href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/08/435291754_0446c233b3_b.jpg" rel="shadowbox[post-2389];player=img;"><img class="aligncenter size-large wp-image-2390" title="435291754_0446c233b3_b" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/08/435291754_0446c233b3_b-560x315.jpg" alt="435291754_0446c233b3_b" width="560" height="315" /></a></p>
<p>Wie immer und so schön: Die Wahrheit liegt in der Mitte. Heißt: Ich möchte schon bestimmen, was mich interessiert. Aber irgendeine Form von Vorselektion sollte schon stattfinden. Habe ja nur ein Leben. Und dessen Tage haben 24 Stunden, die bereits gut gefüllt sind. Da bin ich bei dem ganzen Denken über dieses Thema nach einigen Wochen &#8211; die unter anderem Twitter-Askese bedeuteten (Dazu ein andernmal vielleicht mehr <a href="http://www.markus-freise.de/">hier</a>) &#8211; heute <a href="http://rivva.de/newsroom">über den Newsroom von Rivva</a> gestolpert, der scheinbar genau das hier macht:</p>
<p><strong><a href="http://rivva.de/newsroom">Der Newsroom von Rivva</a> nimmt sich die Liste der am meisten verlinkten Blogs und Newsportale aus dem deutschsprachigen Raum und von dort die zumeist verlinkten Artikel und bildet daraus eine feine Übersicht der heißen Themen des Moments – vom Tellerrand der deutschen Netzkultur-Szene betrachtet. </strong></p>
<p>Etwas schöner und nerdiger wird es im hauseigenen Blog beschrieben: <a href="http://blog.rivva.de/archives/2009/8/5/rock_lobster/">Rock Lobster</a></p>
<p>Das ist doch prima und wird nun von mir beobachtet, ob dies in einem zeitlich vertretbaren Rahmen meinen Info-Durst befriedigt. Also, einfach mal reinschauen. Was zur Zeit dort online ist, atmet noch den Hauch einer Frühgeburt, hat aber definitv das Zeug ein echt nützliches Tool zu werden:</p>
<h2 style="text-align: center;"><strong><a href="http://rivva.de/newsroom">Der Newsroom von Rivva</a></strong></h2>
<p>[via einer Empfehlung im Feed-Reader von <a href="http://anmutunddemut.de">_ben</a>.]</p>


<h2>Verwandte Beiträge:</h2><ol><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/09/25/headline/blox-not-dead.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Blox not dead!'>Blox not dead!</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/11/20/headline/vor-dem-tellerrand-ist-die-suppe.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Vor dem Tellerrand ist die Suppe'>Vor dem Tellerrand ist die Suppe</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/04/24/allgemeines/ich-habe-keine-angst-vor-ursula-ich-habe-angst-vor-wie-heist-du-eigentlich.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Ich habe keine Angst vor Ursula, ich habe Angst vor &#8230; wie heißt Du eigentlich?'>Ich habe keine Angst vor Ursula, ich habe Angst vor &#8230; wie heißt Du eigentlich?</a></li></ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ein neues Blog geht steil</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 13:13:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rouven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bielefeld]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[Mittlerweile kennen wir uns hier ganz gut, würde ich behaupten. Noch vom Sparrenblog, jetzt hier, vielleicht auch von da. Ab heute gibt es noch eine weitere Anlaufstation.

