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	<title>Blogboys &#187; Deutschland</title>
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	<description>Vérollet . Ridder . Freise</description>
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		<title>Alle Fragen unbeantwortet</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 11:54:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rouven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hab da nämlich was im Auge, aber bringen wir es auf den Punkt: Ich komme nicht mit diesem merkwürdigen teAM Deutschland klar.

<h2>Verwandte Beiträge:</h2><ol><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/11/07/featured/quo-vadis-deutschland.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Quo Vadis, Deutschland?'>Quo Vadis, Deutschland?</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/11/11/featured/wir-mussen-mehr-demokratie-wagen-direkte.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: &#8220;Wir müssen mehr Demokratie wagen. Direkte.&#8221;'>&#8220;Wir müssen mehr Demokratie wagen. Direkte.&#8221;</a></li></ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der ein oder die andere wird es eventuell einmal am Rande mitbekommen haben, dass ich hin und wieder auch für eine große Zeitung in dieser Stadt arbeite. Für die Arbeit dort ist es wichtig, politisch möglichst unabhängig zu sein. Bei Redakteuren wäre es daher verständlicherweise problematisch, wenn sie ein Parteibuch besäßen, aber selbst bei den freien Mitarbeitern wäre so, na ja, mit einem Geschmäckle behaftet. </strong></p>
<p>Kommt es zum Beispiel einmal vor, dass man von einer Partei eine Auftragsarbeit erhält (das war bei mir jüngst der Fall), dann soll dies bitte nix mit der Zeitung zu tun haben und auf jeden Fall gegen Rechnung geschehen. </p>
<p>Ihr seht, das ist alles nicht besonders einfach, insbesondere deshalb, weil schließlich jeder Mensch – so auch ich &#8211; eine politische Meinung besitzt. Mit dieser eigenen Meinung darf man sich aber in dem Fall nicht vereinnahmen und diese in seine Arbeit einfließen lassen. Trennung rulez!</p>
<p>Was mir aber gestattet sein muss ist Kritik an der Art und Weise, wie einzelne Parteien um Stimmen werben, insbesondere dann, wenn dies auf Bundesebene geschieht (also für „meine“ Lokalpresse uninteressant) und diese Wahlwerbung absolut desinformativ ist.</p>
<p>Ich hab da nämlich was im Auge, aber bringen wir es auf den Punkt: Ich komme nicht mit diesem merkwürdigen <a href="http://www.team2009.de/">teAM Deutschland</a> klar.</p>
<p>Ganz offensichtlich handelt es sich dabei um eine Organisation, die freiwillige Unterstützer für den Wahlkampf Angela Merkels anwirbt (daher die beiden großen Majuskeln in „teAM“). Nun kann man argumentieren: „<em>Wieso? Das ist doch keine direkte Wahlwerbung. Die suchen doch nur Unterstützer!</em>“ Dagegen lässt sich aber einwenden: Diese Kampagne tritt öffentlich mit allerlei Brimborium auf, deren Videos sind im Netz öffentlich abrufbar und die Partei ist sich der Stimmen der mitwirkenden Freiwilligen sicher. Was soll daran bitteschön keine Wahlwerbung sein?</p>
<p>Was das teAM aber in ihren medialen Auftritten von sich lässt, sehe ich als das inhaltloseste an, was mir jemals in Wahlkämpfen untergekommen ist. Das ist nicht nur mir aufgefallen, <a href="http://www.malte-welding.com/2009/06/23/4-grunde-die-cdu-zu-wahlen/">auch Malte zweifelt an der Orientierungsmöglichkeit</a>, die dieses Exempel hier bietet:</p>
<blockquote><p>
<strong>4 Gründe, die CDU zu wählen</strong></p>
<p>1. Ich kandidiere selber für den Bundestag.<br />
2. Angela Merkel ist die beste Krisenmanagerin.<br />
3. Ich bin ein großer Fan von Angela Merkel. Das Ganze ist für mich ein ganz großes Vorbild.<br />
4. Angela Merkel ist das Beste für Deutschland.</p>
<p><object width="480" height="295"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Xv4MqczhvmU&#038;hl=de&#038;showinfo=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/Xv4MqczhvmU&#038;hl=de&#038;showinfo=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="295"></embed></object></p></blockquote>
<p>Glaubt jetzt bitte nicht, das sei ein besonders nichtssagendes Beispiel. Das zieht sich nämlich durch diese Kampagne hindurch. </p>
<p>Es beginnt damit, dass die Leichtathletin Bianca Kappler auf der Startseite meint, dass &#8220;<a href="http://www.team2009.de/">Deutschland gerade jetzt eine starke Frau an der Spitze braucht</a>&#8220;. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=eCV5CvQufuY">Der CDU-Schatzmeister Eckhard von Klaeden wünscht sich in &#8220;schwierigen Zeiten eine klare und entschlossene Führung&#8221;</a>. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=SUqBf3NiiTg">Hendrik Wüst sagt, wir bräuchten eine &#8220;starke Kanzlerin&#8221; und &#8220;Wir brauchen Profis statt Populisten&#8221;. Mehr nicht</a>.</p>
