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	<title>Blogboys &#187; Geschichte</title>
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	<description>Vérollet . Ridder . Freise</description>
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		<title>The Pac-Man Dossier</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Feb 2009 08:48:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus.freise</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[Was dem einen Blog-Boy sein Mario Kart ist mir der Pac-Man. Und dass dies mehr ist als eine dumpfe Geisterhatz beweist ein wunderbares Dossier.

<h2>Verwandte Beiträge:</h2><ol><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/11/13/allgemeines/neues-leben.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Neues Leben'>Neues Leben</a></li></ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://lockesantacruz.wordpress.com/2009/02/22/omg-omg-omg111/">Was dem einen Blog-Boy sein Mario Kart</a> ist mir der <a href="http://www.klov.com/game_detail.php?letter=&amp;game_id=10816">Pac-Man</a>. Ich war 11 und bekam zu Weihnachten ein Atari VCS 2600 (Liebe Kinder, das ist sowas wie eine Playstation. Nur mit <a href="http://www.zock.com/8-Bit/D_VCS2600.HTML">Holz-Dekor</a> und ohne BluRay.) Damals gab es dass im <a href="http://www.electrobeans.de/archiv/2007/10/atari_vcs_2600_feiert_seinen_3.html">Bundle mit eben: Pac-Man</a>. Und so war Pac-Man mein erster Schritt in den Mainstream des Videospielens.</p>
<div id="attachment_1775" class="wp-caption alignnone" style="width: 570px"><a href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/02/3210068573_2e92d56e35_b.jpg" rel="shadowbox[post-1774];player=img;"><img class="size-full wp-image-1775" title="3210068573_2e92d56e35_b" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/02/3210068573_2e92d56e35_b.jpg" alt="3210068573_2e92d56e35_b" width="560" height="445" /></a><p class="wp-caption-text">Bild: Mykl Roventine, Flickr</p></div>
<p>Nicht nur, weil ich jung war, sondern auch naiv, habe ich immer geglaubt, die Gespenster würden mehr oder weniger stumpf hinter einem her bzw. von einem weg laufen. Dass es dafür einen ganz einfach Algorithmus gab. Schließlich reden wir hier von der Steinzeit des Videospielens. Letztlich war es ja schon eine Sensation, dass das Spiel in Farbe war.</p>
<p>Weit gefehlt.</p>
<p><a href="http://www.nerdcore.de/wp/2009/02/20/links-for-2009-02-20/">Via Nerdcore</a> bin ich auf <a href="http://home.comcast.net/~jpittman2/pacman/pacmandossier.html">„The Pac-Man Dossier“</a> gestoßen. Erst dachte ich noch: Wieder so ein nerdiger Nerdcore-Beitrag. So belanglos. Dann habe ich angefangen zu lesen und wusste: Ja, belanglos. Ja, nerdig. Aber sauinteressant. Ein Beispiel für die ausgeklügelte Mechanik des Spiels:</p>
<blockquote><p>„When the system forces the ghosts to reverse course, they do not necessarily change direction simultaneously; some ghosts may continue forward for a fraction of a second before turning around. The delay between when the system signals a reversal and when a ghost actually responds depends on how long it takes the ghost to enter the next game tile along its present course after the reversal signal is given (more on tiles in Chapter 3). Once the ghost enters a new tile, it will obey the reversal signal and turn around.” <a href="http://home.comcast.net/~jpittman2/pacman/pacmandossier.html">Jamey Pitman, The Pac-Man Dossier</a></p></blockquote>
<p>Seitdem schaue ich mit mehr Respekt auf Pac-Man und mit viel mehr Furcht auf die Gespenster. Die haben nämlich nicht nur Namen. Sondern auch so etwas wie eine „Seele“.</p>
<p>Jetzt stellt sich mir ernsthaft die Frage, ob ich die 4,99 Euro für die <a href="http://itunes.apple.com/WebObjects/MZStore.woa/wa/viewSoftware?id=281656475&amp;mt=8">iPhone-Version von Pac-Man</a> zahlen soll.</p>
<p>Es juckt mir ja in den Finger. So ganz nerdig.</p>
<p>Was meint Ihr?</p>


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		<title>The Ghosts of Abu Ghraib</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Feb 2009 19:31:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus.freise</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Globales]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine sehr sehenswerte Dokumentation über die Geschehnisse rund um das Gefängnis Abu Ghraib und den Schändungen die dort stattfanden.

