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	<title>Blogboys &#187; Kultur</title>
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	<description>Vérollet . Ridder . Freise</description>
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		<title>Antichrist &#8211; Wovor hast Du am meisten Angst?</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2009/09/16/kultur/antichrist-wovor-hast-du-am-meisten-angst.html</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 10:40:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rouven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Thema]]></category>
		<category><![CDATA[Emanzipation]]></category>
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		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Teufel muss Daniel Kehlmann geritten haben, als er in der ZEIT soviel über den Film „Antichrist“ preisgab.

<h2>Verwandte Beiträge:</h2><ol><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/12/10/kultur/spon-uber-den-tag-an-dem-jennifer-connelly-still-stand.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: SPON über den Tag, an dem Jennifer Connelly still stand.'>SPON über den Tag, an dem Jennifer Connelly still stand.</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/04/24/allgemeines/ich-habe-keine-angst-vor-ursula-ich-habe-angst-vor-wie-heist-du-eigentlich.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Ich habe keine Angst vor Ursula, ich habe Angst vor &#8230; wie heißt Du eigentlich?'>Ich habe keine Angst vor Ursula, ich habe Angst vor &#8230; wie heißt Du eigentlich?</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/11/01/kultur/wolke-9-von-andreas-dresen.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: &#8220;Wolke 9&#8243; von Andreas Dresen'>&#8220;Wolke 9&#8243; von Andreas Dresen</a></li></ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Teufel muss <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Kehlmann">Daniel Kehlmann</a> („Die Vermessung der Welt“) geritten haben, als er <a href="http://www.zeit.de/2009/37/Antichrist">in der ZEIT soviel über den Film „Antichrist“ preisgab</a>. Anderswo hätte es eine Spoilerwarnung gegeben. Ich konnte leider nicht anders, hatte den Artikel gelesen und ging trotzdem rein. Mit ein bisschen Angst, zugegeben. Und das Gesehene musste ich dennoch erst mal ein paar Tage sacken lassen.</strong></p>
<p><img src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/09/2710596333_72bca8b3bb.jpg" alt="" title="" width="500" height="375" class="alignnone size-full wp-image-2548" /></p>
<p>Ich hingegen werde den Teufel tun und zuviel über <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lars_von_Trier">Lars von Trier</a>s neuen Film verraten. Vielleicht nur soviel zur Handlung: Frau (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Charlotte_Gainsbourg">Charlotte Gainsbourg</a>) und Mann (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Willem_Dafoe">Willem Dafoe</a>) gehen sich zunächst wollüstig an die Wäsche, später geraten sie sich vehement in die Wolle. Anlass bildet der Tod des gemeinsamen Sohnes, über den beide trauern, aber die Frau wird mit der Schuld nicht fertig. Der Mann als „Psychologe“ beschließt, sie selbst zu therapieren. Diese Vereinnahmung seiner Frau wird ihm vom Zuschauer zunächst nicht gerade mit Symphatie quittiert. Aber das wird noch zu seinen Gunsten umkippen, spätestens dann, wenn es brutal wird.</p>
<p>Von Triers Film dreht sich nur um diese beiden Personen und er wirkt von Anfang an schwer bedrückend. Keine leichte Kost für Leute mit Hollywood-Sehgewohnheiten also. Aber das ist von diesem Regisseur auch nicht anders bekannt. Hinzu kommt aber, dass er gekonnt mit den typischen Horror-Effekten arbeitet: Dunkles Licht, hämmernde bis kreischende Soundcollagen, das alles verstärkt diese Bedrückung noch. Hinzu kommt, dass der weitestgehende Teil des Films in einem Wald spielt, bei dessen Entwurf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Caspar_David_Friedrich">Caspar David Friedrich</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tim_Burton">Tim Burton</a>s Gestalter des Waldes aus „<a href="http://www.imdb.de/title/tt0162661/">Sleepy Hollow</a>“ zusammengearbeitet haben könnten.</p>
<p>Einzelne der Gewaltszenen habe ich so noch nicht einmal in Splatterfilmen gesehen. Immerhin in diesem Punkt tut Kehlmann gut an seiner Zurückhaltung, wenn er schreibt: „ [...] er [Anm.: der Film]enthält eine Verstümmelungsszene, die man, hat man sie gesehen, lieber nicht gesehen hätte, [...]“.</p>
<p>Im Anschluss habe ich überlegt, was für Lesarten der Film zulässt. Diejenigen, die ihn bereits gesehen haben, können mir eventuell zustimmen, dass er durchaus Provokationen an die Adresse von Feministinnen enthält. Schließlich wird die Frau dort so dargestellt, als sei sie innerlich zerrissen und dass es in der Vergangenheit durchaus seine Berechtigung hatte, wenn sie unterdrückt wurde. Wie geschrieben: Als Provokation. Ich bin gespannt, was die <a href="http://www.emma.de/startseite_emma.html">Emma</a> dazu schreiben wird, wenn sie es tut.</p>
<p>Dann fiel mir aber auf, dass es noch einen ganz anderen Ansatz gibt. Zu Beginn erlebt die Frau nämlich die wirrsten, waberndsten Albträume, die sie sich nicht erklären kann. Der Mann unternimmt einen Versuch, indem er sie fragt, wovor sie am meisten Angst habe. Er wollte ihre Ängste anhand einer Pyramidengrafik einordnen. Doch die Antwort darauf fiel ihr schwer. Am meisten Angst! Wovor denn?</p>
<p>An der Stelle fing ich auch an zu überlegen. Wovor hab ich denn am meisten Angst? Vor dem Tod? Vielleicht. Aber, ehrlich gestanden, weiß ich das nicht so genau.</p>
<p>Und: Muss man das überhaupt wissen? Damit man Ängsten besser aus dem Weg gehen kann? Oder soll man sich gerade mit ihnen konfrontieren?</p>
<p><strong>Link</strong>:<br />
<a href="http://www.imdb.de/title/tt0870984/">Imdb.de &#8211; Antichrist</a></p>
<p>(<a href="http://www.flickr.com/photos/pomo/2710596333/">Bild</a>: <a href="http://www.flickr.com/photos/pomo/">katutaide</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de">Lizenz</a>)</p>


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		</item>
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		<title>TV-Pilot von Ralph Ruthe</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2009/08/17/featured/tv-pilot-von-ralph-ruthe.html</link>
		<comments>http://www.blogboys.de/2009/08/17/featured/tv-pilot-von-ralph-ruthe.html#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 17 Aug 2009 07:31:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus.freise</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bielefeld]]></category>
		<category><![CDATA[Comics]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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		<category><![CDATA[Comic]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Unser Lesebühnen-Kollege und Cartoonist Ralph Ruthe hat einen Piloten zu einer Fernsehserie auf die Beine gestellt. Wir haben sehr gelacht.

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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=iQob917Bxxw"><img class="size-large wp-image-2461 alignnone" title="YouTube---Ruthe.de---Die-HNO-WG-(TV-Pilot)" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/08/YouTube-Ruthe.de-Die-HNO-WG-TV-Pilot-560x335.jpg" alt="YouTube---Ruthe.de---Die-HNO-WG-(TV-Pilot)" width="560" height="335" /></a></p>
<p>Unser lieber Lesebühnen-Kollege und Cartoonist Ralph Ruthe hat im vergangenen Jahr gemeinsam mit einer Produktionsfirma einen Piloten zu einer Fernsehserie auf die Beine gestellt. Dazu schreibt er selbst im Kommentar zum entsprechenden Video:</p>
<blockquote><p>Der Pilot ist zum Zeitpunkt des Hochladens (August 2009) bereits bei mehreren Sendern gepitcht worden und stößt auf Begeisterung. Eine konkrete Entscheidung gibt es bisher aber noch nicht. Auch das Fernsehen steckt momentan mitten in der Wirtschaftskrise und deshalb zögern die Entscheider, Geld für neue Projekte auszugeben. Daher: Wenn ihr mal was anderes im TV sehen wollt als Frauentausch, Supernanny und DSDS: schickt den Link zu diesem Video weiter! Je mehr der Clip angeschaut und je besser er bewertet wird, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die WG ihren Weg ins Fernsehen findet. Und ich hoffe, ihr fändet das so toll wie ich!</p></blockquote>
<p>Ja, das finden wir auch toll, lieber Ralph. Und deshalb wollen wir natürlich ganz viral mitmachen und posten hier den Link auf diesen total großartigen Clip. Ganz absichtlich nicht das Video selbst, denn wie Du selbst sagst:</p>
<blockquote><p>Je mehr der Clip angeschaut und je besser er bewertet wird, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die WG ihren Weg ins Fernsehen findet.</p></blockquote>
<p>Also. Schauen. Lachen. Bewerten. Wohl fühlen.</p>
<p style="text-align: center;"><strong><a href="http://www.youtube.com/watch?v=iQob917Bxxw">Ruthe.de &#8211; Die HNO-WG (TV-Pilot)</a></strong></p>


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		<title>Terminator Salvation</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2009/06/10/kultur/terminator-salvation.html</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 08:49:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus.freise</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Moment wird ja im Netz mächtig Stunk gegen &#8220;Terminator Salvation&#8221; gemacht. Auch ich habe mir natürlich, deswegen und sowieso: trotzdem das ganz mal in Saal 8 im CinemaxX angeschaut und gebe gerne meine persönliche ...