<p>Beinahe am Rande der Verzweiflung habe ich mich durch das Portal geklickt, in der Hoffnung darauf, dass mich jemand mitnimmt und mir sagt, was er oder sie denn nun von der Höhe der Steuern hält. Von den Netzsperren. Was am besten für die Wirtschaft wäre. Doch ich stieß am Ende nur auf <a href="http://www.youtube.com/watch?v=YchKxfo_ecw">einen Beitrag über ein Fotoshooting für das &#8220;Gesicht der teAM Deutschland Kampagne&#8221;</a>.</p>
<p>Es scheint so, als hätte ihnen irgendjemand erzählt, <a href="http://www.youtube.com/view_play_list?p=10D4D1468E3ADF26">dass die Aufmerksamkeit bei bewegten Bildern im Internet am größten ist</a>. Doch zur Beantwortung von Fragen muss man sich &#8211; auch als an der teAM-Initiative interessierter &#8211; dann anscheinend doch das <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/129/476638/text/">Wahlprogramm zu Gemüte führen, wenn&#8217;s denn mal kommt</a>.</p>
<p>Und nun muss ich der ausgleichenden Gerechtigkeit halber einmal um Eure Kommentatoren-Power bitten. Gibt es ähnliche Freiwilligen-Akquirierungskampagnen von den anderen Parteien? Mir ist nämlich dahingehend keine aufgefallen.</p>
<p>Und noch etwas: Gibt es unter Euch Leute, die sich vom teAM Deutschland angesprochen fühlen? Die sollen unten mal ganz laut &#8220;HIER!&#8221; schreiben. Dann glaube ich erst, dass der Kram wirkt.</p>
<p><span style="font-size:75%">(<a href="http://www.flickr.com/photos/nayrb7/476957125/">Vorschaubild</a>: <a href="http://www.flickr.com/photos/nayrb7/">nayrb7</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de">Lizenz</a>)</span></p>


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		<title>Sperren, die keine sind.</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Jun 2009 10:25:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus.freise</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Globales]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Thema]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[In dem Moment, in dem man versucht in Deutschland die Tür zu vernageln, zeigen die Iraner uns, wie absurd das ist.

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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/06/photocase6q7d78jp11.jpg" rel="shadowbox[post-2229];player=img;"><img class="aligncenter size-large wp-image-2232" title="photocase6q7d78jp11" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/06/photocase6q7d78jp11-560x410.jpg" alt="photocase6q7d78jp11" width="560" height="410" /></a></p>
<p><a href="http://blog.handelsblatt.de">Auf dem Blog des Handelsblatts</a> hat Thomas Knüwer einige interessante Gedanken dazu niedergeschrieben, wie die Situation im Iran und deren Verarbeitung mittels Internet-Kommunikation (a.k.a. Twitter) unter anderem letztlich aufzeigt, wie absurd die Bemühungen unserer Regierung ist, Kontrolle über das Netz zu erlangen.</p>
<blockquote><p>&#8220;Das Internet ist so gut oder so böse wie die Menschen, die es benutzen. Wer das Internet über das normalgesetzliche Maß hinaus &#8211; es ist kein rechtsfreier Raum, war es nie und wird es nie sein &#8211; beschneiden will, der behindert Meinungsfreiheit, Nachrichtenfluss, Demokratie. Er will das Bösen bekämpfen und trifft allein das Gute.&#8221; Thomas Knüwer, Handelsblatt</p></blockquote>
<p><a href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=2148">(aus: Was Teheran, SPD und Ursula von der Leyen gemeinsam haben)</a></p>
<p>Warum aber wiederum der Instinkt der Flucht vor den Quatsch-Nasen der SPD im selben Kontext hin zu einer Partei, die schon ihres Namens wegen im Mainstream scheitern wird, totaler Quatsch ist legt uns wiederum <a href="http://www.malte-welding.com">Malte Welding auf seinem Blog</a> dar:</p>
<blockquote><p>„Der CDU verdanken wir den hochpopulären Vorschlag, endlich etwas gegen Kinderpornographie zu tun. Die SPD hat kein Mittel gefunden, sich gegen diesen Vorschlag zu wehren. So wie die Grünen brav allem zugestimmt haben, was Otto Schily so einfiel. Und wie die Mitglieder der FDP in einer Urabstimmung für den Großen Lauschangriff stimmten. Machte Schily grüne Politik? War der Große Lauschangriff ein großer Moment liberalen Handelns?” Malte Welding</p></blockquote>
<p><a href="http://www.malte-welding.com/2009/06/17/das-netz-steht-geschlossen-hinter-ursula-von-der-leyen/">(aus: Das Netz steht geschlossen hinter Ursula von der Leyen)</a></p>
<p>Meine Meinung ist: Die Iraner zeigen uns, das was wir für Politik halten nur solange schlimm ist, wie wir es überhaupt dulden. Einfach die Piraten-Partei zu wählen zeigt den Quatsch-Nasen der SPD (und andere Parteien) nicht, was wir von ihnen halten, sondern wir entziehen uns ihrer Wahrnehmung. Anders gesagt: Wer etwas ändern will, der muss sich in das System begeben und nicht daraus.</p>
<p>Die Piraten-Partei ist dabei nur eine billige Ausrede, die auf absehbare Zeit ungefähr eine so bedeutende Rolle spielen wird wie die Biertrinker-Partei. Nur nicht in so lustig.</p>