<h2>Verwandte Beiträge:</h2><ol><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/01/20/globales/%e2%80%9ethats-trillion%e2%80%9c.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: „That&#8217;s Trillion!“'>„That&#8217;s Trillion!“</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/11/16/featured/not-quite-born-in-the-usa.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: (Not quite) born in the U.S.A.'>(Not quite) born in the U.S.A.</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/11/16/globales/lesenswert-1-sie-werden-angesprengt.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Lesenswert (1): Sie werden &#8220;angesprengt&#8221;'>Lesenswert (1): Sie werden &#8220;angesprengt&#8221;</a></li></ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>„There is no such thing, as a little bit of torture.“</p></blockquote>
<p>Dieser Satz hat sich bei mir ins Hirn gegraben. Gesagt wurde er in einer der ergreifendsten Dokumentationen, die ich seit langem gesehen habe und die man sich &#8211; vermutlich nicht ganz „okay“ &#8211; in voller Länge via GOOGLE-Video anschauen kann.</p>
<p><a href="http://video.google.de/videoplay?docid=-82848561528142057&amp;ei=HFegSbexKp-QiQLqq-CoBg&amp;q=ghosts+of+abu+ghraib">The Ghosts of Abu Ghraib auf GOOGLE-Video schauen</a></p>
<p>(Ich verzichte hier aus Copyright-Gründen auf eine Einbettung.)</p>
<p>Sie rekapituliert noch einmal die Ereignisse rund um die Folterungen und Schändung im Gefängnis Abu Ghraib durch amerikanische Soldaten. Dabei zeichnet sie ein sehr facettenreiches Bild: Erläutert, wie aus normalen Soldaten Folterer wurden, was in Abu Ghraib geschah und welche Anstrengungen unternommen wurden, es zu vertuschen. Dazu lässt sie nicht nur Experten und Historiker zu Wort kommen. Sondern auch Täter und Opfer. Es schnürt einem so manchesmal die Kehle zu. Aber man muss das schauen. Denn die wohl furchtbarste Botschaft des ganzen ist: Hätte es diese Fotos nicht gegeben, die von den Tätern persönlich gemacht und von einem mutigen Kameraden veröffentlicht wurden, hätte niemals jemand etwas davon erfahren. Und dennoch wäre es trotzdem geschehen.</p>
<p>So bleibt man zurück. Mit dem matten Gefühl, dass es vermutlich noch unzählige Abu Ghraibs mehr gab, gibt und immer geben wird. Dass „Menschenrechte“ ein Wohlstandsphänomen sind und spätestens mit der ersten Patrone, die in einem Krieg verschossen wird, zugrunde geht. Dass so etwas wie „Würde“ dann verloren geht, wenn jemand mit deinem Lebenswillen spielt wie mit einem Gummiball, den er gegen eine Wand wirft und den du versuchen sollst, mit den Füßen zu fangen. Dass es nur eines bedarf, um aus einem einfachen Menschen einen Folterer zu machen: Macht.</p>
<p>Jegliche Achtung geht den Bach runter, wenn Kinder und Mütter und Väter getrennt werden und Väter gefoltert und Söhne sterben, weil sie keine Antworten auf Fragen haben. Schlicht, weil sie unschuldig sind. Und immer wieder kommen einem diese zwei entsetzlichen Buchstaben in den Sinn, weil man weiß, bis dahin ist es nur ein kleiner Schritt: KZ.</p>


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		<title>Der Tag, an dem Geschichten geschrieben wurden.</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2009/01/20/featured/wo-warst-du-als-geschichte-geschrieben-wurde.html</link>
		<comments>http://www.blogboys.de/2009/01/20/featured/wo-warst-du-als-geschichte-geschrieben-wurde.html#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 22:36:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus.freise</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
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		<category><![CDATA[YouTube]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun ist es also vollbracht und der Mann ist also Präsident. Und wir waren mal wieder dabei, als Geschichte geschrieben wurde. Nur wo?