<h2>Verwandte Beiträge:</h2><ol><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/11/10/allgemeines/terminator-salvation-es-geht-los.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Terminator Salvation &#8211; Es geht los'>Terminator Salvation &#8211; Es geht los</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/01/09/featured/terminator-scc.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Terminator S.C.C.'>Terminator S.C.C.</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/12/10/kultur/spon-uber-den-tag-an-dem-jennifer-connelly-still-stand.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: SPON über den Tag, an dem Jennifer Connelly still stand.'>SPON über den Tag, an dem Jennifer Connelly still stand.</a></li></ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Moment wird ja im Netz mächtig Stunk gegen &#8220;Terminator Salvation&#8221; gemacht. Auch ich habe mir natürlich, deswegen und sowieso: trotzdem das ganz mal in Saal 8 im CinemaxX angeschaut und gebe gerne meine persönliche Meinung zu diesem Filmwerk zum Besten. Hier:</p>
<h1 style="text-align: center;"><strong>RUMMS!<br />
BUMMS!!<br />
GEILE SCHEISSE!!!</strong></h1>
<p style="text-align: center;">(&#8230; und <a href="http://www.nudography.com/Celebrities/moon_bloodgood.aspx">Moon Bloodgood</a>!)</p>
<p>Wer mehr über „Terminator Salvation“ lesen will (was man nicht muss), findet <a href="http://www.fuenf-filmfreunde.de/2009/06/04/terminator-die-erlosung-t4-review/">ganz viele kluge &#8211; meiner Meinung nach kleinkariert am Thema vorbei kritisierende &#8211; Analysen</a>, warum der Film nicht gut ist, <a href="http://www.nerdcore.de/wp/2009/06/05/terminator-salvation/">McG von Anfang an der falsche Regisseur war</a>, Christian Bale sich unter Wert verkauft und <a href="http://chud.com/articles/articles/19577/1/EXCLUSIVE-WHAT-WENT-WRONG-WITH-TERMINATOR-SALVATION/Page1.html">dass er ja eigentlich auch gar nicht John Connor spielen sollte</a>.</p>
<p>Ich kann mich nicht erinnern, wann das letzte mal ein Film so intensiv besprochen wurde und über den soviele Leute eine Meinung darüber haben, was man hätte besser machen können, damit es <span style="text-decoration: line-through;">doch noch ein guter Film wird</span>ein besserer Film wird als es ist.</p>
<p>Meine Mama sagt ja immer:</p>
<p>Wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wär, dann wär dein Vater Millionär.</p>
<p>Recht hat sie.</p>
<p>Viel Spaß im Kino. Erwartet nichts anderes.</p>
<p><a href="http://www.blogboys.de/2008/11/10/allgemeines/terminator-salvation-es-geht-los.html">Ich wurde nicht enttäuscht.</a></p>
<p>(Lesen Sie nächste Woche (vielleicht) an dieser Stelle: Wie Peter Jackson das Popcorn-Kino für immer versaut hat.)</p>


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		<title>Ein Leben ohne Scham &#8211; Brohm mit Ruthe</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2009/05/18/kultur/ein-leben-ohne-scham-brohm-mit-ruthe.html</link>
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		<pubDate>Mon, 18 May 2009 16:37:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rouven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Bielefeld]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Alexander Kluge, preisgekrönter Regisseur und Dokumentarfilmer, kürzlich damit begann, seine dctp-Produktionen als Online-Stream zur Verfügung zu stellen,...

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Kluge">Alexander Kluge</a>, preisgekrönter Regisseur und Dokumentarfilmer, kürzlich damit begann, seine dctp-Produktionen (ja, das sind die etwas nervenaufreibenden Dokumentationen spätabends auf RTL oder Sat1) <a href="http://www.dctp.tv/">als Online-Stream zur Verfügung zu stellen</a>, ahnte er noch nicht, dass fast parallel ein bisher in seinen Schränken unter Verschluss gehaltenes Kleinod auf ganz anderem Wege das Licht der Öffentlichkeit erblicken sollte.</p>
<p><center><a href="http://www.lichtwerkkino.de/home.html"><img src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/05/brohmruthe.jpg" alt="brohmruthe" title="" width="481" height="266" class="alignnone size-full wp-image-2125" /></a></center></p>
<p>Es handelt sich dabei nämlich um die Ankündigung für <a href="http://www.sachabrohm.de">Sacha Brohm</a>s Buchpremiere, im Interview mit <a href="http://www.ruthe.de">Ralph Ruthe</a>. Exklusiv bei <a href="http://www.lichtwerkkino.de/home.html">www.lichtwerkino.de</a></p>


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		</item>
		<item>
		<title>re:publica 09 &#8230; War&#8217;s das?</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2009/04/06/allgemeines/republica-09-wars-das.html</link>
		<comments>http://www.blogboys.de/2009/04/06/allgemeines/republica-09-wars-das.html#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Apr 2009 21:33:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus.freise</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Die Boys]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[re:publica]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe meine erste re:publica besucht und weiß immer noch nicht, warum.