<h2>Verwandte Beiträge:</h2><ol><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/11/12/kultur/lebende-tote-promis-und-politiker.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Lebende tote Promis und Politiker'>Lebende tote Promis und Politiker</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/12/15/globales/the-sartorialist.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: The Sartorialist'>The Sartorialist</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/11/13/allgemeines/neues-leben.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Neues Leben'>Neues Leben</a></li></ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mittlerweile kennen wir uns hier ganz gut, würde ich mal so behaupten. Noch vom <a href="http://sparrenblog.de">Sparrenblog</a>, jetzt hier, vielleicht auch <a href="http://killefit.net/blog/">von da</a>. Ab heute gibt es noch eine weitere Anlaufstation, zumindest für mich als denjenigen, der dort Inhalte produziert. Die <a href="http://www.nw-news.de/">NW</a> bloggt nämlich jetzt ebenfalls und der Blogger dahinter ist meine Wenigkeit. Ich bin gerade ein bisschen stolz, das kann ich nicht leugnen.</strong></p>
<p>Das Blog trägt den Titel &#8220;Blogspot&#8221;, wie die Kolumne, die bisher in der Bielefelder NW-Printausgabe erschien. Aber es wird dort noch viel mehr passieren als nur Blogs aus der Stadt zu präsentieren. Ich habe mir viel vorgenommen, vor allen Dingen viel Spaß für uns alle.</p>
<p>Kommt doch einfach mal vorbei, abonniert den Feed, oder erzählt es weiter. Ich würde mich auf Euren Besuch freuen. Hoffentlich wird das gut. Ach Quatsch, das wird gut! Der exakte Link lautet:</p>
<p><center><a href=" http://blog.nw-news.de/blogspot/"></p>
<p>http://blog.nw-news.de/blogspot/</a></center></p>
<p><center><a href="http://blog.nw-news.de/blogspot/"><img src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/07/blogspot1.jpg" alt="blogspot1" title="" width="540" height="240" class="alignnone size-full wp-image-2328" /></a></center></p>


<h2>Verwandte Beiträge:</h2><ol><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/11/12/kultur/lebende-tote-promis-und-politiker.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Lebende tote Promis und Politiker'>Lebende tote Promis und Politiker</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/12/15/globales/the-sartorialist.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: The Sartorialist'>The Sartorialist</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/11/13/allgemeines/neues-leben.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Neues Leben'>Neues Leben</a></li></ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Von wegen &#8220;Muff&#8221;!</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2009/07/05/bielefeld/von-wegen-muff.html</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Jul 2009 22:27:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rouven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bielefeld]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Uni]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor Referaten in gut gefüllten Hörsälen oder Seminarräumen hören nervöse Vortragende immer allerhand gute Tipps. Da ist dann zum Beispiel die Rede davon, man solle sich „alle, die vor dir sitzen, einfach nackt vorstellen“. Das ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vor Referaten in gut gefüllten Hörsälen oder Seminarräumen hören nervöse Vortragende immer allerhand gute Tipps. Da ist dann zum Beispiel die Rede davon, man solle sich „alle, die vor dir sitzen, einfach nackt vorstellen“. Das funktioniert auch ganz prima, zumal jeder weiß, dass alle Menschen unter ihren Kleidern nackt sind, ob sie es sich gerne eingestehen wollen oder nicht. Dummerweise kommt einem bei dieser Vorstellung irgendwann einmal selbst in den Sinn, dass man ja ebenfalls unter seinen Klamotten nix drunter hat und muss sich wieder genauso beherrschen wie ohne diesen Gedankenkniff. Festzuhalten bleibt aber: Alle sind unter ihren Kleidern nackt.</strong></p>