<h2>Verwandte Beiträge:</h2><ol><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/11/05/featured/obama.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Obama!'>Obama!</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/11/16/featured/not-quite-born-in-the-usa.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: (Not quite) born in the U.S.A.'>(Not quite) born in the U.S.A.</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/01/19/featured/george-w-bush-midnight-regulations.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Bush, Schlechtmensch bis zum Schluss'>Bush, Schlechtmensch bis zum Schluss</a></li></ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ist es also vollbracht und <a href="https://donate.barackobama.com/page/contribute/dnc08splashnd">der Mann</a> <a href="http://www.youtube.com/watch?v=m1Yff-_9MZs">ist also Präsident.</a> Das mag nicht für jeden wichtig sein und so mancher mag dem Hype sogar auf <a href="http://www.endeneu.de/yaube/2009/01/20/muss-ich/">unterstem</a> Niveau widerstehen &#8211; nur ein Nadelstich, lieber Sven <img src='http://www.blogboys.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  &#8211; aber ignorieren kann das keiner. Zumal wir uns sicher sein können, dass sich mehr ändern wird als nur die &#8211; nun wirklich sehr gelungene &#8211; <a href="http://www.whitehouse.gov/">Website des „Weißen Haus“</a>.</p>
<p>Nun waren wir also <a href="http://www.youtube.com/watch?v=HnbofkoUqm0">einmal</a> <a href="http://www.youtube.com/watch?v=KmDKhw5rWuE&amp;feature=PlayList&amp;p=A6431C0DFB2EFD5C&amp;playnext=1&amp;index=1">mehr</a> <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Hv9L53DiQTs">dabei</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=NDNZK5MiQ1A">wenn</a> <a href="http://www.youtube.com/watch?v=86MQSbZo28Y">Geschichte</a> geschrieben wurde, wir NEON-Generation, die in sich vereint, was vom „Kalten Krieg“ übrig und von Glasnost geprägt und von 9/11 zerschlagen wurde.</p>
<p>Nun lasst uns unsere Geschichten erzählen, wo wir waren und wie wir das am heutigen Tag erlebt haben: Ich fange einfach mal an &#8230;</p>
<p><strong>Ich hätte das alles um ein Haar verpasst. </strong></p>
<p>Ein akuter, noch weniger zu ignorierender Grippe-Infekt, hatte meine Liebste außer Gefecht gesetzt. So war es nicht nur an mir, zu spätem Nachmittag Medikamente zu besorgen, sondern auch ansonsten allerlei Zeug, dass eine Familie so braucht. Also habe ich mir die beiden Mädchen gepackt und bin in die Stadt geeilt. In der Hoffnung, bis um 17 Uhr 56, der avisierten Zeit des „Oath of Office“ wieder zu Hause vor CNN zu sitzen. Leider stand ich aber um 17 Uhr 45 mitten in der Fußgängerzone, zwischen Marktpassage und City-Passage. Unsere Große bettelte bereits seit geraumer Zeit um Pizza, weil sie Hunger hatte. Und so war mein Flehen, ob wir doch nicht mal eben nach unten zu SATURN gehen könnten, zu den Fernsehern, machtlos gegen ihr herzzereissendes, hungerndes Weinen. Also gingen wir zu der kleinen Pizzeria in der Marktpassage und ich erging mich in meinem Schicksal, diesen historischen Moment später nur aus der Konserve genießen zu können. Doch kurz bevor es zu spät war, kam mir die Rettung in den Sinn. Sie hieß iPhone, viel mehr die Applikation „<a href="http://www.visuamobile.com/products/allradio">allRadio</a>“ darauf, die es mir erlaubt von egal wo hunderte von Streams von Radio Stationen aus der ganzen Welt zu hören. Dank Flatrate und EDGE sowohl sorgen- als auch rauschfrei. Also machte ich mich auf die Suche nach einem passenden News-Kanal. „<a href="http://www.dradio.de/">Deutschlandfunk</a>“ stellte ich schnell wieder ab. Da wurde bemüht sachlich und deutsch darüber diskutiert, wie nah diese Inauguration an den Krönungszeremonien despotischer Herrscher war. Keine Live-Töne. Kein Pathos. Ich wollte Nervenkitzel. Den würde ich wohl am ehesten bei einem amerikanischen Sender finden. So könnte ich auch direkt die Gefahr umgehen, den Original-Ton von irgendeinem Simultan-Dolmetscher kaputtgestottert zu bekommen. Nach einigem Suchen wählte ich dann einfach mal <a href="http://www.knau.org/">KPUB Arizona</a> aus der Liste.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-1448" href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/01/iphoneobama.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1448" title="iphoneobama" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/01/iphoneobama.jpg" alt="iphoneobama" width="570" height="428" /></a></p>
<p>Und das war eine gute Wahl.</p>
<p>Pünktlich zum Eid von Biden saß ich also in der Pizzeria, mein Handy am Ohr und mein Herz an der Weltgeschichte. Dann Musik &#8211; dazu später mehr &#8211; und wir drei zogen weiter. Die Vereidigung von Obama hörte ich mir dann an, während unsere Große in so einem 50-Cent-Auto vor sich hinwackelte. Das Fahrzeug wählten wir ständesgemäß in der Form eines amerikanischen Polizeiwagens &#8211; die Alternative wäre ein quietschbuntes Etwas gewesen. Damit ich nichts verpassen würde, gönnte ich ihr das 3er-Paket für 1 Euro. So war sie glücklich. Und ich auch.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-1449" href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/01/sarahobama.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1449" title="sarahobama" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/01/sarahobama.jpg" alt="sarahobama" width="570" height="428" /></a></p>
<p>Ich muss sagen: Viel schöner hätte ich es mir nicht wünschen können. Inmitten der Stadt, die meine Heimat geworden ist, mit meinen Kindern diesem Moment zu lauschen. In Frieden. Das war toll.</p>
<p>Meine Lieblings-Rand-Anekdote: Wie geil ist das, dass <a href="http://www.youtube.com/watch?v=02Ao9jyq5Vk">die Hymne zu dieser bemerkenswertesten Amtseinführung</a> eines amerikanischen Präsidenten, an die ich mich erinnern kann, von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Williams_(Komponist)">John Williams</a> ist. Dem Mann, der uns <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ACH9Vg57Wio&amp;feature=related">die Film-Musik zu Star Wars</a> geschenkt hat. Das ist Pathos Deluxe!</p>
<p><strong>Nun seid ihr an der Reihe:</strong></p>
<p>Schreibt in die Kommentare wo ihr gewesen seid, was Ihr gedacht habt, welche Fotos ihr gerade gemacht habt. Lasst uns ein Zeugnis ablegen für die Generationen nach uns, dass wir dabei waren. Los.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-1450" href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/01/obamatv.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1450" title="obamatv" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/01/obamatv.jpg" alt="obamatv" width="570" height="346" /></a></p>
<p>(Foto: Watcing the inaguration of Barack Obama (20) von  <a href="http://www.flickr.com/photos/travelinlibrarian/">Travelin Librarian</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/deed.de">CC</a>)</p>


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		</item>
		<item>
		<title>Bush, Schlechtmensch bis zum Schluss</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jan 2009 09:53:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus.freise</dc:creator>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>

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		<description><![CDATA[Man sollte glauben, dass 24 Stunden bevor Obama sein Amt übernimmt, George W. Bush auf seiner Ranch sitzt und sich betrinkt. Leider belehrt uns ein Artikel bei SPON etwas besseren.