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer lesefaul ist, dem kann ich mein Fazit meiner ersten <a href="http://www.re-publica.de/09/">re:publica &#8211; der Version 09</a> &#8211; in einem Wort liefern: Ernüchterung.</p>
<p>Mag jemand mehr lesen, dem sei gesagt: Das ist sowohl von der positiven als auch weniger positiven Seite zu betrachten.</p>
<p>Meine Erwartungen an drei Tage <span style="text-decoration: line-through;">Blogger</span>Publizieren im Internet-Konferenz in Berlin waren: Keine speziellen. Als vor einigen Monaten die Ankündigen für die re:publica in meinem Feedreader landete, waren die Blogboys noch jung und so beschlossen Mischa und ich, dass wir dort, wo die Geschichte und die Geschichten der deutschen Bloggeria erzählt werden sollten, dass wir dort auf jeden Fall hingehören. Der Umstand, dass wir beruflich da auch eventuell einiges würden abholen können, bestärkte uns in dem Entschluss.</p>
<p><a href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/04/dsc_1769.jpg" rel="shadowbox[post-1952];player=img;"><img class="alignnone size-full wp-image-1963" title="dsc_1769" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/04/dsc_1769.jpg" alt="dsc_1769" width="500" height="361" /></a></p>
<p>Bislang umwehte die re:publica der Wind der Rebellen im publizistischen deutschen Land. Angeführt von alten Hasen wie <a href="http://www.spreeblick.com">Johnny Häusler</a>, <a href="http://saschalobo.com/">Sascha Lobo</a>, professionalisiert durch echte Pro-Blogger wie <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/">Stefan Niggemeier</a> und <a href="http://www.netzpolitik.org">Markus Beckedahl</a>. boulevarisierd durch bloggende Nichts-Sager wie <a href="http://www.robertbasic.de/">Robert Basic</a> oder <a href="http://www.nerdcore.de">René „Nerdcore“ Walter</a>. Dementsprechend freute ich mich, einige Tage in diesen illustren Kreis einzutauchen, Teil einer Revolution zu werden, zumindest dabei zuzusehen, wie die Guillotinen über den Häuptern der etablierten Medien hochgezogen würden. Denn, so verriet es das offizielle Motto, es war auch hier scheinbar an der Zeit für Veränderungen: <strong>Shift Happens.</strong></p>
<p><strong>Also. Auf in den Zug. Ab nach Berlin.</strong></p>
<p>Die direkte Eröffnungsveranstaltung verpasste ich noch, da ich dank eines freundlichen Berliners in die falsche Bahn stieg und erst in Berlin Buch meinen Fehler bemerkte. So stolperte ich mehr oder weniger unvorbereiten in den imposanten Friedrichstadtpalast und dort in mein erstes Panel: <a href="http://programm.re-publica.de/2009/events/375.de.html">„Blogs in Deutschland. Status Quo und Ausblick”</a>. Auf dem Podium saßen sie dann: Markus Beckedahl, Stefan Niggemeier, Robert Basic und Sascha Pallmeier. <span style="text-decoration: line-through;">Angeführt</span>Moderiert von Thomas Knüwer. Es folgten dreißig Minuten illustres Reden, von dem mir in Erinnerung blieb, dass Beckedahl die ganze Zeit grinste, Basic sich arrogant auf dem Sessel fläzte, als hätte er das bloggen erfunden (Hat er nicht!), Niggemeier &#8211; neben Beckedahl &#8211; als einziger was vernünftiges zu sagen hatte (Sinngemäß: Die meisten Blogger denken zuviel nach. Die sollten mehr machen, als reden.) und Pallmeier jegliches Profil vermissen ließ. Es wurde viel geplaudert, aber wenig gesagt. Wenn, dann war es etwas, das die ganze Zeit über dem Podium schwebte: Der latente Vorwurf und das Beweinen der fehlenden Lobby für die Blogger, gar der Interessenvertretetung (an dieser Stelle sei noch einmal, auch wenn eben erst erwähnt, noch einmal der Einwand von Niggemeier erwähnt: Machen!). Ich hielt dieses Gejammer zehn Minuten aus und schritt ans Mikro: Meine Aussage, es gäbe ja doch eine Interessenvertretung für Blogger, sofern wir dem Mut hätten, uns als Journalisten zu empfinden, nämlich den <a href="http://www.djv.de/">DJV</a>. Leider sagte ich aber auch, dass man  dann ja auch einen Presse-Ausweis bekommen könnte. Danach wurde darüber geredet, ob Blogger <span style="text-decoration: line-through;">wie ich</span> in den DJV wollten, um günstiger ins Kino zu kommen und dass deswegen der DJV unter sich bleiben sollte. Überhaupt. Ich fühlte mich nicht nur missverstanden, sondern ausgeschlossen. Ein prima Start.</p>
<p>Am Ende der Diskussion stellte Knüwer die Frage, wo die deutsche Blog-Szene in einem Jahr stünde. Allgemeines Achselzucken. Denn im Prinzip wusste man ja immer noch nicht, wo sie heute steht. So ging ich aus dem Panel heraus, wie ich gekommen war. Ich ahnte nicht, dass diese 45 Minuten bereits die gesamte re:publica in sich vereinten. Viel Brei für zuviel Köche, oder so.</p>
<p>Denn so zog sich das fast durch die gesamte re:publica. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl irgendetwas Neues übers Bloggen, die Verankerung von Blogs in der Gesellschaft und so weiter gehört zu haben. Keine Impulse, keine Manifeste, kein „Hurra!”. Immernurzu feierte man sich selbst ab, geiferte darüber Lessig zu kennen und den Wikipedia-Gründer gesehen zu haben. Aber an welche Stelle „Shift happen“ sollte, fragte ich mich die ganze Zeit.</p>
<p>(Ich will nicht unerwähnt lassen, dass der wohl größte Faux-pas der re:publica darin bestand, dass niemand in der Lage war ein stabiles WLAN-Netz hinzubekommen. Ich sehe ein, das ist schwierig bei 1000 Besuchern. Aber ich bin sicher: Wir sind auf dem Mond gelandet. Dann kriegen wir sowas auch hin!)</p>
<p>Die meisten der anderen von mir besuchten Vorträge waren ebenfalls unfassbar uninspiriert; so dass ich die ganze Zeit meinen Bruder anrufen wollte und ihn bitten wollte, denen mal zu zeigen wie das geht (der kann das nämlich super!). Sei es der 4Chan-Gründer moot oder Markus Hündgen, der über Video-Journalismus berichten wollte: Da wurden exemplarisch Screenshots und Videos vorgeführt. Mehr nicht. Als ob man uns für blöd verkaufen wollte. Als wären wir Karl Arsch oder Bettina Bumms, die ahnungslos vorm Medion-Rechner hocken, und den Internt-Schalter suchen.</p>
<div id="attachment_1962" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a title="Das Panel „Videojournalismus“. Viel gesehen, nix gelernt." href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/04/dsc_1675.jpg" rel="shadowbox[post-1952];player=img;"><img class="size-full wp-image-1962" title="dsc_1675" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/04/dsc_1675.jpg" alt="Das Panel „Videojournalismus“. Viel gesehen, nix gelernt." width="500" height="336" /></a><p class="wp-caption-text">Das Panel „Videojournalismus“. Viel gesehen, nix gelernt.</p></div>
<p>Woher das alles kam, wohin das führen sollte und welche Auswirkungen diese Form des Publizierens auf die Medienlandschaft und die Gesellschaft haben sollte: Darüber kein Wort. Solche Präsentationen wie diese, die hämmert man mal eben am Abend zuvor zusammen. Aber nicht für eine Konferenz mit 1.000 und mehr Besuchern. Ich hoffe, die bekommen da kein Geld für.</p>
<p>Lediglich drei von mir besuchte Panels seien positiv hervorgehoben: Zum einen war da der sehr interessante Beitrag <a href="http://programm.re-publica.de/2009/events/419.de.html">„Social everywhere &#8211; wie das Web 2.0 die Unternehmen erobert“ vom IBM&#8217;ler Peter Schuett</a>. Der referierte darüber, wie IBM Social Media-Aspekte im Bereich der Mitarbeiter-Kommunikation nutzt. Hier fühlte ich mich als Geschäftsführer von code-x in vielerlei Hinsicht bestätigt. So hatte ich zwar wieder nichts gelernt (eventuell noch, dass etwas, das bei uns „Mitarbeiter-Workshop“ heißt, bei IBM den Titel „Innovation Jam“ trägt), aber wenigstens fühlte mich ein wenig mehr dazugehörig.</p>
<p>Das zweite sehenswerte Panel war <a href="http://programm.re-publica.de/2009/events/289.de.html">„Die sieben Todsünden im Blog-Design“ von Gerrit van Akken</a>. Gerrit machte sich gar nicht die Mühe, in belehrende Design-Diskurse zu verfallen. Vielmehr machte er, am Beispiel der sieben biblischen Todsünden, häufig gemachte Design-Fehler sichtbar. Ohne den Finger zu heben. Das war zwar auch nicht lehhreich, aber unterhaltsam. Das ich wiederum durch ein Fingerheber ein Buch gewann, sei nur am Rande erwähnte.</p>
<p>(<a href="http://praegnanz.de/weblog/kritik-an-der-republica-09">Gerrit hat übrigens auch über die re:publica gebloggt</a> und ergänzt ziemlich genau meine Meinung.)</p>
<p>Das letzte auszuzeichnende Panel besuchten wir an Tag 3. Es war auch zugleich das einzig wirklich lehrreiche: <a href="http://programm.re-publica.de/2009/events/321.de.html">„Verhaltensänderung speichern? Wie persuasives Webdesign uns beeinflusst und wie wir es nutzen können” von Sebastian Deterding</a>. Er berichtete darüber, dass wir den Schritt von der Usabiliy hin zum persuasiven Design machen müssen. Also weg davon, die Web-Interfaces so zu gestalten, dass sie leicht zu bedienen sind, sondern dahin, dass die Besucher sie bedienen <strong>wollen</strong>. Das war schön aufbereitet und inhaltlich interessant. Da hätte ich gerne noch zwei Stunden zugehört. Doch leider war nach 60 Minuten die Zeit abgelaufen. Die kommentierten Slides kann man sich auf <a href="http://www.slideshare.net/dings/verhaltensnderung-speichern-ber-persuasives-webdesign">slideshare</a> anschauen.</p>
<p>Und die re:publica für mich damit zuende.</p>
<h2>„Machen” ist das neue meckern &#8230;</h2>
<p><strong>Ich ging wie Anfangs erwähnt: Ernüchtert. Darüber, keine wesentlichen Impulse mitgenommen zu haben. Aber auch darüber, eventuell bereits alles richtig zu machen. Denn Niggemeier hat recht: Es geht ums „machen”, nicht ums übers „machen“ reden. Und das war schon immer irgendwie mein Credo.</strong></p>
<p>Ob ich 2010 wieder hinfahre? Ich denke ja. Schon alleine, weil Berlin und ich uns ineinander verliebt haben. Und eines muss man auch zugeben: Bislang war die re:publica das Treffen einer gesellschafttlichen Randgruppe. Die 09er war wohl der erste Versuch, das ganze größer aufzuziehen, professioneller. So war ich vielleicht doch dabei, als Shift happente. Aber mehr im Hinblick auf die re:publica an sich, als denn, worum sie sich drehte. Und eines muss man zugeben: Abgesehen vom fehlenden WLAN kann man niemanden wirklich etwas vorwerfen. Die Organisation lief so reibungslos, dass einem normalen Besucher wie mir, keine Störungen auffielen. Und wer, wie ich, an den Beiträgen rummäkelt, der ist ja dank der offenen Ausrichtung der Szene aufgerufen, es besser zu machen. Ich denke drüber nach. Für 2010.</p>
<p>Und wenn ich letztlich etwas positives mitgenommen habe, dann das gute Gefühl, dass da draußen in der Blogosphäre die Luft auch nicht dünner ist als hier. Soll heißen: Wer sich die Mühe macht, eigenen und relevanten Content für seine Zielgruppe zu liefern, der steht nicht schlechter da, als die selbst ernannten Altvorderen. Also: Macht mal Twitter aus und bloggt mal wieder. Denn das macht immer noch viel mehr Spaß als irgendwas.</p>
<p>(Ach, eins noch: <a href="http://www.doyoupoken.com">Poken</a> wurden auch verteilt. Das ist mal ein Käse!)</p>
<div id="attachment_1961" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/04/dsc_1780.jpg" rel="shadowbox[post-1952];player=img;"><img class="size-full wp-image-1961" title="dsc_1780" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/04/dsc_1780.jpg" alt="dsc_1780" width="500" height="335" /></a><p class="wp-caption-text">Sonnenuntergang über Berlin.</p></div>
<p>Am Ende der drei Tage genoss ich noch ein wenig Berlin, machte einen <a href="http://www.rosislam.de/">zweiten Platz beim Poetry Slam im Rosis</a> und ließ mich <a href="http://berlinernachttaxe.de/">von Michael Kessler in seiner Nachttaxe durch Berlin kutschieren</a>. Aber das ist genug Material für einen eigenen Blog-Artikel.</p>
<p>Demnächst hier, ganz unprätentios und selbst gemacht, bei den Blogboys.</p>