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		<title>Die &#8220;Mit-dieser-Nachricht-kann-ich-nicht-allein-sein&#8221;-Skala</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2009/03/13/headline/die-mit-dieser-nachricht-kann-ich-nicht-allein-sein-skala.html</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Mar 2009 13:25:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rouven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Headline]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Vorgestern wusste ich nicht so recht. Ich hatte erst "etwas Lustiges" gebloggt, dann habe ich die Nachrichtenseiten geöffnet, mir fiel die Kinnlade herunter und dann nichts mehr ein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1870" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/03/2915318327_37c056e9d5.jpg" alt="2915318327_37c056e9d5" width="500" height="332" /><br />
<strong><br />
Vorgestern wusste ich nicht so recht. <a href="http://killefit.net/blog/2009/03/11/das-medium-der-zukunft/">Nebenan</a> hatte ich erst &#8220;etwas Lustiges&#8221; gebloggt, dann habe ich die Nachrichtenseiten geöffnet, mir fiel die Kinnlade herunter und dann nichts mehr ein.</strong></p>
<p>Ich überlegte, wie ich die Ereignisse in Winnenden beschreiben würde, aber jedes Adjektiv schien nicht zu passen, auch, wenn es die Worte &#8220;dramatisch&#8221; oder &#8220;tragisch&#8221; waren. Mir fiel dann auf, dass ich ebensowenig davon sprechen durfte, &#8220;betroffen&#8221; zu sein, denn schließlich gehörte ich weder zu Opfern noch zu Angehörigen. &#8220;Ein wenig schockiert&#8221; wäre korrekter, wenn auch nicht dergestalt, dass ich plötzlich zur Salzsäule erstarrte. Denn immerhin habe ich mit einigen Leuten darüber gesprochen, und es kommt nicht oft vor, dass ich mit Leuten über Nachrichten rede, und das, obwohl ich nicht einmal Vater von zur Schule gehenden Kindern bin. Und für Analysen bin ich ebenfalls nicht der richtige Ansprechpartner. Weder bin ich Kriminologe, noch Psychologe oder gar Counterstrikespieler.</p>
<p>Je gravierender oder vielleicht auch bedrohlicher der Inhalt einer Nachricht mir erscheint, desto eher habe ich das Bedürfnis, dieses jemandem zu erzählen. Vor einer Weile habe ich einmal etwas über eine Formel zur Ermittlung eines Nachrichtenwerts gelesen. Diese war mir aber zu abstrakt und akademisch gehalten, fast wäre es etwas makaber, im Zuge dieser Ereignisse mit Mathe und Wirkung auf das Publikum  zu kommen. Gestern hatte ich dann die Idee von einer persönlichen, für mich allein bestimmten &#8220;Mit-dieser-Nachricht-kann-ich-nicht-allein-sein&#8221;-Skala, beispielsweise von eins bis sieben gehalten. Die sieben Grade sind hierfür nun natürlich völlig willkürlich gewählt, es könnten ebenso gut fünf oder neun sein. Doch zur ersten Veranschaulichung soll es genügen, hauptsache, ein Mittelwert für die durchschnittliche Tangierung ist vorhanden.</p>
<p>Bei einer 1 würde ich Neuigkeiten der Art &#8220;Oma Dornbergs Katzenhospiz erhält einen Scheck über soundsoviel Euro&#8221; einordnen. Ich habe zu Katzen ein nur virtuell gutes Verhältnis und eine Geldspende für einen solchen Verein ist allenfalls, naja, O.K. für die dort Miauenden.</p>
<p>Das vorgestrige Ereignis in Winnenden bekäme von mir den Mittelwert. Wie gesagt, ich habe dabei etwas empfunden und es hat mich zur Kommunikation bewegt. Dem Amoklauf in Alabama würde ich fast schon einen Wert darunter geben, weil: Weiter weg geschehen und eine Nachricht wie aus den USA mittlerweile gewohnt, so traurig sich das jetzt auch schreiben lässt.</p>
<p>Das Geschehen am 11.09.2001 muss eine 6 erhalten, wenn nicht sogar zwischen 6 und 7. Damals benötigte ich unbedingt jemanden in meiner Nähe. Man wusste schließlich nicht, was als nächstes passierte. Von Krieg bis Weltuntergang war alles denkbar, die liebsten Menschen wollte man irgendwie bei sich wissen, wenn vielleicht auch lediglich telefonisch möglich.</p>
<p>Die definite 7 erhielten nur Anzeichen der kommenden Apokalypse. Wird die erste Bombe gezündet, fürchtet man schließlich bereits die nächsten Explosionen. Den Untergang der Menschheit möchte bestimmt niemand alleine oder womöglich sogar auf der Arbeit verbringen. Ich glaube, es war Jim Morrison, der einmal geäußert hatte, bei den ersten Anzeichen des absoluten Endes würde er gerne &#8220;goldene Begattungen&#8221; in den Straßen sehen.</p>
<p>Ich finde, die Redaktionen könnten ruhig einmal mit meiner &#8220;Mit-dieser-Nachricht-kann-ich-nicht-allein-sein&#8221;-Skala arbeiten, ich stelle sie gerne zur Verfügung. Sie ist den freien Mitarbeitern und Praktikanten bestimmt einfacher zu vermitteln als die Theorie vom Nachrichtenwert (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nachrichtenwert">ach guck, da ist sie ja</a>).</p>