<p>Ähnlich verhält es sich mit dem Sex. Alle haben ihn oder wollen ihn haben. Und einmal ganz weit aus dem Fenster gelehnt würde ich sogar so weit gehen zu behaupten, dass (fast) alle Menschen dieser Welt infolge von Sex überhaupt existieren. Man entschuldige mir bitte diesen Gedankenausflug in die elterlichen Betten. Aber auch hier reden die Leute in den seltensten Fällen öffentlich über ihr Intimleben. Das Schweigen hierüber steckt in uns abendländisch soziologisierten Menschen drin. Darüber quasseln tut man nicht. Es sei denn, man verspricht sich dadurch einen besseren Status wie bei dem einer „Sex and the City“-Rolle.</p>
<p>Aber kaum wird einmal ein Intimleben bekannt, offenbaren sich die scheinheiligen Seelen und sind imstande, den Betrieb einer Uni-Fakultät aus der Normalbahn zu katapultieren: <a href="http://www.nw-news.de/lokale_news/bielefeld/bielefeld/3012291_Sex-Skandal_an_der_Universitaet.html">Ein Professor soll angeblich eine Doktorandin zum Geschlechtsverkehr genötigt haben</a>. Was er selbstverständlich abstreitet. Es steht Aussage gegen Aussage.</p>
<p>Natürlich ist das eine Meldung für die Medien. Neugier will befriedigt werden und das hebt die Auflage. Es kommt bloß darauf an, wie man’s macht.</p>
<p>Wir dürfen nämlich nicht vergessen, dass hier niemand etwas getan hat, solange nicht die Schuld bewiesen wurde. Beiden Protagonisten gegenüber gilt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Unschuldsvermutung">die Unschuldsvermutung</a>, sie <em>sind </em>derzeit unschuldig. Deshalb wird in den meisten Berichten auch nicht mit Konjunktiven gespart.</p>
<p>Ich halte es aber für unverantwortlich von einigen Medien, mit einigen Hinweisen den Kreis der möglichen Hauptfiguren derart eng zu zeichnen, dass die Studenten der Fakultät sofort wissen, um wen es sich dabei handelt. Dabei denke ich gerade ganz besonders an einen WDR-Beitrag (inzwischen wird bei mir, wenn ich <a href="http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/rueckschau/2009/07/01/lokalzeit_owl_aktuell.xml">den Beitrag</a> aufrufe, die Meldung angezeigt: &#8220;Netzwerkfehler &#8211; Datei nicht vorhanden&#8221;). Man stelle sich einmal vor, es sei seitens des Profs tatsächlich gar nichts vorgefallen. Der Mann wird bereits jetzt seines Lebens nicht mehr froh sein*. </p>
<p>Darüber hinaus ist es mit Sicherheit nicht besonders förderlich für die eh bereits auf der Kippe stehende Stimmung innerhalb der betroffenen Fakultät, <a href="http://www.westfalen-blatt.de/nachrichten/regional/meinung/redaktion.php?id=28521&#038;artikel=1">wenn man seine Artikel zu diesem heiklen Thema zum Kommentieren geöffnet lässt</a>. Es war nur klar, dass das unter anderem missbilligende Pöbeleien anzieht.</p>
<p>Und seit dem WDR-Beitrag weiß ich, dass ich im Falle eines anonymen Interviews verlangen werde, mir dabei bittebitte so eine Profi-Verfremdung à la RTL zu gestatten. Mit völliger Verpixelung und Stimmenveränderung. Nicht so einen halbgaren Schmu .</p>
<p>Wir halten noch einmal fest: Bis zu einem Schuldspruch hatten hier bloß zwei Menschen ein bisschen Sex. So etwas soll in den besten Familien vorkommen, hab ich gehört. Ach halt, Moment. Selbst das ist gar nicht bewiesen. Ich hab das also nicht geschrieben.</p>
<p>P.S.: Und wenn hier jetzt ebenfalls gerüchteschürende Kommentare wie beim WB erscheinen, werde ich einschreiten. Ist klar, ne?</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><span style="font-size:75%">*Vielleicht fühle ich mich gerade aber auch zu sehr an den Film „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Enth%C3%BCllung">Enthüllung</a>“ erinnert, in dem Demi Moore den Vorwurf der sexuellen Belästigung benutzt, um Michael Douglas aus der Firma zu schießen.</span></p>
<p><span style="font-size:75%">(<a href="http://www.flickr.com/photos/kyz/2893897527/">Vorschaubild</a>: <a href="http://www.flickr.com/photos/kyz/">kyz</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de">Lizenz</a>)</span></p>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/1998a609706b445f91737d1761cc7a75" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>Warum überhaupt ein Bücherregal?</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Mar 2009 20:06:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rouven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Intellektueller weiß man erst dann, dass man es geschafft hat, wenn man vor einem Bücherregal interviewt wird. Aber warum überhaupt?