<h2>Verwandte Beiträge:</h2><ol><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/01/20/globales/%e2%80%9ethats-trillion%e2%80%9c.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: „That&#8217;s Trillion!“'>„That&#8217;s Trillion!“</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/01/20/featured/wo-warst-du-als-geschichte-geschrieben-wurde.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Der Tag, an dem Geschichten geschrieben wurden.'>Der Tag, an dem Geschichten geschrieben wurden.</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/11/16/featured/not-quite-born-in-the-usa.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: (Not quite) born in the U.S.A.'>(Not quite) born in the U.S.A.</a></li></ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1406" class="wp-caption alignright" style="width: 280px"><a href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/01/3202454265_cc7cbc7156_b.jpg" rel="shadowbox[post-1404];player=img;"><img class="size-medium wp-image-1406" title="3202454265_cc7cbc7156_b" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/01/3202454265_cc7cbc7156_b-300x181.jpg" alt="3202454265_cc7cbc7156_b" width="270" height="163" /></a><p class="wp-caption-text">Ratespiel: Wer passt nicht in die Reihe?</p></div>
<p>Man sollte glauben, dass 24 Stunden bevor Barack Obama sein Amt übernimmt, George W. Bush, der schlechteste Präsident den Amerikadie Welt je gesehen hat, gemütlich auf seiner Ranch sitzt, sich betrinkt, weil er wieder darf und sich denkt: „Ach, macht ihr mal! Ich will damit nichts mehr zu tun habe.“</p>
<p>Stattdessen lesen wir einen Artikel bei <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,601901,00.html">Spiegel Online</a>, lernen was „<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Midnight_regulations">Midnight Regulations</a>“ sind:</p>
<blockquote><p>„Midnight regulations is a term for United States federal government regulations promulgated by executive branch agencies in the lame duck period of an outgoing President’s administration. [...]„ <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Midnight_regulations">Wikipedia</a></p></blockquote>
<p>„Midnight Regulations“ sind also die gekreuzten Finger im Rücken einer Nation. Der Dolchstoß mit dem Lächeln im Gesicht.</p>
<p>Wenn man liest, was Bush und Konsorten auf den letzten Metern noch an Scheiße fabrizieren, kriegt man bald die Pest im Verstand. Zum Beispiel:</p>
<blockquote><p>„[...] Außerdem schränkte die scheidende Regierung eben schnell noch die Definition &#8220;befahrbarer Binnengewässer&#8221; ein, in die kein Öl geleitet werden darf, gab grünes Licht für neuen Uranabbau am Grand Canyon und verdoppelte die Waldfläche im Staate Oregon, die abgeholzt werden darf.” <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,601901,00.html">SPON, Bushs klammheimliches Vermächtnis</a></p></blockquote>
<p>Wundern tut das nicht, schließlich haben Bush und Konsorten acht Jahre lang nur Scheiße fabriziert. Aber so vollkommen unbedachte Scheiße, die wirklich nur noch Scheiße ist, ist doch Scheiße.</p>
<p>Gott, soviel Schuhe kann man gar nicht kaufen, wie man werfen will.</p>


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		<title>(Not quite) born in the U.S.A.</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Nov 2008 13:20:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus.freise</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch wenn ich nicht in den U.S.A. geboren bin, so bin ich doch ein Kind Amerikas. Das ist auch gut für meine Identität. Ein „Deutscher“ sein, dass darf man ja nicht. 