<p>(<a href="http://www.flickr.com/photos/edenpictures/2915318327/">Foto</a>: <a href="http://www.flickr.com/photos/edenpictures/">edenpictures</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en">Lizenz</a>)</p>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/0ff1e67f0bd24d7e89eaa53981b12c66" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Schwarz und konservativ</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2009/01/12/globales/schwarz-und-konservativ.html</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 17:04:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischa-Sarim Verollet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Globales]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich kann mir richtig vorstellen, wie die Synapsen von Ultrakonservativen wie Ultralinken angesichts dieser Story völlig überlasten und überhitzen: Zzzrrzrzr... Der ist doch Moslem... zzzZZrzZrrr...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich kann mir richtig vorstellen, wie die Synapsen von Ultrakonservativen wie Ultralinken angesichts <a href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,597943,00.html">dieser Story</a> völlig überlasten und überhitzen: </strong></p>
<p>Zzzrrzrzr&#8230; Der ist doch Moslem&#8230; zzzZZrzZrrr&#8230; aber bei der CDU&#8230; ZZZZZZ&#8230; und die sind doch christlich-konservativ&#8230; rzZZrzrzrttzrzr&#8230; und der Junge ist dunkelhäutig&#8230; rrrrzzzrtztzrtzrzrzrz Hö?&#8230; rrrZrzrzezrzrzrzrzrzrzweziurzqio&#8230; ????&#8230; wuerzaiuwerzaoisubdfzaduzoibfuafsdoh&#8230; FAIL! FAIL! FAIL! FAIL!</p>
<blockquote><p>Er trägt ein ordentlich gebügeltes Hemd, darüber gern Pullover mit V-Ausschnitt, am Handgelenk eine große silberne Uhr. Er sagt Sätze wie: &#8220;Ich bewundere Helmut Kohl, den ewigen Kanzler.&#8221; Ziemlich brav wirkt er. Manche würden sagen: wie ein typischer Schnösel. Aber der Weg von Younes Ouaqasse, 20, ist ziemlich ungewöhnlich. Mit 15 trat er der  Jungen Union bei, mit 16 auch der Mutterpartei CDU. Jetzt, mit 20, führt er deren Schülerorganisation an: Er ist Bundesvorsitzender der Schülerunion, 10.000 Mitglieder stark. Und Younes Ouaqasse ist gläubiger Muslim.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/leben/0,1518,597943,00.html">SpOn: Junger Konservativer &#8211; Schwarz aus Überzeugung</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Stell Dir vor: Es ist Krieg!</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2008/12/17/globales/stell-dir-vor-es-ist-krieg.html</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Dec 2008 11:56:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus.freise</dc:creator>
				<category><![CDATA[Globales]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Oft haben wir darüber lamentiert, wie sehr die Verantwortlichen darum herum eiern, ob Deutschland nun im Krieg ist. Dabei ist die Wahrheit noch viel schlimmer.

<h2>Verwandte Beiträge:</h2><ol><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/01/05/globales/zwei-gedanken-zu-gaza.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Zwei Gedanken zu Gaza'>Zwei Gedanken zu Gaza</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/01/19/featured/george-w-bush-midnight-regulations.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Bush, Schlechtmensch bis zum Schluss'>Bush, Schlechtmensch bis zum Schluss</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/11/16/featured/not-quite-born-in-the-usa.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: (Not quite) born in the U.S.A.'>(Not quite) born in the U.S.A.</a></li></ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon <a href="http://sparrenblog.twoday.net/stories/5285795/">oft</a> <a href="http://www.blogboys.de/2008/11/16/globales/lesenswert-1-sie-werden-angesprengt.html">genug</a> haben wir darüber lamentiert, wie sehr die Verantwortlichen darum herum <a href="http://sparrenblog.twoday.net/stories/5267645/">eiern</a>, ob Deutschland nun in Afghanistan im Krieg ist oder auch nicht. Und was eigentlich „asymetrisch“ bedeutet. Es hängt uns selbst zum Hals raus. Dabei ist die Wahrheit noch viel schlimmer: Es ist nicht nur so, dass wir im Krieg sind, wir waren das schon vor Jahren. Beteiligt an einem Krieg, den die damalige Regierung sogar strikt abgelehnt hat. Der Irak-Krieg.</p>
<p>Das ist kein besonders neues Thema, sondern wird im Netz schon reichtlich abgedeckt (<a href="http://www.google.com/search?client=safari&amp;rls=de-de&amp;q=rot+grün+krieg+irak&amp;ie=UTF-8&amp;oe=UTF-8">Google-Ergebnisse</a>). Es bekommt aber neue Nahrung, da nun konkrete Informationen von amerikanischer Seite ins Bild eingefügt werden, die einmal nicht als „anonyme Quelle“ tituliert werden, die irgendwie irgendwas behauptet, das mal ebenso von Schröder, Steinmeier &amp; Co. dementiert werden kann.</p>