<h2>Verwandte Beiträge:</h2><ol><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/12/01/featured/warum-deutschland-kein-land-der-innovationen-ist.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Warum Deutschland kein Land der Innovationen ist'>Warum Deutschland kein Land der Innovationen ist</a></li></ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><center><img src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/03/sloterd.jpg" alt="sloterd" title="" width="550" height="346" class="alignnone size-full wp-image-1898" /></center></p>
<p><strong>Als Intellektueller weiß man erst dann, dass man es geschafft hat, wenn man vor einem Bücherregal interviewt wird. Oder in der Uni. Natürlich gerne auch in Talkshows der dritten Programme, allerdings sind dort meistens noch viele Leute mehr zu größeren Runden versammelt.<br />
Ist aber nur die eigene Meinung gefragt, dann muss unbedingt das Bücherregal im Hintergrund her. Anders geht es nicht und es ist fast ausnahmslos so. Aber warum überhaupt?</strong></p>
<p>Eine nahestehende Akademikerin sagte zu mir: &#8220;Sollte ich einmal zu irgendetwas interviewt werden, dann will ich, dass hinter mir ein &#8220;Wendy&#8221;-Poster hängt!&#8221; Eine interessante Vorstellung, doch leider wird sie kaum Einfluss auf die Entscheidungen der Redakteure und Kameraleute haben können. Der visuelle Eindruck zählt und die Autorität des Interviewten darf vom Zuschauer nicht hinterfragt werden. Beim Intellektuellen oder Akademiker müssen dafür nun einmal Bücher herhalten, sonst wirkt er deplatziert.</p>
<p>Die Idee mit dem &#8220;Wendy&#8221;-Poster finde ich aber für so manchen Sketch als ganz hervorragend geeignet. Man nehme einfach einige Personen und lasse sie erzählen, vor einem Hintergrund, der mit dem Thema absolut nichts zu tun hat. Peter Scholl-Latour sagt etwas zur Nahostkrise, während hinter ihm das Nachtleben in einem Gayclub abgeht. Welch schöne Vorstellung.</p>


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		<title>Die &#8220;Mit-dieser-Nachricht-kann-ich-nicht-allein-sein&#8221;-Skala</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Mar 2009 13:25:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rouven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Headline]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorgestern wusste ich nicht so recht. Ich hatte erst "etwas Lustiges" gebloggt, dann habe ich die Nachrichtenseiten geöffnet, mir fiel die Kinnlade herunter und dann nichts mehr ein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1870" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/03/2915318327_37c056e9d5.jpg" alt="2915318327_37c056e9d5" width="500" height="332" /><br />
<strong><br />
Vorgestern wusste ich nicht so recht. <a href="http://killefit.net/blog/2009/03/11/das-medium-der-zukunft/">Nebenan</a> hatte ich erst &#8220;etwas Lustiges&#8221; gebloggt, dann habe ich die Nachrichtenseiten geöffnet, mir fiel die Kinnlade herunter und dann nichts mehr ein.</strong></p>
<p>Ich überlegte, wie ich die Ereignisse in Winnenden beschreiben würde, aber jedes Adjektiv schien nicht zu passen, auch, wenn es die Worte &#8220;dramatisch&#8221; oder &#8220;tragisch&#8221; waren. Mir fiel dann auf, dass ich ebensowenig davon sprechen durfte, &#8220;betroffen&#8221; zu sein, denn schließlich gehörte ich weder zu Opfern noch zu Angehörigen. &#8220;Ein wenig schockiert&#8221; wäre korrekter, wenn auch nicht dergestalt, dass ich plötzlich zur Salzsäule erstarrte. Denn immerhin habe ich mit einigen Leuten darüber gesprochen, und es kommt nicht oft vor, dass ich mit Leuten über Nachrichten rede, und das, obwohl ich nicht einmal Vater von zur Schule gehenden Kindern bin. Und für Analysen bin ich ebenfalls nicht der richtige Ansprechpartner. Weder bin ich Kriminologe, noch Psychologe oder gar Counterstrikespieler.</p>