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war, bin und werde vermutlich immer ein Anhänger der amerikanischen Lebenskultur sein. Ich meine das ganz ohne Ironie. Unter anderem liegt das vermutlich darin begründet, dass wir in unserer Kindheit und Jugend nicht nur der endlosen Entnazifizierung ausgesetzt waren und in dessen Prozess unsere historische Staats-Kultur gleich mit ausradiert wurde. Mehr noch wurde der so entstehende kulturhistorische Raum mit Amerikanismus gefüllt. Da steckt er nun. Und an irgendetwas muss man als Deutscher ja glauben dürfen, wenn nicht an sich selbst.</p>
<p>Und so, wie ein unheilbar Geisteskranker lernen muss, mit seinem Wahnsinn zu leben, so habe auch ich irgendwann entschieden, mich dem „Amerikaner“ in mir hinzugeben. Denn neben dem Zwang, die englische Sprache kaputt zu nuscheln und seine Putzfrau wegen sexueller Belästigung zu verklagen, weil sie den Schrubber so ungehörig anfasst, gibt es vieles Gutes in Übersee: New York, Rockmusik und Kirsten Dunst. BigMacs, Apple und Poetry Slam.</p>
<div id="attachment_623" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-623" title="Blick von World Trade Center auf die Freiheitsstatue, 1999" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2008/11/freiheitsstatue-wtc.jpg" alt="Blick von World Trade Center auf die Freiheitsstatue, 1999" width="500" height="302" /><p class="wp-caption-text">Meim Blick von World Trade Center auf die Freiheitsstatue, 1999</p></div>
<p>Im Ernst: Ich liebe den „American way of life.” Was mir an Amerika immer wieder imponiert, ist der Zusammenhalt seiner Bürger. In Zeiten, in denen es knüppeldicke kommt. Zum Beispiel jüngst: Der Massenansturm bei der Präsidenten-Wahl. Dieser Moment, in dem es vielleicht gar nicht darum ging, Barack Obama zu wählen, sondern darum, das System „Bush und Co.” &#8211; die schlimmste politische Katastrophe die das Land seit Nixon erleben musste &#8211; abzuwählen. Ganz gleich, was über dieses Land hereinbricht, am Ende stehen sie zusammen wie eins und steuern die Schrottkarre doch noch durch die Kurve. Sie mögen dabei in ihrer Moral häufig bigott sein. Sie mögen manchesmal Wasser predigen und Wein saufen. Sie mögen in ihren Alleingängen arrogant wirken. Aber so ist dieses Land entstanden. Aus Abschottung und Zusammenhalt. Und so hält es sich am Leben. Der einzige Krieg, der jemals auf ihrem Staatsgebiet stattgefunden hat, den mussten sie aus diesem Grund wohl auch mit sich selbst haben.</p>
<div id="attachment_624" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2008/11/new-york-sub.jpg" rel="shadowbox[post-617];player=img;"><img class="size-full wp-image-624" title="Bill Clinton und ich in der New Yorker U-Bahn, 1999" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2008/11/new-york-sub.jpg" alt="Bill Clinton und ich in der New Yorker U-Bahn, 1999" width="500" height="338" /></a><p class="wp-caption-text">Bill Clinton und ich in der New Yorker U-Bahn, 1999</p></div>
<p>Diese Gedanken sind mir in den vergangenen Tagen gekommen. Nicht nur wegen der Wahl und dem deutschen Umgang damit: Erst Obama herbeisehnen. Und wenn er dann da ist zu sagen: Naja, so toll ist er aber auch nicht.</p>
<p>Sondern auch während eines ausschweifenden Medienkonsums in der vergangenen Woche. Da habe ich bei der Arbeit mal keine Musik gehört, sondern nebenher Filme geschaut. Und weil ich, wie die Jungfrau zum Kinde, an einen Zugang zum amerikanischen iTunes-Store gekommen bin, füttere ich zur Zeit mein Medienmonster ausschließlich mit angloamerikanischen Popcorn. Neben der &#8211; wirklich herausragenden &#8211; Fernsehserie „Heroes“, die ich so bereits in Staffel 3 schauen kann, habe ich mir noch einige Filme gekauft. Unter anderem Ridley Scotts „Black Hawk Down“ (<a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0000633M0?ie=UTF8&amp;tag=markus0b&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B0000633M0">Amazon-Link</a>). Das ist Krieg.  Uramerikanisch. Und auch nur als „Amerikaner“ oder „hemmungslos amerikanisierter Westdeutscher“ zu verstehen.</p>
<p>„Black Hawk Down“ erzählt die Geschichte der „Schlacht um Mogadischu“ von 1993. Dort geriet die von Rangern und Delta Force durchgeführte „Operation Irene“ bei ihrem Versuch, den somalischen Clanführer Aidid in Mogadischu zu verhaften, auf Grund einer Kette unglücklicher Zwischenfälle und Umstände in einen erbitterten und mehr als einen Tag und eine Nacht dauernden Kampf mit somalischen Milizen. Dabei waren die Soldaten in der Stadt weitestgehend auf sich gestellt und mussten große Verluste hinnehmen. Sowohl Luftunterstützung als auch gepanzerte Fahrzeuge zur Bergung der eingeschlossenen Soldaten standen schlicht nicht zur Verfügung. Die Politik in Washington hatte ein Blutbad befürchtet, würden sie mit Panzern in die Stadt vordringen. Nun hatten sie zwar keine Panzer, aber ein Blutbad. Darin baden mussten das nur nicht die Oberen, sondern die Soldaten.</p>
<p>Ridley Scott hat diese Ereignisse vom 3. Oktober 1993 in seinem Film „Black Hawk Down“ verarbeitet. Natürlich wirft  das deutsche „Lexikon des internationalen Films“ Scott folgendes vor:</p>
<blockquote><p>„Außer dem minutiös und realistisch nachgezeichneten Schlachtgetümmel bietet der in Zusammenarbeit mit der US-Army entstandene Film kaum Informationen. Erst recht bezieht er keine Position zur gescheiterten UNO-Friedensmission.” Lexikon des internationalen Films, Quelle: Wikipedia</p></blockquote>
<p>Das kann man so sehen. Wenn man es aus der deutschen Perspektive betrachtet in der es stets darum gehen muss, den Zeigefinger zu heben und zu mahnen. Natürlich kann man den Film aus einer geopolitischen Sichtweise angehen und hinterfragen, aus welchen Voraussetzungen diese Situation entstehen konnten und welche langfristigen Konsequenzen es hatte. Ganz klar gibt es äußerst kritische Momente im Handeln der amerikanischen Politik.</p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_621" class="wp-caption alignright" style="width: 210px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2008/11/black_hawk_down_ver1.jpg" rel="shadowbox[post-617];player=img;"><img class="size-full wp-image-621" title="Black Hawk Down" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2008/11/black_hawk_down_ver1.jpg" alt="Black Hawk Down" width="200" height="300" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Wenn wir jedoch genau diese Politik außen vor lassen, wird ein großartiger Film draus. Wenn man „Black Hawk Down“ aus der Sicht des einzelnen Soldaten betrachtet, der in diesem Wahnsinn gefangen ist. Denn wer genau hinsieht, wird erkennen, dass es Scott vermutlich um diesen Aspekt der Geschehnisse ging. Immer wieder werden die Soldaten als Persönlichkeiten gezeichnet. Wie aus einem großen, unübersichtlichen Mosaik werden sie wie Steine herausgenommen, kurz betrachtet und wieder in das Bild eingefügt. In dem, was sie sagen. In dem, was sie tun. So wird klar, dass die dort gezeigten Ereignisse nicht dem Staat Amerika zustossen, sondern einzelnen, einfachen Soldaten. Oder wie es der von Eric Bana gespielte „Hoot“ zum Schluss zu „Eversman“ (Josh Hartnett) sagt:</p>