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		<title>Was ist ein Nerd?</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Apr 2009 17:56:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rouven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Mario Sixtus a.k.a. "Der elektrische Reporter" stellt sich bereits seit langem Fragen über das Internet und moderne Medien.

<h2>Verwandte Beiträge:</h2><ol><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/01/23/globales/hail-to-the-nerd.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Hail to the Nerd!'>Hail to the Nerd!</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/03/31/allgemeines/blogboys-auf-der-republica-tag-0.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Blogboys auf der re:publica (Tag 0)'>Blogboys auf der re:publica (Tag 0)</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/03/13/allgemeines/das-netz-nervt-mich.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Das Netz nervt. Mich.'>Das Netz nervt. Mich.</a></li></ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mario Sixtus a.k.a. &#8220;Der elektrische Reporter&#8221; stellt sich bereits seit langem Fragen über das Internet und moderne Medien. Neuerdings tut er dies mit Unterstützung des ZDFs und des Handelsblatts. <a href="http://www.elektrischer-reporter.de/elr/video/115/">In seiner neuesten Ausgabe</a> beschäftigt er sich mit dem Nerd, was das eigentlich ist und was diese Leute tun. Eventuell hat sich das der ein oder die andere BloggerIn bereits gefragt, auch ob er oder sie selbst zu den Nerds zählt. Viele Experten &#8211; u.a. unser Padeluun vom Bielefelder <a href="http://www.foebud.org/">FoeBuD</a> &#8211; kommen im neuen Beitrag des E-Reporters zur Sprache und zu dem Schluss: Es gab Nerds schon immer und sie sollten öfter Gehör finden.</p>
<blockquote><p>Nerds sind das wandelnde Klischee des gesellschaftlichen Außenseiters: schüchtern und unattraktiv verbringen sie die meiste Zeit vor ihrem Computer und pflegen soziale Kontakte allerhöchstens über die Tastatur. Doch die vermeintlichen Außenseiter haben der Gesellschaft längst ihren Stempel aufgedrückt. Von der E-Mail-Kultur bis zur Wikipedia: Das digitale Zeitalter ruht auf einem Nerd-gebauten Fundament. Der Elektrische Reporter begibt sich auf die Suche nach der Subkultur der Technophilen &#8211; und stellt die Frage, ob wir im Gleichschritt mit der Verbreitung des Internets nicht alle irgendwie zu Nerds werden.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.elektrischer-reporter.de/elr/video/115/">Link zum Video</a></p>
<p>(<a href="http://www.flickr.com/photos/willsisti/411974911/">Vorschaubild</a>: <a href="http://www.flickr.com/photos/willsisti/">Flyinace2000</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en">Lizenz</a>)</p>


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		<title>Blogboys auf der re:publica (Tag 0)</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 19:51:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus.freise</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>

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		<description><![CDATA[Markus und Mischa tummeln sich ab Mittwoch auf der re:publica, da wo Nerds und Publizisten kuscheln, und sind ganz aufgeregt.

<h2>Verwandte Beiträge:</h2><ol><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/04/06/allgemeines/republica-09-wars-das.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: re:publica 09 &#8230; War&#8217;s das?'>re:publica 09 &#8230; War&#8217;s das?</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/03/13/allgemeines/das-netz-nervt-mich.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Das Netz nervt. Mich.'>Das Netz nervt. Mich.</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/02/13/featured/mischa-bei-thalia.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Mischa bei Thalia'>Mischa bei Thalia</a></li></ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch, wenn es in den vergangenen Wochen hier etwas ruhiger zuging (das wird besser, versprochen!): Die Blogboys leben und sind gewillt, gute Blogger zu sein. Ja, sogar: Sich einen Namen in der Szene zu machen mit Qualitätsblogging fernab von Reblogging.</p>
<p>So ist es selbstverständlich, dass wir uns auf den Weg nach Berlin machen, um der <a href="http://www.re-publica.de/09/">re:publica, dem Blogger-Treffen</a> schlechthin unseren Stempel aufzudrücken oder uns mal ordentlich stempeln zu lassen. Als Botschafter der Blogboys fungieren hier der Mischa und der Markus, die ab morgen früh 10 Uhr auf der re:publica sehen, was die Szene so treibt und antreibt. Es ist unser erstes Mal und wir sind mächtig aufgeregt. Schließlich werden da die ganzen wichtigen Blogger sein. Und die, die sich für wichtig halten. Mal schauen, wie wichtig die in echt sind.</p>
<p>Aber wir sind auch aufgeregt, weil das <a href="http://programm.re-publica.de/2009/index.de.html">Programm der re:publica</a> einige wirklich spannende Theme beinhaltet.</p>
<p>Treffen werden wir da aus dem Dunstkreis der Blogboys sicherlich <a href="http://www.spitblog.de/">Lars Reineke aka spitblog</a> und <a href="http://www.agenturblog.de/">Oliver Wagner aka agenturblog</a>. Wer ist noch da? Postet uns die Kommentare voll und trefft uns auf ein Bier.</p>
<h2>Wir sind dabei, damit auch Ihr dabei sein könnt. So:</h2>
<p>Erwartet also ab morgen hier Eindrücke, Abdrücke und Meinungen zum nerdigsten Ereignissen, dass jemals über die Publizisten dieser Republik hereingebrochen ist.</p>
<p>Und natürlich wären wir völlig fehl am Platz der re:publica, wenn nicht auch Twitter glühen würde. Mischa wie immer als <a href="http://twitter.com/gibraltarjunge">gibraltarjunge</a> und ich mit meinem Account <a href="http://twitter.com/markusfreise">markusfreise</a>. Der offizielle Hashtag der re:publica ist übrigens <a href="http://search.twitter.com/search?q=%23rp09">#rp09</a>.</p>
<p>Fotos poste ich in meinem <a href="http://www.flickr.com/photos/markusfreise/">Flickr-Account</a> im Album <a href="http://www.flickr.com/photos/markusfreise/sets/72157616096937343/">re:publica 09</a>.</p>
<p>(Wer in Berlin ist und noch eine Abendveranstaltung sucht, auf der <a href="http://www.re-publica.de/09/2009/03/24/republica-party-mit-dem-schwule-madchen-soundsystem-aka-fettes-brot/">keine altgedienten Hamburger rappen</a>, kann am 1.4. gerne zur <a href="http://www.agenturblog.de/">Lesebühne Berliner Wald</a> kommen. Da sind Mischa und ich als Gast geladen. Oder am Freitag, den 3.4. ins <a href="http://www.rosislam.de/">Rosis zum Rosi&#8217;Slam</a>. Da ist Mischa Featured Poet und ich im Starterfeld. (Hey! Lars! Mach doch auch mit!))</p>


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		<title>Das Netz nervt. Mich.</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Mar 2009 22:40:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus.freise</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Die Boys]]></category>
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		<category><![CDATA[Revolution]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie soll man als Informations-Junkie bei den ganzen Content-Posern noch seine Droge finden? Ein Frust-Report.