<p>Je gravierender oder vielleicht auch bedrohlicher der Inhalt einer Nachricht mir erscheint, desto eher habe ich das Bedürfnis, dieses jemandem zu erzählen. Vor einer Weile habe ich einmal etwas über eine Formel zur Ermittlung eines Nachrichtenwerts gelesen. Diese war mir aber zu abstrakt und akademisch gehalten, fast wäre es etwas makaber, im Zuge dieser Ereignisse mit Mathe und Wirkung auf das Publikum  zu kommen. Gestern hatte ich dann die Idee von einer persönlichen, für mich allein bestimmten &#8220;Mit-dieser-Nachricht-kann-ich-nicht-allein-sein&#8221;-Skala, beispielsweise von eins bis sieben gehalten. Die sieben Grade sind hierfür nun natürlich völlig willkürlich gewählt, es könnten ebenso gut fünf oder neun sein. Doch zur ersten Veranschaulichung soll es genügen, hauptsache, ein Mittelwert für die durchschnittliche Tangierung ist vorhanden.</p>
<p>Bei einer 1 würde ich Neuigkeiten der Art &#8220;Oma Dornbergs Katzenhospiz erhält einen Scheck über soundsoviel Euro&#8221; einordnen. Ich habe zu Katzen ein nur virtuell gutes Verhältnis und eine Geldspende für einen solchen Verein ist allenfalls, naja, O.K. für die dort Miauenden.</p>
<p>Das vorgestrige Ereignis in Winnenden bekäme von mir den Mittelwert. Wie gesagt, ich habe dabei etwas empfunden und es hat mich zur Kommunikation bewegt. Dem Amoklauf in Alabama würde ich fast schon einen Wert darunter geben, weil: Weiter weg geschehen und eine Nachricht wie aus den USA mittlerweile gewohnt, so traurig sich das jetzt auch schreiben lässt.</p>
<p>Das Geschehen am 11.09.2001 muss eine 6 erhalten, wenn nicht sogar zwischen 6 und 7. Damals benötigte ich unbedingt jemanden in meiner Nähe. Man wusste schließlich nicht, was als nächstes passierte. Von Krieg bis Weltuntergang war alles denkbar, die liebsten Menschen wollte man irgendwie bei sich wissen, wenn vielleicht auch lediglich telefonisch möglich.</p>
<p>Die definite 7 erhielten nur Anzeichen der kommenden Apokalypse. Wird die erste Bombe gezündet, fürchtet man schließlich bereits die nächsten Explosionen. Den Untergang der Menschheit möchte bestimmt niemand alleine oder womöglich sogar auf der Arbeit verbringen. Ich glaube, es war Jim Morrison, der einmal geäußert hatte, bei den ersten Anzeichen des absoluten Endes würde er gerne &#8220;goldene Begattungen&#8221; in den Straßen sehen.</p>
<p>Ich finde, die Redaktionen könnten ruhig einmal mit meiner &#8220;Mit-dieser-Nachricht-kann-ich-nicht-allein-sein&#8221;-Skala arbeiten, ich stelle sie gerne zur Verfügung. Sie ist den freien Mitarbeitern und Praktikanten bestimmt einfacher zu vermitteln als die Theorie vom Nachrichtenwert (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nachrichtenwert">ach guck, da ist sie ja</a>).</p>
<p>(<a href="http://www.flickr.com/photos/edenpictures/2915318327/">Foto</a>: <a href="http://www.flickr.com/photos/edenpictures/">edenpictures</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en">Lizenz</a>)</p>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/0ff1e67f0bd24d7e89eaa53981b12c66" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Ein schlimmer Job</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2009/03/01/headline/ein-schlimmer-job.html</link>
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		<pubDate>Sun, 01 Mar 2009 03:38:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rouven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bielefeld]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Headline]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Jobs]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[Letzte Woche lag bei uns die örtliche Zeitung an zwei folgenden Werktagen nicht im Briefkasten. Woran das liegen mag, darüber besitze ich eine leise Ahnung.