<blockquote><p>„When I get home and people ask me,&#8217;Hey, Hoot, why do you do it, man? What are you? Some kind of war junkie? I won&#8217;t say a goddamn word. Why? They won&#8217;t understand. They won&#8217;t understand why we do it. They won&#8217;t understand that it&#8217;s about the men next to you. And that&#8217;s it. That&#8217;s all it is.“ <em>Hoot (Eric Bana), Black Hawk Down</em></p></blockquote>
<p>Natürlich ist es ein leichtes, dem Film mangelnde Differenzierung gegenüber der somalischen Position, dem einzelnen Milizionär vorzuweisen. Tatsächlich werden die „Skinnies“, wie die Somalis von den Soldaten bezeichnet werden, in keinster Weise charakteresiert. In kurzen Sequenzen versucht Scott zwar auch hier zu zeigen, dass es um Einzelschicksale geht. Als beispielsweise ein Somali beim „Versuch“ einen amerikanischen Soldaten zu töten versehentlich ein Familienmitglied tötet. Zu mehr reicht es nicht. Denn man darf bei solch einer Kritik nicht vergessen, dass ein Film nur ein bestimmte Zeitspanne zur Verfügung hat, eine Geschichte zu erzählen und nicht jeder Regisseur den Aufwand in Kauf nimmt, den Clint Eastwood betrieben hat, als er die Schlacht um Iwo Jima im 2. Weltkrieg einmal aus Sicht der Amerikaner &#8211; „<a href="ttp://www.amazon.de/gp/product/B000PC864K?ie=UTF8&amp;tag=markus0b&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B000PC864K">Flags of our Fathers</a>“ &#8211; und einmal aus japanischer Betrachtung &#8211; „Letters from Iwo Jima“ (<a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000PKHVXE?ie=UTF8&amp;tag=markus0b&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B000PKHVXE">Amazon-Link</a>) &#8211; schilderte. Wobei der letztere tatsächlich der Bessere ist.</p>
<p>So müssen die „Skinnies“ als Metapher herhalten. Als ein wütendes Volk, das als Spielball zwischen UNO, dem Amerikanern und den Führern in Somalia genutzt wird. Lediglich zweimal kommen die Somalis wirklich zu Wort. Wenn es darum geht dem Zuschauer zu erklären, dass die Dinge die dort geschehen, den Lauf der Geschichte ändern werden. So sagt ein Mr. Atto zu Beginn in einem Gespräch mit dem amerikanischen General Garrison:</p>
<blockquote><p>„Don&#8217;t make the mistake of thinking because I grew up without running water I am simple General. I do know something about history. See all this? It&#8217;s simply shaping tomorrow. A tomorrow without a lot of Arkansas white-boys&#8217; ideas in it.” <em>Mr. Atto, Black Hawk Down</em></p></blockquote>
<p>Und was ist mit der ganzen Rockmusik und den Sonnenuntergängen im Film? Dem Pathos undr Kitsch? Wer das an Ridley Scott kritisiert, sollte keinen Ridley Scott-Film schauen. Scott war schon immer für das „große Bild“. Und wer so argumentiert, der hat nicht genau hingeschaut. Natürlich beginnt der Film mit „Boooah! Geil!”-Bildern von Hubschraubern, Sonnenuntergängen und Rockmusik-Untermalung, wie es in der Miltiär-Schomzette „Top Gun“ nicht besser sein könnte. Wer weiß, wie man Geschichten erzählt, der weiß, dass man zur Darstellung des Hässlichen zuerst das Gegenteil &#8211; Schönheit &#8211; darstellen muss. Das manchmal ein Wimpernschlag genügt, das Kartenhaus in dem man sitzt einstürzen zu lassen. Und so bricht diese ganze „Leichtigkeit“ und „Schönheit“ des Krieges &#8211; das Herumalbern großer Jungs in der Sicherheit ihres eigenen Camps, ihrer Festung, dieses „Räuber und Gendarme“ auf hohem Niveau &#8211; genau in dem Moment zusammen, als der unerfahrene Soldat Blackburn, beim Versuch sich abzuseilen, aus dem Helikopter stürtzt, so die minutiös geplante Mission durcheinanderbring und die Katastrophe damit ihren Anfang nimmt.</p>
<p>Von da an übernimmt Ridley Scott die Rolle des Beobachters, der den Kampf darstellt ohne in zu bewerten. Immer wieder wechselt die Kamera in die Subjektive. Von hinter einem Verschlag. Aus der Luft. Wenn überhaupt, zeigt er die Hilflosigkeit der Amerikaner inmitten des Chaos, das sie beschworen haben, das die Somalis nun beherrschen. Dieselben Amerikaner, die eben noch so „Rock&#8217;n'Roll“, so siegeesicher durch deren Land donnerten. Das ist dann kein Pathos mehr. Vor allem kein Kitsch. Das ist reinstes Drama. Eine Tragödie aus Tod und Opfern und Schicksalen und allem was dazu gehört. Wenn man sich dann noch vor Augen führt, dass „Black Hawk Down“ ein auf Tatsachen beruhender Film ist und dass es diese Jungs, die da um ihr Leben rennen und schießen, das das gezeigte wirklich erlebt haben, ist man „bei ihnen“ und will auch nur überleben. (Um es in die Realität zu rücken: Hier ist ein kurzer BBC-Clip auf YouTube, in dem der Redakteuer Simon Reeve einige der Original-Schauplätze zeigt: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=SZ_g9-sPvSw">The real Black Hawk Down.)</a></p>
<p>Und so ist man bei jedem einzelnen der Soldaten. Weil nicht jeder von ihnen am Ende gut heißt, was geschehen ist. Weil jeder einzelne nicht nur seine Haut, sondern auch die seiner „Kameraden“ retten will. Und der weiß, dass er das nur tun kann, wenn er sich auf den „Typen an seiner Seite“ verlassen kann. Und trotzdem obsiegt Amerika zum Ende der Schlacht nicht gegen die Übermacht an Milizen. Ganz im Gegenteil. Sie müssen sich geschlagen geben, demütigen lassen und fortrennen. Es gibt keinen Grund zu triumphieren. Nur dem Anderen zu danken. Dem, der mit dir gekämpft hat.</p>
<p>Und das ist es, was ich an Amerika mag. Nich den Kampf. Sondern, dass sie im Triumph beieinander stehen. Und in der Niederlage noch enger zusammenrücken.</p>
<p>(Das die Amerikaner in der Betrachtung noch eine ganz andere Sicht auf den „Krieg“ haben, spielt sicherlich auch eine Rolle. Aber das will ich hier gar nicht weiter erläutern. Wer das verstehen möchte, sollte sich auch einen <a href="http://justinciappara.wordpress.com/2008/10/06/free-itunes-account-without-redemption-code/">Zugang zu amerikanischen iTunes-Store</a> besorgen (Gutscheine kann man sich bei <a href="http://www.ebay.com">eBay</a> ersteigern.) und sich mal eine Folge der Serie „War Heroes“ (<a href="http://itunes.apple.com/WebObjects/MZStore.woa/wa/viewTVSeason?id=291976570&amp;s=143441">iTunes-Link</a>) ansehen. Nicht, um das auch so zu sehen. Das ist schon durch die amerikanische Brille erzählt. Man ist ja nicht doof. Sondern vielleicht um Amerika zu verstehen. Die Brille mal aufzusetzen. Man kann sie ja auch wieder abnehmen. Man ist ja erwachsen.)</p>
<h1>Und wir?</h1>
<p>So scheint für mich der Aufschrei des „Deutschen“, wenn sich die Amerikaner einmal mehr auf ihre selbstbewusste Brust hämmern, nicht immer Kritik an der amerikanischen Identität, sondern vielmehr das Wehklagen ob des Mangels der eigenen Identität. <a href="http://www.spreeblick.com/2008/11/13/obama-poster-in-der-bravo/">Und ihre Häme gegenüber einer Jugend</a>, die sich danach sehnt, in einem hohe Maße arrogant. Man mag ihr, der Jugend, vorwerfen, damit indifferent umzugehen. Aber immerhin ist bei ihnen die Welt-Politik ins Kinderzimmer eingezogen. Bei uns hingen Poster von Kajagoogoo.</p>
<p>Ey! Es ist doch ein Anfang. Lasst uns mit ihnen zusammenrücken, anstatt sie auszulachen.</p>
<p>Feuer frei!</p>