<h2>Verwandte Beiträge:</h2><ol><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/08/16/allgemeines/das-unsagliche-spiegel-netz-ohne-grenzen.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Das unsägliche Spiegel-&#8221;Netz ohne Grenzen&#8221;'>Das unsägliche Spiegel-&#8221;Netz ohne Grenzen&#8221;</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/03/31/allgemeines/blogboys-auf-der-republica-tag-0.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Blogboys auf der re:publica (Tag 0)'>Blogboys auf der re:publica (Tag 0)</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/04/06/allgemeines/republica-09-wars-das.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: re:publica 09 &#8230; War&#8217;s das?'>re:publica 09 &#8230; War&#8217;s das?</a></li></ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ist das überhaupt irgendwem außer mir aufgefallen, dass mein letzter Beitrag „<a href="http://www.blogboys.de/2009/02/23/featured/the-pac-man-dossier.html">The Pac-Man Dossier</a>” fast einen Monat alt ist? So eine Zeitspanne habe ich noch nie zwischen zwei Beiträgen verstreichen lassen. Warum nun?</p>
<p>Ich könnte behaupten, dass mein Real Life-Job mich voll in Beschlag nimmt, ich könnte sagen, ich bin Familienvater, ich könnte sagen, ich arbeite noch immer an meinem nächsten Buch. Das alles stimmt. Aber das alles stimmte auch in den Zeiten, in denen ich bis zu drei Beiträge pro Tag herausgehauen habe. Also kann es das im Prinzip nicht sein. Es ist viel schlimmer.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Das Netz nervt. Mich.</strong></p>
<p>Buchse runter: Ich bin ein Junkie. Ein Informations-Junkie. Egal wo ich gehe und stehe: Ich sauge Informationen auf wie ein Schwamm gutes altes Wasser: Im Netz, unterwegs mit dem iPhone, morgens die NW. Es vergeht kein Einkauf ohne mindestens ein Magazin zu kaufen. Vom Spiegel bis zur GEE. Die Bandbreit ist vielfältig. So bin ich aufgewachsen. Das habe ich mir angeeignet. Ich liebe Informationen. Ja. Ich möchte sagen: Ich bin ein Informations-Liebhaber.</p>
<p>So war die Geburt des Web 2.0 für mich eine Offenbarung: Der Welt, jedem einzelnen Hans Dampf in allen Gassen, standen auf einmal Methoden zur Verfügung, Informationen die er hat zu publizieren. Endlich würde das nicht mehr einer Publizisten-Elite überlassen. Die Revolution war da.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Der Fisch stinkt vom Kopf her.</strong></p>
<p>Die Revolution ist gescheitert. (<a href="http://informationarchitects.jp/data-gourmet/">Dazu auch sehr lesenswert ein Artikel bei den Information Architects „Data Gourmet“</a>.) Einmal mehr an den Revoluzzern, den Bloggern. Vor der Demokratisierung der Information war es so, dass derjenige das Feld anführte, der eine Information als erstes publizierte. Also schickten sich die Redaktionen an, ihre besten Leute loszuschicken. Investigativ zu recherchieren. Zu bohren und zu stochern. Solange, bis sie eine Information ausgruben, die niemand anders haben würde. Um sie dann zu publizieren. In einem Magazin, einer Zeitung.</p>
<p>Magazine und Zeitungen brachten den Umstand mit sich, dass sie in einem fest gelegten Abstand von Zeit erschienen. Mindestens innerhalb von 24 Stunden. Das ließ Zeit: Ergab sich eine Story, hatte ein Redakteuer im Idealfall 24 Stunden Zeit zu recherchieren, wenn es mal flott gehen musste wenigstens einige Stunden. In dieser Zeit konnte er an Informationen kommen, die niemand anders würde haben können. Er wäre am nächsten Morgen der King. Er wäre es, der dafür sorgen würde, dass seine Zeitung sich am Kiosk verkaufen würde, während die anderen wie Eisenplatten in den Ablagen würden liegen bleiben.</p>
<p>An diesem Differenzierungs-Merkmal hat sich wenig geändert. Noch immer gilt es: Wer als erster ein Information heraushaut ist vorneweg. Wird zuerst gelesen. Wird im Feed-Reader aufgenommen. Bekommt Impressions. Holt sich eine goldene Nase via AdSense. Oder das Elixier eines jeden Bloggers: Die meisten Kommentare. Er wird gebacktracked als gäbe es kein Morgen und verlinkt, als wäre sein Blog das Zentrum aller Virtualität. Alles, was er dafür tun muss ist: Schnell sein. Schneller als die anderen.</p>
<p>Nun bringt es die Web-Technologie mit sich, dass eine Information nicht erst gesetzt, gedruckt und ausgeliefert werden muss. Was geschrieben ist, ist innerhalb von Augenblicken verfügbar. Es gilt also keine Zeit zu verlieren. Wenn eine Info aufschlägt, muss sie publiziert werden. Sofort! Vor allen anderen. Eine Recherche findet also selten statt. Und wenn dann meist sehr oberflächlich. Google. Wikipedia. Das muss genügen. Es ist keine Zeit.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Schlimmer noch: Es fehlt sogar die Zeit zur Reflektion. Zur Meinungsbildung.</strong></p>
<p>Denn ein wesentlicher Aspekt des Bloggens ist nicht nur das Verbreiten von Informationen sondern auch deren subjektive Auslegung. Wenn eine Information da ist, muss sie schnell ins Netz. Aber vorher muss sie noch eben schnell mit einer Meinung hinterlegt werden. Nehmen wir ein einfaches Beispiel einer Meldung, auf die ich via den Fünf Filmfreunden gestoßen bin:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://io9.com/5169241/it-gets-remade-causing-millions-to-go-without-showering"><strong>Das Buch „Es“ von Stephen King wird neu verfilmt.</strong></a></p>
<p style="text-align: center;">(Hurra! Eins meiner Lieblingsbücher bekommt eine zweite Chance!)</p>
<p>Das, was uns <a href="http://io9.com/">i09</a> da liefert, ist prinzipiell erst einmal eine einfache Information, die für jeden Film-Interessierten von Belang sein kann. Nun wird diese Information vom Blog io9 gepostet. Leider ist es aber so, dass diese Information so gerade den Sprung über die Gerüchte-Mauer schafft und somit nur wenige Details vorliegen. Es ist gerade einmal bekannt, wer das Ding produziert. Mehr nicht. Was also tun? io9 tut das, was so viele so häufig tun: Sie nehmen das wenige was sie haben und bilden sich eine totale überflüssige Meinung, die keine ist. Sie strapazieren den Freund des Unwissenden. Sie flirten mit der Geliebten der BILD-Zeitung. Der Hure des Trash-Journalismus: <strong>Dem Konjunktiv.</strong></p>
<blockquote><p>„This movie <strong>could</strong> fall flat on its face if this role is miscast. I&#8217;m not sure who <strong>could</strong> fill Curry&#8217;s clown shoes, but if done correctly there should be a mass switchover from showers to baths and I <strong>may</strong> never sleep again.“<em> io9, <a href="http://io9.com/5169241/it-gets-remade-causing-millions-to-go-without-showering">IT Gets Remade, Causing Millions To Go Without Showering</a></em></p></blockquote>
<p>Diese Meinug ist so überflüssig wie ein vorzeitiger Samenerguss. Aber sie ist eben notwendig in einer Welt, in der nur der schnellste überlebt. io9 hat gar nicht die Chance, zu warten bis weitere Details über das Projekt vorliegen, die dazu dienen könnten eine konkrete Meinung zu haben. Vielleicht ist Heath Ledger ja gar nicht tot und spielt nach dem Joker nun eben noch Pennywise. Vielleicht aber macht auch Ben Stiller den Luftballon-Freak. Wer weiß? Keiner. Aber jeder hat eine Meinung zu diesem Unwissen.</p>
<p>Mit genausoviel Feuer werden Trailer von Filmen auseinandergenommen, die nur wenige Szenen zeigen („Das kann ja nichts werden.”), werden Bücher verrissen, von denen nur der Autor bekannt ist, wird Software bewertet, die man nur von Screenshots kennt. Alles, was bewertbar ist, wird bewertet. Zu jeder Zeit. Von jedem. Ganz gleich, wie wenig Wissen vorliegt. Es zählt nur die Meinung. Nur das Posten. Es wird nicht gefragt „Warum” sondern „Ob“ und die Antwort ist: „Flott!“.</p>
<p>Nico Brünjes karikiert dies Phänomen wunderbar in seinem Artikel „<a href="http://codecandies.de/2009/03/09/mal-ein-twitterartikel/#more-1946">Mal ein Twitterartikel</a>”: Ein Artikel, der nur ein Artikel sein will, weil ja auch Nico was zu Twitter sagen muss.</p>
<p>Und wer sogar dazu zu faul ist, sich eine Meinung zu bilden, der macht nichts anderes, als die Artikel von anderen zu verlinken. So zu tun, als wäre er Publizist in dem er einzelne Passagen quoted. Wer so etwas tut, der ist noch nicht einmal ein schlechter Publizist, der ist sogar nur Kopist. Und so gibt es mittlerweile dutzende von Blogs in Deutschland, die nichts anderes machen als sich gegenseitig zu referenzieren und damit in der Wechselwirkung obsolet zu machen. Prominenteste Beispiele sind <a href="http://www.nerdcore.de">Nerdcore</a> und <a href="http://www.i-jeriko.de/">I am Jeriko</a>. Hier geht es definitiv nur noch um die Masse an Informationen. Eine wirkliche Reflektion findet nicht statt. Sie wird auch in keinen neuen Kontext gestellt, wie wir es beispielsweise mit „Die besten Songs aller Zeit” probieren. Sie wird stumpf kopiert und oberflächlich kommentiert. Mehr geht nicht. Wie auch, wenn man gefühlte zehn Artikel am Tag posted? Diese Blogs zu konsumieren ist für einen Informations-Junkie wie die gemütliche Zigarette des Rauchers draußen vor der Kneipe im strömenden Regen: Sie liefert die Befriedigung eines Bedürfnis, die genauso schnell verflogen ist, wie man durch die Tür wieder in den Laden gehen kann.</p>
<p>Was bleibt von der Revolution? Ein riesiger Sumpf an Nicht-Informationen von einem Haufen Info-Narzissten. Und uns Informations-Junkies bleibt nichts anderes, als durchzuwaten, auf der Suche nach unseren Oasen des gekonnten Journalismus mit durchdachten Artikeln, eigenem Content und konkreten Meinungen wie das <a href="http://www.agenturblog.de">agenturblog</a>, <a href="http://parkablogs.com">Parka Blogs</a>, <a href="http://www.43folders.com/">43 Folders</a> oder <a href="http://www.alistapart.com/">A List Apart</a> tun. Die bloggen nur alle paar Tage, manchmal sogar Wochen. Dann aber richtig. Diesem Anspruch möchte ich mich nun anschließen. Also: Erwartet gerne weiterhin meine Postings hier. Jedoch in deutlich größeren Abständen als in der Vergangenheit.</p>
<p>Denn das Netz ist nur ein Medium und kein Zweck. Aber solange es das bleibt, nervt es weiter.</p>