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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Letzte Woche lag bei uns die örtliche Zeitung an zwei folgenden Werktagen nicht im Briefkasten. Der Zusteller wird womöglich nicht gewusst haben, dass es sich um ein Mitarbeiter-Abo handelt und deshalb Priorität genießt. Deswegen würde ich mich aber niemals aufregen oder Beschwerde einreichen. Ich mag mir nämlich kaum ausmalen, was für logistische Wunder zwischen dem Redaktionsschluss und der Auslieferung geschehen müssen, um den Erhalt der Zeitung zu garantieren.</strong></p>
<p><center><img src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/03/2239392291_8b8f2be0b7.jpg" alt="2239392291_8b8f2be0b7" title="" width="500" height="333" class="alignnone size-full wp-image-1815" /></center></p>
<p>Erstaunt bin ich aber darüber, dass ich heute Nacht nach dem Partybesuch um 3 Uhr zuhause angelangt kam und die F.A.S. im Briefkasten entdeckte. Ein paar ganz arme Säue müssen also zu dieser späten Uhrzeit ihr Werk verrichtet haben. Sonntags!</p>
<p><a href="http://www.spreeblick.com/2009/02/25/der-schlimmste-job-den-ich-je-hatte/">Johnny Häusler sprach jüngst</a> von der schlimmsten Arbeit, die er jemals wahrgenommen hatte. Auch ich habe schlimme Arbeiten verrichtet oder mich für Tätigkeiten der schlimmsten Sorte beworben. Eine davon betraf eben den logistischen Betrieb der grün gestrichenen Ortszeitung (tja, da staunt ihr, was?). Ich beschreibe das einmal am besten wie folgt:</p>
<p>Vor Jahren habe ich mich auf eine Zeitungsanzeige gemeldet. Ich hatte kein Geld, das BaföG war alle und musste meinen schlanken Balg ernähren. Die Anzeige sah danach aus, als wenn ich, mit einem einfachen Führerschein bewappnet, lediglich irgendwelche Dinge ausliefern musste. „Fahrer gesucht“ lässt auf derlei Anforderungen schließen.</p>
<p>Ich rief also seinerzeit unter der angegebenen Nummer an, es meldete sich eine tief, männliche Stimme, die anscheinend sehr überrascht über mein Interesse war. „Ja, prima,“ wurde mir bedeutet. „Komm doch am Donnerstagnachmittag vorbei, dann reden wir drüber.“</p>
<p>Am Telefon hieß es überdies, dass man als Student ganz prima eingesetzt werden könne, ginge es doch um „Überhangs“-Auslieferungen am Vormittag. Gelegentlich könnte auch ein Abend dazu kommen, da man mit einer örtlichen Zeitung zusammenarbeite.<br />
Nun gut, das klang ja eigentlich ganz nett und so erklärte man sich bereit, mal beim Inserenten (in einem Vorort von Gütersloh!) vorstellig zu werden.<br />
Ich geriet kurz vor der Vorstellung in ein Reihenhausgebiet, fand das Haus, dann die Klingel nicht, da, wie sich herausstellte, der Chef bei seiner Freundin wohnte. Nach meinem nachmittäglichen Herumstreunen um das Haus hatte er dann irgendwann einmal die Türe geöffnet und der mittedreißiger Schnurrbartträger hustete mir, er sei gerade eben erst aufgestanden. „Die Nachtarbeit.“ Ich verstand natürlich.<br />
Dort hieß es dann, es seien eigentlich ausschließlich die Fahrten am Abend, für die Personal benötigt werde und ich könne es mir ja einmal ansehen, mit den Leuten dort mitgehen. Der Chef (also er selbst) sei dann auch zugegen. Man bräuchte nur nach ihm zu rufen bei eventuellen Unsicherheiten.</p>