<p>So veröffentlicht <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,596913,00.html">Spiegel Online heute ein Interview mit dem amerikanischen General James Marks</a>, in dem dieser nicht nur klarstellt, dass deutsche Regierungsbeamte &#8211; Mitglieder des <a href="http://www.bnd.de">BND</a> &#8211; im Rahmen der Invasion in den Irak im Frühjahr 2003 Informationen an das amerikanische Militär geliefert haben, sondern dass deren Berichten und Fotos äußerst wertvoll für den Kriegs-Einsatz der amerikanischen Truppen waren. Gar:</p>
<blockquote><p>„Wir haben den Informationen aus Deutschland stärker vertraut als denen der CIA. Wir haben schnell festgestellt, wie zuverlässig die Berichte waren, denn die deutschen Kräfte berichteten nur, was sie gesehen, gefühlt oder gerochen hatten.“ <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,596913,00.html">Spiegel Online</a></p></blockquote>
<p>So langsam frage ich mich wirklich, wie genau die Definition lautet, ab der Deutschland bzw. deutsche Politiker von „Krieg“ sprechen. Die Wikipedia sagt:</p>
<blockquote><p>„Krieg ist ein unter Einsatz erheblicher Mittel mit Waffen und Gewalt ausgetragener Konflikt, an dem mehrere planmäßig vorgehende Kollektive beteiligt sind. Ziel der beteiligten Kollektive ist es, den Konflikt durch gewaltsame Kämpfe und Erreichen einer Überlegenheit zu lösen. Die dazu stattfindenden Gewalthandlungen greifen gezielt die körperliche Unversehrtheit gegnerischer Individuen an und führen so zu Tod und Verletzung. Krieg schadet so auch der Infrastruktur und den Lebensgrundlagen der Kollektive.” <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Krieg">wikipedia.de</a></p></blockquote>
<p>Zwei sind ein <strong>Kollektiv</strong>. Zwei waren <strong>beteiligt</strong> mit <strong>mehreren</strong>, die <strong>Gewalt</strong> ausgeübt haben um den <strong>Konflikt</strong> zu <strong>lösen</strong>. Also: Krieg.</p>
<div id="attachment_1011" class="wp-caption alignnone" style="width: 575px"><a href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2008/12/1319861894_d31ebe8b43_b.jpg" rel="shadowbox[post-1010];player=img;"><img class="size-full wp-image-1011" title="Bild: www.flickr.com" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2008/12/1319861894_d31ebe8b43_b.jpg" alt="" width="565" height="424" /></a><p class="wp-caption-text">Bild: www.flickr.com</p></div>
<p>Doch was viel spannender ist: Wie wird sich der <a href="http://www.frank-walter-steinmeier.de/">Kanzlerkandidat Frank Walter Steinmeier</a> aus dieser Affäre herausziehen; zumal er zum damaligen Zeitpunkt Kanzleramtschef von Gerhard Schröder in einer rot-grünen Regierung gewesen ist, die diesen Krieg im Irak in der Außendarstellung strikt ablehnte, nach innen jedoch unterstützte. Ganz gleich, ob die beiden eingesetzten Beamten bzw. die BND-Zentrale in Pullach direkte Order von „oben“ bekommen haben oder &#8211; was ich für sehr unwahrscheinlich halte &#8211; auf eigene Faust gehandelt haben, als sie die Informationen an die Streitkräfte der Amerikaner weitergaben: Die Verantwortung dafür liegt bei der Regierung, die den initialen Auftrag gab, Geheimdienstler nach Bagdad zu schicken. Denn wer an einem Krieg nicht teilnehmen will, der sollte nicht daran teilnehmen. Und sich vor allem nicht in so einem furchtbaren Zynismus verlieren:</p>
<blockquote><p>„Das Ziel war, Menschenleben zu schützen.“ Der BND habe Koordinaten von Einrichtungen weitergegeben, die ausdrücklich nicht bombardiert werden sollten wie Krankenhäuser oder Botschaften. <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/steinmeier-gibt-zu_aid_103550.html">focus.de</a></p></blockquote>
<p>Wie kann es jemand wagen, sich für das Amt des Bundeskanzlers der Bundesrepublick Deutschland zu bewerben, der nicht genug Eier in der Hose hat, die Wahrheit zu sagen? Denn was uns die Wikipedia über die Funktion des Bundeskanzlers sagt, sagt genau, warum dieser Mann meine Stimme nicht bekommen wird. Das Zauberwort heißt „Verantwortung“:</p>
<blockquote><p>„Er (der Bundeskanzler) „bestimmt die Richtlinien der [von der Bundesregierung vertretenen] Politik“. <strong>Er trägt hierfür auch die <em>Verantwortung</em>.</strong>” <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bundeskanzler_(Deutschland)#Richtlinienkompetenz_und_Kollegialprinzip">wikpedia.de</a>, Auszeichnung durch uns</p></blockquote>
<p>Verantwortung, Herr Steinmeier. Bitte übernehmen Sie Verantwortung. Das ist das mindeste, was man noch erwarten kann, wenn sie damals schon so dreist waren, zu heucheln.</p>


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		<title>Yeah! Peer!</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Dec 2008 06:02:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischa-Sarim Verollet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Globales]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicht, dass ich seine Politik uneingeschränkt toll fände. Aber von den derzeit rumchargierenden Damen und Herren in Berlin ist er derjenige, der der als einziger Integrität und Authenzität beweist.