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		<title>Beleidigt vom Nobelpreisträger</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2009/03/10/kultur/beleidigt-vom-nobelpreistrager.html</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Mar 2009 22:33:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rouven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturbetrieb]]></category>
		<category><![CDATA[Prominente]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[Inzwischen habe ich bereits in so einigen Wohngemeinschaften gelebt und darunter war auch manche spannende Konstellation von Bewohnern zu verbuchen

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			<content:encoded><![CDATA[<p><center><img src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/03/2299661653_b1c15b4a4a.jpg" alt="2299661653_b1c15b4a4a" title="" width="500" height="328" class="alignnone size-full wp-image-1863" /></center></p>
<p><strong>Inzwischen habe ich bereits in so einigen Wohngemeinschaften gelebt und darunter war auch manche spannende Konstellation von Bewohnern zu verbuchen, mit reichlich skurrilen Situationen und Erzählstoff für Äonen. Aber einmal abgesehen vom Leben miteinander werden Leute in der Regel auch von anderen Menschen besucht, die wiederum ebenfalls viele Geschichten im Repertoire besitzen.</strong></p>
<p>So bekam zum Beispiel mein früherer Mitbewohner Mark in einer meiner WGs in meiner regionalen Zwischenstation Minden eines Tages Aufwartung von seinen Eltern. Inzwischen wesentlich reicher an Lebenserfahrung als wir, glänzten die Augen seiner Mutter, als sie von ihrer Zeit als Lektorin bei einem Verlag erzählte. Sie betreute offenbar Schriftsteller auf ihren Lesereisen, sorgte für deren Hotelunterkunft, das Essen und alles Weitere. Einst musste sie Günter Grass wegen einer Kleinigkeit erzürnt haben. Was der Grund für seine Zerknirschung war, verriet sie nicht, aber sie freute sich diebisch, als sie erzählte, wie er sie am Telefon deshalb beleidigte, dabei die Worte „<em>Sie eingebildete Verlagsfotze</em>“ verwendete und daraufhin den Hörer auf die Gabel warf.</p>
<p>Einen Literaturnobelpreisträger nicht nur auf sich aufmerksam zu machen, sondern ihn darüber hinaus derart emotional aufzubringen, dass er solche drastischen Begriffe in den Mund nimmt, das muss man erst einmal leisten. Auch mein Oberkörper würde sich wie derjenige von Marks Mutter vor Stolz im Sofa aufrichten, wenn ich derlei erzählen könnte.</p>
<p>Diese Anekdote hat meine Lesart von Grass aber keinster Weise verändert. Die paar (frühen) Romane von ihm, die ich kenne, habe ich noch immer als gut und angenehm in Erinnerung. Selbst wenn er ein aufbrausender Charakter sein sollte: Na und? In jedem ersten Germanistiksemester lernen die Studenten, dass die Person des Autors für das Werk nicht relevant zu sein hat. Und einmal davon abgesehen war die Geschichte der Frau Verlagsmama schließlich auch nur literarischer Gossip.</p>
<p>Es ist also nicht unbedingt statthaft, den Lifestyle des Schreibers bei der Bewertung von dessen Werk hinzuzuziehen. Aber mal zugegeben, es hat schon etwas boulevardesk-interessantes. </p>
<p>Anlässlich der Leipziger Buchmesse hatte sich <a href="http://www.faz.net/s/Rub642140C3F55544DE8A27F0BD6A3C808C/Doc~EB892DD60722A48D4BED979BBE41ADA79~ATpl~Ecommon~Sspezial.html">die Feuilletonredaktion der F.A.S. für das Experiment entschieden, einmal einige „Verrisse“ über Bestseller zu schreiben</a>, wohl wissend, dem „Verriss haftet immer etwas Peinliches an“. Diese Vorgabe muss ein wahres Fest für die Redakteure gewesen sein, denn die Artikel lesen sich allesamt unterhaltsam bissig-ironisch.</p>
<p>Bernhard Schlinks „Der Vorleser“ bekommt sein Fett weg („Ein Buch wie eine Kotztüte. Man weiß, was kommt.“), Gabriel García Márquez „Hundert Jahre Einsamkeit“ wird zu Recht (!) zerpflückt. „Nathan der Weise“, „Der Steppenwolf“, „Die Vermessung der Welt“: Vor nichts wird Halt gemacht. Bei Aldous Huxleys „Schöne neue Welt“ wird der Autor des Artikels dann gar persönlich.</p>
<blockquote><p>
In Huxleys Albtraum gehen alle mit allen ins Bett und betäuben sich mit Rauschgift. Er selber aber hat, das ist das Lustigste, durchaus mit anderen Gelangweilten rumgemacht, wo er konnte, und fraß alle Drogen, die er kennenlernen durfte.</p></blockquote>
<p>Alle diese böswilligen Kritiken machen Spaß, sie zu lesen, man merkt, wie sich dort eine Redaktion an Büchern austobt, die sie seit jeher genervt haben. Das ist unterhaltsam und man weiß: Ist ja eh nicht so gemeint. In diesem Kontext darf auch einmal der Schriftsteller selbst dran glauben. „Schöne neue Welt“ habe ich als gruselige Dystopie gelesen und währenddessen nichts von Huxleys Drogenkonsum gemerkt.</p>
<p>Die Bücher dieses speziellen Literaturteils haben es auch nicht länger nötig, kritisiert zu werden. So oder so sind sie bereits Verkaufsschlager und teilweise sogar Klassiker. Für diejenigen, die noch bekannt werden müssen, sind die Verlage dankbar um jede erhitzte Debatte, allein, um im Gerede zu sein.<br />
Wenn es den Verkaufszahlen förderlich ist, dann kann es dem Vertrieb eines Buchs nur recht sein, die besonders schillernde Figur des Autors zu lancieren. Mensch, was der Typ wohl so schreibt? Muss ich kaufen!</p>
<p>Und mir fällt soeben auf, dass ich nicht mehr weiß, worauf ich hinaus wollte. Ich habe den roten Faden verloren und habe nach diesem Exkurs den Eindruck, mir würde sowieso niemand mehr glauben, dass sich gut zwischen Werk und Leben trennen ließe.</p>
<p>Aber wenn Ihr mir das nicht mehr abkauft, dann könnte ich auch ein bisschen aus dem Bielefelder Literaturuntergrunds-Nähkästchen plaudern. Vorausgesetzt natürlich, Ihr lest und kauft danach mehr von uns. Will jemand wissen, was Mischa seinen Verlagsbetreuern telefonisch an den Kopf wirft? Oder wie viel Zitronenlimonade wir konsumieren?</p>
<p>(<a href="http://www.flickr.com/photos/24258698@N04/2299661653/">Foto</a>: <a href="http://www.flickr.com/photos/24258698@N04/">andronicusmax</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en">Lizenz</a>)</p>
<p><img src="http://vg01.met.vgwort.de/na/ca5da4d279474252b31821292124083e" width="1" height="1" alt=""/></p>


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		<title>Mischa bei Thalia</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 23:11:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus.freise</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Die Boys]]></category>
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		<description><![CDATA[Mischa hat sein neues Buch in Bielefeld vorgestellt. Wir waren natürlich dabei. Hier unsere Eindrücke und Bilder ... und zu gewinnen gibt es auch was.