<p>Auf meine Nachfrage, wie lange er denn bereits diese Geschäft betreibe, erwiderte er: „Mittlerweile seit drei Jahren.“ Er sei selbst einmal angestellt gewesen, aber als die Firma bankrott ging, wurde er vor die Wahl gestellt: Entweder er übernähme sie oder würde arbeitslos. Damals hatte er sich für erstere Variante entschieden, und nachdem er nach dreißig Anfragen endlich eine Bank erwischt hatte, die ihm einen Kredit über 4.000,&#8211; Euro gewährt hatte („Beim Speditionsgeschäft wiegeln die Banken sofort alle ab.“), wäre es auf Biegen und Brechen langsam voran gegangen.</p>
<p>Der Job, wegen dem ich mich bemühte, könne allerdings nur auf 400,– Euro-Basis erfolgen, und wenn man mal mehr gearbeitet habe, dann könne man im Folgemonat „vielleicht mit Arbeit sparen“.<br />
Mit flauem Gefühl im Bauch erklärte ich mich dann dennoch bereit, mir vor Ort die Dinge tatsächlich einmal anzusehen, schließlich will man nicht arbeitsscheu oder als Drückeberger erscheinen. Interessiert war ich ja schon ein wenig, obwohl ich die nächste Frechheit wieder riechen konnte und manchmal können derlei Abgründe eine Anziehungskraft ausüben, die sonst nur schwarzen Löchern vorbehalten bleibt.<br />
Vor Ort des Zeitungsverlags um 22 Uhr angekommen, standen bereits einige der Fahrer dort, der Chef war nicht in Sicht und Rufweite. Es wurde noch kein Papier in die Wagen eingeladen und der Vorgang konnte nach Auskunft auch noch eine Weile dauern. Sämtliche Wartezeiten zählten wohlgemerkt noch nicht als Arbeitszeit.</p>
<p>Beim Beladen der unterschiedlichen Fahrzeuge musste akribisch genau auf die jeweilige Stückzahl der Pakete geachtet werden, zumal Prospekte und anderes extra verpackt waren: Man wollte ja nicht zuviel vor den jeweiligen Haltepunkten abliefern.<br />
Wie sich herausstellte, sollten die Bediensteten besagter Firma allesamt in Gegenden einer Gemeinde im Kreis Paderborn eingesetzt werden und entlang einer Route Adressen beliefern, die ihnen wahrscheinlich schon in Fleisch und Blut übergegangen waren.<br />
Einer von ihnen zeigte mir die Örtlichkeiten und Regeln, nach denen der Betrieb funktionierte, denn: Der Chef ließ sich nicht blicken.</p>
<p>Ich: “Und wie lange bist Du für so eine Tour unterwegs?“<br />
Er: „Also, ich hab’ von uns hier die kürzeste erwischt. So um 1 Uhr bin ich wieder in Bielefeld. Aber heute geht das auch mit dem Beladen recht schnell…“<br />
Ich: „Und die anderen sind noch länger unterwegs?“<br />
Er: „Ja, manche schon. Er hier [lächelt und weist auf seinen Kollegen] kommt heute bestimmt auch nicht wieder vor drei nachhause.“<br />
[Pause]<br />
Er: „Also, ich find’, es ist ein echt easy Job.“<br />
Ich: „Aber ihr macht das von Montags bis Freitags, hab’ ich das richtig verstanden?“<br />
Er: „Nee, Sonntags auch. Du kriegst doch auch Montagmorgens ne Zeitung, ne?“<br />
Sechs Tage in der Woche, Herrschaften! Nächte!<br />
Für pauschal 400 Euro im Monat!</p>
<p>Die F.A.S.-Titelblatt ist mir soeben beim Herausrupfen aus dem Briefkastenschlitz zerrissen. Das war mir aber voll wurst. Ein großes Dankeschön gebürt dem Zusteller. Er wird in dieser Stadt für diese Zeitung weitere Strecken zurückgelegt  haben müssen.</p>
<p>(<a href="http://flickr.com/photos/wheany/2239392291/">Foto</a>: <a href="http://flickr.com/photos/wheany/">wheany</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en">Lizenz</a>)</p>


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