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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nicht erst die <a href="http://veranstaltungen.zeit.de/zeit_matinee/peer_steinbrueck.002056.html">gestern auf Phoenix ausgestrahlte ZEIT-Matinee</a> hat mich in meiner Meinung bestärkt, dass wir mit Peer Steinbrück nicht nur einen der besten Finanzminister aller Zeiten haben, sondern auch wahrscheinlich den einzig wirklich fähige Politiker in der amtierenden Regierung. Nicht, dass ich jede seiner politischen Entscheidungen uneingeschränkt toll fände. Aber von den derzeit rumchargierenden Damen und Herren in Berlin ist er derjenige, der der als einziger wirklich Integrität und Authenzität beweist.</strong></p>
<p>Und damit stehe ich nicht allein, nicht nur in der Bevölkerung, auch <a href="http://www.infratest-dimap.de/?id=39#ue3">quer durch alle politische Lager</a> genießt der Finanzminister großes Vertrauen. Von den ZEIT-Herausgebern Jose Joffe (Typ CSU-Kreistagsabgeordneter) und Michael Naumann (Typ Sozialpädagoge, wegen einer Familienfeier ausnahmsweise im Anzug) nach den Gründen für die breite Zuneigung gefragt antwortete Peer Steinbrück launisch mit ein paar (von mir sinngemäß zitierten) Allgemeinplätzen, die dennoch in der heutigen beinahe ausschließlich von Machterhalt geprägten politischen Landschaft beinahe visionär anmuten:</p>
<blockquote><p>Weite Teile meiner Partei und der Union haben nicht begriffen, dass man den klassischen Parteifunktionär nicht mehr haben möchte. (&#8230;) Im Vordergrund muss stehen: Erst das Volk, dann die Partei!</p></blockquote>
<p>Banal, ja, platt! Aber wahr! Und er legt damit den Finger in die offene Wunde der dahindarbenden deutschen Bundespolitik. Und Peer Steinbrück geht weiter, er schreckt auch nicht davor, international Kritik anzubringen. So warf er den Briten berechtigterweise Quatsch beim Krisenmanagement vor und <a href="http://www.zeit.de/online/2008/51/steinbrueck-newsweek">kritisierte die Mehrwertsteuersenkung</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Unsere britischen Freunde senken nun ihre Mehrwertsteuer. Wir haben keine Ahnung, wie viel Geschäfte davon an ihre Kunden weitergeben. Kauft man wirklich einen DVD-Spieler, weil er nun 39,10 statt 39,90 Pfund kostet?&#8221;, sagte er. Die Maßnahmen höben Großbritanniens Staatsverschuldung auf ein Niveau, für das &#8220;eine ganze Generation&#8221; arbeiten müsse, um sie wieder abzubauen.</p></blockquote>
<p>Das mag nun natürlich wirklich undiplomtisch gewesen sein &#8211; aber meiner Meinung nach leben wir in einer Zeit, in der die Diplomatie sekundär ist und die Krisenbewältigung an erster Stelle steht. Auch was Steuererleichterungen in Deutschland angeht hat der Bundesfinanzminister eine klare Meinung, die er in der ZEIT-Matinee äußerte:</p>
<blockquote><p>Angesichts der absurden Diskussion über Steuererleichterungen stellt sich mir die Frage, ob manche Politiker eigentlich nur in Kästchen denken oder ob sie nicht auch mal Verbindungen herstellen.</p></blockquote>
<p>Man könne nun mal nicht mehr für Bildung, Soziales und den Arbeitsmarkt tun und gleichzeitig flächendeckend Steuern senken. Das wäre nur bis zur Nasenspitze gedacht, man müsse auch mal die ressortübergreifenden Zusammenhänge erkennen. Mit der Ablehnung von Steuererleichterungen macht man sich nun mal wirklich nicht beliebt, sie ist das Gegenteil von Populismus. Aber mit dieser Position beweist Peer Steinbrück, der angesichts von unüberlegten Steuererleichterungen die Konsolidierung in Gefahr sieht sowie die Rückkehr zur defizitär arbeitenden Politik befürchtet, dass er tatsächlich seinen Job macht und keinen Wahlkampf betreibt. Und das vielleicht als einziger deutscher Politiker in der aktuellen Regierung. Erfrischend und gleichzeitig traurig.</p>
<p>(Teaserfoto: <a href="http://www.flickr.com/photos/upim/2346730833/">Timo Heuer</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de">Lizenz</a>)</p>