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht jedes Heimspiel in Bielefeld geht so fulminant zuende wie das von unserem Mischa bei der heimatlichen Niederlassung der Buchhandelskette Thalia in der Bahnhofstraße. Nach <a href="http://lockesantacruz.wordpress.com/2009/01/31/es-ist-da-baby/">der offiziellen Premiere in Hamburg</a> und einigen Auftritten in der <a href="http://lockesantacruz.wordpress.com/2009/02/12/koln-raketenclub-1122009/">Ferne</a> war es nun also dran, sein Buch „<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3551682143?ie=UTF8&amp;tag=markus0b&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3551682143">Das Leben ist keine Waldorfschule</a>“ vor seinem Volk vorzustellen.</p>
<p>Stuhlreihen waren im Obergeschoss aufgestellt, dort wo sonst Geeks in Computerbüchern und Gottesanbeter in der Theologie-Abteilung schmökern. Eine kleine Bühne am Kopfende, ein Mikrofon und kein Tisch. Der Autor würde im stehen lesen. Das hatten die üblichen Buchhandlungs-Lesungs-Besucher so vermutlich eher selten gesehen. Zur Versöhnung gab es wenigsten ein Glas Wasser statt eines Slammer-Bieres.</p>
<p><a href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/02/dsc_0623.jpg" rel="shadowbox[post-1660];player=img;"><img class="alignnone size-large wp-image-1662" title="dsc_0623" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/02/dsc_0623-560x374.jpg" alt="dsc_0623" width="560" height="374" /></a></p>
<p>Die Lesung an sich war ganz Mischa: Äußerst souverän, kleine Anekdötchen und mit seinem unverwechselbarem Charme kredenzte er acht Texte aus den im Buch befindlichen 21. Über Klassiker wie Slayer und Helga, das Goldstück „Polnische Hochzeit“, das Ekelding „Vorhautverengung“ (Mischa, wir warten auf „Vorortverengung“!) oder das mir neue „Drüben“. Alles prima Texte. Alles Mischa.</p>
<p>Am Ende bildeten sich Schlangen beim Signieren. Es gingen gefühlte 1.000 Bücher über die Ladentheke und Mischas Show-Kollegin Forsi präsentierte mit Anhang die erste offizielle Mischa-Merchandise Serie mit Artikeln wie dem „Mischa-String-Tanga“ oder der „Mischa Klobürste“.</p>
<p>Bilder davon, aber auch vom Rest des Abends <a href="http://www.flickr.com/photos/markusfreise/sets/72157613702774057/">in meinem Flickr-Stream</a>.</p>
<p><strong>Ach? Und Du hast das Buch noch nicht? Dann schäm dich erst und dann schreib in genau 21 Worten in die Kommentare dafür eine gute Begründung. Unter allen Teilnehmern verlosen wir nämlich genau einmal Mischas Buch. Wir sind gespannt auf Eure Ausreden.</strong></p>


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		<title>Zeigt her: Eure Schuhe.</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 15:10:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus.freise</dc:creator>
				<category><![CDATA[Globales]]></category>
		<category><![CDATA[Erkenntnise]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein sehr beeindruckendes Video über das elendige Ende der Wertschöpfungskette bei Kleidung am Beispiel von Schuhen.

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein sehr beeindruckendes Video über das elendige Ende der Wertschöpfungskette bei Kleidung am Beispiel von Schuhen.</p>


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		<title>Randale mit Harald</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2009/02/03/bielefeld/randale-mit-harald.html</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Feb 2009 21:44:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rouven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bielefeld]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[YouTube]]></category>

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		<description><![CDATA[Ungefähr vor einem dreiviertel Jahr haben wir  - damals noch im Sparrenblog - ein paar knallharte GangstaRapper mit ihrer Ode an Bielefeld präsentiert.

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ungefähr vor einem dreiviertel Jahr haben wir  &#8211; damals noch im Sparrenblog &#8211; ein paar knallharte (<a href="http://sparrenblog.twoday.net/stories/4922588/">siehe hier</a>) GangstaRapper mit ihrer Ode an Bielefeld präsentiert.</p>
<p>Doch im Nachhinein ist uns dann aufgefallen, dass die Stadt noch viel mehr an hochqualitativer Musik zu bieten hat. Um dem Vorwurf der Einseitigkeit zu entgehen, zeigen wir Euch daher auch Preziosen anderer Genres, z.B. die Band Randale aus Olderdissen mit ihrem Kracher über Harald den Hardrockhasen!</p>
<p>Gitarren auf Kniehöhe!</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=iXnKkCtmB4U">direktharald</a></p>
<p>[<a href="http://tobi.weinhorst.de/2009/02/02/bielefelder-band-randale-und-ihr-hardrockhase-harald/">via</a>]</p>


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		<title>Comic und Musik Archiv</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2009/02/03/featured/comic-und-musik-archiv-shop-bielefeld.html</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Feb 2009 19:54:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus.freise</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Die Boys]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein wenig fühlt man sich an „Championship Vinyl“ aus Nick Hornbys „High Fidelity“ erinnert, wenn man das „Comic und Musik Archiv“ an der Herforder Straße in Bielefeld betritt. 