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		<title>Wer Amadeus sagt, muss auch Adolf sagen</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2008/11/12/globales/wer-amadeus-sagt-muss-auch-adolf-sagen.html</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 15:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischa-Sarim Verollet</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>

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		<description><![CDATA[Und alle sind sie dabei, beispielsweise Schwarzenegger, Hundertwasser, Sissi, Lauda, Freud, ... Alle? Nein! Nicht alle!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bei den <a href="http://www.lichtwochen.essen.de/index.html">Essener Lichtwochen</a> ist in diesem Jahr Österreich Gastland. Klingt erstmal spektakulär &#8211; das mit den Lichtwochen an sich, nicht Österreich -, ist aber bei näherer Betrachtung nichts anderes als Weihnachtsmarkt-Leuchtdeko mit Ösi-Bezug.</strong></p>
<p>In diesem Rahmen zeigen die Österreicher im Citycenter Essen <a href="http://www.lichtwochen.essen.de/049ce69b0f0c53503/049ce69b1d0a64201/index.html">Lichtbilder berühmter österreichischer Persönlichkeiten</a>. Und alle sind sie dabei, beispielsweise Schwarzenegger, Hundertwasser, Sissi, Lauda, Freud, &#8230; Alle? Nein! Nicht alle! Einen <span style="text-decoration: line-through;">berühmten</span> <span style="text-decoration: line-through;">berüchtigten</span> berühmt-berüchtigten Sohn Österreichs unterschlägt man pfiffigerweise. Adolf Hitler ist nirgends zu entdecken. Ach ja, der Haider auch nicht.</p>
<p>Ich meine, im Ernst, wenn&#8217;s um den Themenkomplex &#8220;berühmte Österreicher&#8221; geht muss man auch die Eier haben, B sagen zu können. Da machen es sich die Ösis wohl ein bisschen einfach. Widdewidde wie sie mir gefällt.</p>
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		<title>Lebende tote Promis und Politiker</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 10:14:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus.freise</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Frederike Peeters macht „tolle“ Zombies aus toten Prominenten und Politikern. 

<h2>Verwandte Beiträge:</h2><ol><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/12/18/featured/ben-templesmith.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Ben Templesmith'>Ben Templesmith</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/11/16/kultur/brunsvik-bastelt-einen-hund.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Brunsvik bastelt einen Hund'>Brunsvik bastelt einen Hund</a></li></ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Geht aktuell quer durch die Bloggeria, da wollen wir natürlich nicht nachstehen. <a href="http://portraitsaslivingdeads.blogspot.com/">Der Franzose Frederik Peeters</a> nimmt sich tote Prominente und Politiker &#8211; von Saddam Hussein über Camille Claudel bis Ghandi &#8211; und macht daraus „tolle“ Zombie-Zeichnungen. Sehr liebevoll und mit schönen Strich auf Papier gebracht. Und weil sich das alle „trauen“ stelle ich hier auch mal welche dar.</p>
<p>Als Beispiel Ulrike Meinhoff und Ronald Reagan. Ich dachte, die passen ganz gut zusammen:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2008/11/ulrike-meinhof-ronald-reagan1.jpg" rel="shadowbox[post-541];player=img;"><img class="alignnone size-full wp-image-545" title="ulrike-meinhof-ronald-reagan1" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2008/11/ulrike-meinhof-ronald-reagan1.jpg" alt="" width="500" height="400" /></a></p>
<p>Viel, viel mehr gibt es im Blog von Frederike „<a href="http://portraitsaslivingdeads.blogspot.com/">Portraits as living deads</a>“.</p>
<p>Einfach die Navigation über die Monate in der Sidebar nutzen.</p>
<p>via z.b. <a href="http://www.i-jeriko.de/2008/11/12/portraits-as-living-deads/">I am Jeriko</a> oder <a href="http://www.nerdcore.de/wp/2008/11/12/zombie-portraits-verstorbener-promis/">Nerdcore</a></p>


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		</item>
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		<title>Was kümmert mich der Cherusker heute?</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2008/11/10/featured/was-kummert-mich-der-cherusker-heute.html</link>
		<comments>http://www.blogboys.de/2008/11/10/featured/was-kummert-mich-der-cherusker-heute.html#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2008 06:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rouven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
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		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch einmal Deutschland: Soeben habe ich einen Artikel gelesen, der mir ein wenig zu denken gegeben hat.