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		<title>Der Banken-Test</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Dec 2008 20:53:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rouven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Headline]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>

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		<description><![CDATA[Zuerst Banken-, dann plötzlich Finanzkrise. Wenig später entwickelte sich daraus plötzlich eine weltweite Wirtschaftskrise.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zuerst Banken-, dann plötzlich Finanzkrise. Wenig später entwickelte sich daraus plötzlich eine weltweite Wirtschaftskrise. Doch Du und ich, wir merken davon bislang nichts. <a href="http://www.faz.net/s/Rub58241E4DF1B149538ABC24D0E82A6266/Doc~EB77705DF8FCC4E18AAECF93443365E50~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Die Menschen auf der Straße fühlen sich verunsichert</a>, wissen nicht so recht, wie sie mit dem umgehen sollen, was sich dort angeblich so dunkel am Horizont abzeichnen soll. Da niemand etwas fühlt im Portemonnaie, wird der Weihnachtseinkauf dann erst einmal doch nicht eingeschränkt, bevor man das liebe Geld dem &#8211; früher noch als so nett angesehenen &#8211; Bankangestellten in den Rachen wirft.</p>
<p>Die ZEIT hat sich vorgenommen, dem Ursprung allen Übels auf den Grund zu gehen, dem kleinen Mann in seiner Verwirrung zu helfen und zwei Testpersonen nach Frankfurt zu schicken. Dort haben die beiden schwergewichtigen Experten eine Bank nach der anderen auf Herz und Nieren überprüft. Welche Bank gilt als vertrauenswürdig, welcher kann man problemlos sein ganzes Futter anvertrauen oder &#8211; anderenfalls &#8211; welche Bank löst bei ihrem bloßen Anblick eine derart große, innere Unruhe aus, dass man am Besten schnell an ihr vorübergeht?</p>
<p><center><a href="http://www.zeit.de/online/2008/49/bank-tester"><br />
Hier geht es zum lesenswerten Test</a></center></p>
<p>Eine echte Hilfe. Danke, ZEIT.</p>
<p>(<a href="http://flickr.com/photos/jono2k5/2408163567/">Teaserfoto</a>: <a href="http://flickr.com/photos/jono2k5/">thejonoakley</a> , <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en">Lizenz</a>)</p>
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		<title>Willkommen in der Deutschen (Anti-)Demokratischen Republik</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2008/12/08/globales/willkommen-in-der-deutschen-anti-demokratischen-republik.html</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Dec 2008 18:30:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischa-Sarim Verollet</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ick kann jar nich soville fressen, wie ich kotzen möchte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ick kann jar nich soville fressen, wie ich kotzen möchte.<br />
</strong></p>
<blockquote><p><strong>SPIEGEL ONLINE</strong>: Und wann ist Terrorismus international? Schon wenn ein Verdächtiger eine Mail aus Pakistan erhält oder ausländische Zeitungen liest?</p>
<p><strong>Bruch</strong>: Eine Mail reicht aus. Wenn das Mainzer LKA erfährt, dass jemand eine verdächtige Nachricht aus Pakistan bekommt, melden wir das ans BKA und verständigen uns, wer in diesem Fall den Hut aufhat.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,594728,00.html">Zum Interview</a> (<a href="http://killefit.net/blog/2008/12/07/bka-gesetz-eine-verdachtige-mail-reicht-aus/">via</a>)</p>
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		</item>
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		<title>Warum Deutschland kein Land der Innovationen ist</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2008/12/01/featured/warum-deutschland-kein-land-der-innovationen-ist.html</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Dec 2008 07:43:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischa-Sarim Verollet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Globales]]></category>
		<category><![CDATA[Briefmarken]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Post]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Post bietet Briefmarken per Handy an. Toller Service. Wenn er nicht gerade doppelt so teuer wie der klassische Dienst wäre.