<h2>Verwandte Beiträge:</h2><ol><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/01/04/kultur/comic-rezensionen-auf-%e2%80%9ethe-last-voice%e2%80%9c.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Comic-Rezensionen auf „the last voice“'>Comic-Rezensionen auf „the last voice“</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/12/18/featured/ben-templesmith.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Ben Templesmith'>Ben Templesmith</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/01/17/kultur/das-leben-in-comics.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Das Leben in Comics'>Das Leben in Comics</a></li></ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein wenig fühlt man sich an <a href="http://www.youtube.com/watch?v=KGWBTsZQwZo">„Championship Vinyl“ aus Nick Hornbys „High Fidelity“</a> erinnert, wenn man das „Comic und Musik Archiv“ an der Herforder Straße in Bielefeld betritt. Irgendwie atmet dieser „Laden“ &#8211; ein Geschäft, dass diese Bezeichnung „Laden“ noch verdient &#8211; so etwas wie Leidenschaft und Hingabe für das, was dort geboten wird. Da steht man dann als Comic-Liebhaber inmitten dessen und freut sich drauf, in den hunderten Heften und Büchern zu stöbern. (Ich bin kein Music-Nerd. Deshalb lasse ich den Teil des Ladens zwischen „und“ und „Archiv“ in meiner Betrachtung außen vor.)</p>
<div id="attachment_1591" class="wp-caption alignnone" style="width: 570px"><a rel="attachment wp-att-1591" href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/02/img_07071.jpg"><img class="size-large wp-image-1591" title="Comic und Musik Archiv Bielefeld, der Comic-Shop" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/02/img_07071-560x422.jpg" alt="Comic und Musik Archiv Bielefeld, der Comic-Shop" width="560" height="422" /></a><p class="wp-caption-text">Comic und Musik Archiv Bielefeld, mein liebster Comic-Shop in Bielefeld</p></div>
<p>Ruhig weg geht es bei Horst Kempeni. Keine Hektik, wie in der Comic-Ecke im Bahnhofsshop. Kein „mal eben schnell“, wie in einem beliebigen Online-Shop. In meinem liebsten Bielefelder Comic-Laden kann man sich noch Zeit nehmen. Weil Zeit hier keine Rolle spielt. Auf meine Frage, wie lange er das schon macht, weiß Horst keine echte Antwort. „Kürzlich bekam ich von so einem Werbeartikler einen Kugelschreiber mit „25 Jahre Comic und Musik Archiv.” Keine Ahnung, woher er das wusste. Aber dann werden es wohl 25 Jahre sein.“ 25 Jahre die dem Comic-Liebhaber zu gute kommen: Wenn man mag, dann nimmt sich Inhaber Horst diese Zeit und berät einen sehr umfassend auf der Suche nach der passenden Lektüre. Denn so manchesmal ist man mit der Fülle an Publikationen ein wenig überfordert.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-1592" href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/02/img_07091.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-1592" title="img_07091" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/02/img_07091-560x420.jpg" alt="img_07091" width="560" height="420" /></a></p>
<p>„Mein Sortiment ist sehr breit aufgestellt. Vom Ralph Ruthe-Cartoon bis zur Graphic Novel bekommt man hier alles, was der Comic-Markt hergibt.“ Lediglich vermeintlich „anspruchsvolle“ Pädagogen-Comics sucht man vergeblich. „Die Leserschaft im Raum Bielefeld steht eher auf Mainstream. Heroes, Funnies. Auch wenn sich das über die Jahre geändert hat. Moderne Klassiker wie „Die Sache mit Sorge“, ein wunderschönes Heft über den Spion Richard Sorge, wären vor zehn Jahren noch unverkaufbar gewesen. Heute geht sowas sehr gut. “ Was sich auch an der Produktdarbietung widerspiegelt. Ein ganzer Tisch voll mit Graphic Novels jüngerem Datums: Berlin, Che, Die Entdeckung der Currywurst. Ich greife nach „Der erste Frühling“ Einer Roman-Adaption in Comic-Form. Das ist mir neu. Das ist spannend. Rezension folgt, sobald ich mit Band 3 der „DMZ“-Reihe durch bin.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-1593" href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/02/img_07101.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-1593" title="img_07101" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/02/img_07101-560x420.jpg" alt="img_07101" width="560" height="420" /></a></p>
<p><a rel="attachment wp-att-1594" href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/02/img_07111.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-1594" title="img_07111" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/02/img_07111-560x420.jpg" alt="img_07111" width="560" height="420" /></a></p>
<p>Ich gebe gegenüber meinem „Dealer“ unumwunden zu, dass ich versucht war, mir diesen aus Zeitmangel bei amazon.de zu kaufen. Warum denn er nicht auch im Netz verkauft, will ich wissen: „Das habe ich mal gemacht. Aber das rechnet sich nicht. Gegen die großen Börsen wie eBay und amazon ist es schwer. Also müsste man mit einer Backlist antreten. Aber da fehlt das Lager und man muss schon eine Menge Ware vorhalten. Doch irgendwie ist zwischen Hannover und Dortmund sammelfreie Zone. Da geht eher die Neuware.”</p>
<p>Das ist auch nicht so tragisch. Denn beim Comic-Kauf ist es fast unabdinger, das Heft oder Buch mal in die Hand zu nehmen und drin zu blättern. Sich im besten Sinne ein Bild vom Gesamtwerk zu machen. Das kann das Netz &#8211; noch &#8211; nicht in dieser Form.</p>
<p>Und auch, wenn der Fokus im „Comic und Musik Archiv“ auf der Neuware liegt: Dennoch lohnt es auch als Sammler, mal bei Horst vorbeizuschauen. Kistenweise findet man alte Comics und Magazine. Dass er die ebenso nicht im Netz listet ist auch schnell beantwortet: „Dann bräuchte ich bald nichts anderes mehr machen. Da wird man schnell zum Excel-Romantiker.“</p>
<p><a rel="attachment wp-att-1595" href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/02/img_07121.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-1595" title="img_07121" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/02/img_07121-560x420.jpg" alt="img_07121" width="560" height="420" /></a></p>
<p>Recht hat er. Und außerdem geht wohl nichts dagegen, sich einfach mal eine Stunde Zeit zu nehmen und bei Horst an der Herforder Straße vorbeizuschauen und abzutauchen in die Comics. Denn das sind ja irgendwie die neuen Romane.</p>
<p><strong>Comic und Musik Archiv</strong><br />
Herforder Straße 210<br />
33609 Bielefeld<br />
Telefon: 0521 320413</p>


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		<title>Boogie: Beeindruckende, beklemmende Fotografien</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2009/01/23/globales/boogie-beeindruckende-fotos.html</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 10:11:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus.freise</dc:creator>
				<category><![CDATA[Globales]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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		<description><![CDATA[Via „I am Jeriko“ bin ich auf das Portfolio des Fotografen „Boogie“ gestoßen, der Fotos macht, die man so selten sieht. 

<h2>Verwandte Beiträge:</h2><ol><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/12/10/kultur/fotos-aus-und-uber-bielefeld.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Fotos aus und über Bielefeld'>Fotos aus und über Bielefeld</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/12/05/allgemeines/photocase-stiehlt-mein-geld.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Photocase stiehlt mein Geld'>Photocase stiehlt mein Geld</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/11/12/kultur/lebende-tote-promis-und-politiker.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Lebende tote Promis und Politiker'>Lebende tote Promis und Politiker</a></li></ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.i-jeriko.de/2009/01/23/boogie/">Via „I am Jeriko“</a> bin ich auf <a href="http://www.artcoup.com/">das Portfolio des Fotografen „Boogie“</a> gestoßen, der Fotos macht, die man so selten sieht. Von Drogenabhängigen, Skinheads, aus den Metropolen der Welt. Alles in Schwarz-Weiß und alles sehr beklemmend beeindruckend.</p>
<p><strong>Besonders ein Foto von einem Baby, dass von seiner Crack-süchtigen Mutter in einem Spülbecken gebadet wird &#8211; zu finden in der Kategorie „Drugs“ &#8211; hat mich innerlich verkrampfen lassen. Das ist so entsetzlich, das habe ich mich nicht getraut, als Beispiel zu nehmen.</strong></p>
<p>Stattdessen, dieses nicht weniger furchtbare Bild eines kleinen Jungen aus Istanbul, der mit einer Pistole spielt.</p>
<div id="attachment_1490" class="wp-caption alignnone" style="width: 580px"><a href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/01/boogie.jpg" rel="shadowbox[post-1489];player=img;"><img class="size-full wp-image-1490" title="boogie" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/01/boogie.jpg" alt="boogie" width="570" height="378" /></a><p class="wp-caption-text">Original Bildzeile: „Kid playing with a gun in Zeytinburnu, a predominantly Kurdish and Arabic neighbourhood, 2007.“</p></div>


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		<title>Sensationeller Bericht vom Bunkerslam Bielefeld</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2009/01/22/kultur/poetry-slam/sensationeller-bericht-vom-bunkerslam-bielefeld.html</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Jan 2009 15:15:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus.freise</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
		<category><![CDATA[Bielefeld]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Der gute Torsten Sträter hat in unserem Poetry-Forum einen sensationellen Bericht zum gestrigen Bunkerslam geschrieben,

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Der gute Torsten Sträter &#8211; mit einem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Torsten_Sträter">sehr übersichtlichen Wikipedia-Artikel</a> -  hat in unserem geliebten Live-Poetry-Forum <a href="http://www.grandslamaudio.de">www.grandslamaudio.de</a> einen sensationellen Bericht zum gestrigen Bunkerslam geschrieben, der mich noch mehr grämen lässt, nicht dort gewesen zu sein.</p>
<p>So schreibt er zum Beispiel über den guten Strauß:</p>
<blockquote><p>Er ist ein Cocktail aus Southpark-Kenny und Doktor Doom von den Fantastischen Vier, allerdings wenn diesen Cocktail ein Puffbesitzer mit Philosophiemagister aus Tijuana gemixt hätte, und auch dieser Puffbesitzer müsste dann nochmal mit etwas gemixt werden, was literarisch betrachtet erst mal jenseits des Erfahrbaren liegt, zumindest bis mans dann erfahren hat. Manche seiner Texte sind wie Einläufe, andere luftig, weitere entwaffnend bösartig, und meistens lacht man, und dafür sollte man sich zumindest gelegentlich schämen</p></blockquote>
<p><a href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/01/strauss.jpg" rel="shadowbox[post-1481];player=img;"><img class="alignnone size-full wp-image-1482" title="strauss" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/01/strauss.jpg" alt="strauss" width="570" height="379" /></a></p>
<p>Aber auch Blogboy Rouven wird erwähnt:</p>
<blockquote><p>Sonderpreis für Rouven: Schwarzes Langarmpolo in Strick zu körpernahem, schwarzen Kordsakko und Tuchhose. David-Lynch-haft.</p></blockquote>
<p>Ich denke, Rouven hat nichts dagegen in eine Ecke mit David Lynch gestellt zu werden.</p>
<p><a href="http://www.grandslamaudio.de/forum/viewtopic.php?p=13719#13719">Den ganzen Bericht, wie gesagt, auf GRANDSLAMAUDIO.</a> Schon alleine wegen der Schilderung der Anreise lesen.</p>
<p>P.S. Das Foto ist von sabo-tage, der <a href="http://www.flickr.com/photos/sabo-tage/tags/bunker/">ganz viele wundervolle Fotos vom Bunkerslam</a> &#8211; also: vom Highlander 2008, nicht von gestern &#8211; hat. Lizenz <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/deed.de">CC</a>.</p>


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