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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.blogboys.de/2008/11/07/globales/quo-vadis-deutschland.html">Noch einmal Deutschland</a>: Soeben habe ich einen Artikel gelesen, der mir ein wenig zu denken gegeben hat. Er ist in der gestrigen FAS, im dortigen Feuilleton, zu lesen und stammt aus der Feder von Claudius Seidl.</strong></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-492" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2008/11/deutschturkisch.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>Es geht darin vordergründig um die neue Guido Knopp-Geschichtsdokumentation „Die Deutschen“, die derzeit auf dem ZDF die deutsche Historie chronologisch und exemplarisch an zehn großen Figuren vorführt, „<em>vom ersten Otto bis zum letzten Wilhelm</em>“. Mal abgesehen davon, dass ich die Dokumentationen des Herrn Knopp nie besonders leiden mochte, kritisiert Seidl einen ganz anderen Aspekt dieser Art von Geschichtsbetrachtung, der mir vorher noch nie so aufgefallen ist.</p>
<p>So stellt er den Vergleich mit anderen Ländern auf, in denen ebenfalls im Unterricht die Herkunft der Landsleute im Lehrplan steht: In den USA würde die Ankunft von Einwanderern mit der Mayflower gelehrt, in französischen Klassenzimmern wird erzählt, wie die gallischen Vorfahren dem Tyrannen Caesar Paroli geboten haben.<br />
Heute aber lebte der Sohn eines ungarischen Journalisten und einer griechischen Juristin zusammen mit einer italienischen Industriellentochterim Élysée-Palast. Sarah Obama, die kenianische Großmutter des künftigen US-Präsidenten, freue sich über ihren ersten Besuch in den Staaten. Doch:</p>
<blockquote><p>Die Sarkozys sind vielleicht nicht die beliebtesten aller Franzosen; aber dass sie sehr französisch sind, bestreitet kein Franzose. Und die Amerikaner haben in diesen Tagen große Freude daran, auf die Frage, wer sie denn eigentlich seien, die Antwort zu geben: Wir sind die Leute, unter denen einer wie Barack Hussein Obama groß und Präsident werden konnte.</p></blockquote>
<p>Parallel dazu gibt es in Deutschland unzweifelhaft mittlerweile Millionen von Mitbürgern ausländischer Herkunft, die eine „blutsverwandten“ Abstammung zu Personen, die vor vielen hundert Jahren hier gelebt haben, nicht vorweisen können, sich aber trotzdem deutsch fühlen, deutsch sprechen, deutsch denken. Stattdessen werden sie aber in der Doku mit Situationen wie diesen konfrontiert: „<em>Der Kaiser Otto </em>[Anm.: 912-973]<em> darf eine Szene lang altsächsisch sprechen, mit Untertiteln, wie im richtigen Film;</em>“</p>
<p>Ich stelle mir aber ebenso die Frage, ob Seidls Art von Kritik angebracht ist, denn würde man Chronologie außer Acht lassen, hieße das dann nicht, die Geschichtswissenschaft ad absurdum zu führen? Oder, wieder anders: Ist dieser irre Zeitraum von über 1000 Jahren überhaupt geeignet, um Fragen stellen zu können wie „<em>Wer sind wir? Woher kommen wir?</em>“</p>
<p>Das Problem liegt aber, glaube ich, vielmehr darin begründet, dass man entscheiden müsste, an welcher Stelle des Zeitstrangs einen Schnitt macht, um noch ein kulturelles Identifikationspotential zum „Deutschsein“ zu finden. Für zeitlich näher liegende Entwicklungen finden sich ebenfalls historische Fakultäten, die sich mit ihnen beschäftigen.</p>
<p>Spannend daran ist außerdem, dass diese Kritik in eine Zeit fällt, in der an einem Einbürgerungstest gemäkelt wird, der eben auch Wissen zur deutschen Geschichte abfragt. Ganz zu Schweigen von der Debatte um Friedrich Merz’ unsäglicher „Leitkultur“.</p>
<p>Ich spreche daher jetzt einmal ganz bewusst eine gewagte These aus, die mit Sicherheit für reichlich Gesprächsstoff taugt und so manchem geschichtsbewusstem Leser aufstoßen wird:</p>
<p><strong>Das „Wir“-Gefühl, dass Knopps historische Reihe erzeugt, schließt später eingewanderte Mitbürger aus. Man kann zwar Kaiser Otto I. oder vielleicht Armin, den Cherusker, kennen, muss man aber nicht. Zumindest nicht dann, wenn es um ein modernes Zugehörigkeitsbewusstsein zur Nation geht. Alles andere ist nur Sache von Bildung und Interesse.</strong></p>
<p>Ich bitte um Gegenworte in den Kommentaren.</p>
<p><a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E647C7F295ABF4536B0CC45047ADCEE1A~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Link zum FAS-Artikel</a> (online und kostenlos, ich werd verrückt)</p>
<p>(<a href="http://flickr.com/photos/dierkschaefer/2559627758/">Foto</a>: <a href="http://flickr.com/photos/dierkschaefer/">dierk schaefer</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de">Lizenz</a>)</p>
<p><img src="http://vg06.met.vgwort.de/na/e6ead7c16ae243f988659579a3d63af1" width="1" height="1" alt=""/></p>


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