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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-794" title="briefmarke" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2008/12/briefmarke.jpg" alt="" width="565" height="282" /></p>
<p>(Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/vegas/370996018/">Marcus Vegas</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de">Lizenz</a>)</p>
<p><strong>Der Bierdeckel der Charlottenburger Kneipe verheißt einen <a href="http://www.pcwelt.de/start/mobility_handy_pda/pda_smartphone/news/175991/briefmarke_per_handy/">tollen Dienst</a>: Man schicke eine SMS mit &#8220;Brief&#8221; oder &#8220;Postkarte&#8221; an die 22122 und schon erhält man eine 12-stellige Zahl, die man anstatt einer Marke und damit den leidigen Weg ins Amt sparend auf das Medium schreiben kann. Toll. Wirklich etwas Sinnvolles, denke ich, wie oft habe ich mir schon gedacht, och, Brief schreiben, ja, aber jetzt noch raus in die Kälte und zum Amt, nein, danke.</strong></p>
<p>Sollte die deutsche Post tatsächlich mal etwas wirklich Cooles entwickelt haben, frage ich mich gerade, als ich einen Blick auf das Kleingedruckte werfe. Die Kosten für eine Briefmarke belaufen sich auf 95 cent, die einer Postkartenmarke auf 85. 85. Fünfundachtzig. Knapp 40 Cent mehr als eine Klassische. Zzgl. Gebühren des Anbieters (bislang nur T-Mobile, Vodafone, E-Plus).</p>
<p>Das. Kann&#8217;s. Einfach. Nicht. Sein. Es kann einfach nicht sein, dass dieser praktische Dienst 40 Cent mehr kostet! Es ließe sich nur damit erklären, dass der Bearbeitungsaufwand größer ist &#8211; vielleicht muss diese Marke wegen Unleserlichkeit von Hand kontrolliert werden, andererseits müsste dann jeder meiner Postkarten 40 Euro mehr kosten, aber die werden ja auch gescannt. Aber selbst das rechtfertigt in der Masse keine Erhöhung von 40 Cent PRO MARKE! Das ist doch Quatsch! Da rennt man doch wirklich lieber zur Post und holt sich zwischendurch für 50 Cent am Bahnhof einen warmen Kakao.</p>
<p>So wird dieses Produkt ausschließlich ein Notfallprodukt bleiben, wenn&#8217;s mal wirklich nicht anders geht. Andererseits nutzen die Leute, die wirklich oft Notfälle in Sachen Brief haben, meistens ohnehin schon Dienste wie STAMPIT. Deshalb: Dieser Service &#8211; zumal der Mann am Schalter und das Papier wegfällt &#8211; dürfte maximal bei einem Brief 50 Cent kosten, denn mit den zusätzlich anfallenden Handygebühren wäre man dann knapp über dem Preis einer klassischen Marke. Und das wäre eine realistische und attraktive Preisgestaltung für ein wirklich innovatives Produkt. Aber da hat man wie immer in Deutschland wieder nur bis zur eigenen Nasenspitze gedacht.</p>
<p>Habe nur ich das Gefühl, oder ist Deutschland wirklich das Land der halben Sachen in Sachen Innovationen? Das fängt doch schon regional mit der NW an, die ganz innovativ einen Blogspot anbietet, diesen aber ausschließlich den Lesern der Printausgabe zur Verfügung stellt, statt ihn auf nw-news.de zu veröffentlichen, wo er doch am meisten Sinn machte. Und es geht weiter mit der DB, die zwar Online-Tickets anbietet, der Kontrollvorgang im Zug aber dann so aufwändig ist (Code scannen, Bestätigung abwarten, Kreditkarte durchziehen und dann noch stempeln), dass die Schaffner immer genervt aufseufzen, wenn ein Fahrgast mit der Variante unterwegs ist.</p>
<p>Und jetzt auch noch die Briefmarke per Handy. Eine wirklich tolle, tolle Erfindung. Die sich aber selbst ad absurdum führt durch die Preisgestaltung. Das ist fast wie iTunes, die zwar Serien online anbieten &#8211; aber zu einem Preis, zu dem man bei Saturn die Originalbox bekommt. Ok, letzteres kein deutsches Problem. Aber das Prinzip passt. In Deutschland greift man scheinbar Innovationen gern auf, bekommt dann aber Muffensausen und versucht das ganze klassisch kaufmännisch zu betrachten. Vielleicht sollten die Jungs mal ein Praktikum in Silicon Valley machen. Dort erführen sie, dass das gerade in Sachen Innovationen der falsche Weg ist.</p>


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		<title>Das Geheimnis erfolgreicher Integration</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Nov 2008 13:45:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischa-Sarim Verollet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
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		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich letztens des Nachts schlaflos im Bett lag, kam mir die Lösung des Problems unserer Integrationspolitik. Und sie ist denkbar einfach. Banal, könnte man fast sagen.

<h2>Verwandte Beiträge:</h2><ol><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/11/07/featured/quo-vadis-deutschland.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Quo Vadis, Deutschland?'>Quo Vadis, Deutschland?</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/11/16/globales/lesenswert-1-sie-werden-angesprengt.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Lesenswert (1): Sie werden &#8220;angesprengt&#8221;'>Lesenswert (1): Sie werden &#8220;angesprengt&#8221;</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/11/16/featured/not-quite-born-in-the-usa.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: (Not quite) born in the U.S.A.'>(Not quite) born in the U.S.A.</a></li></ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2008/11/multikulti.jpg" rel="shadowbox[post-675];player=img;"><img class="alignnone size-full wp-image-676" title="multikulti" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2008/11/multikulti.jpg" alt="" width="565" height="188" /></a></p>
<p>(Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/26010838@N06/2607821428/">Konservendose</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de">Lizenz</a>)</p>
<p><strong>Als ich letztens, von meiner allergischen Reaktion schwer geplagt, des Nachts schlaflos im Bett lag, kam mir die Antwort auf die Frage, weshalb unsere Integrationspolitik noch zu wenig Früchte trägt. Und sie ist denkbar einfach. Banal, könnte man fast sagen.</strong></p>
<p>Erfolgreiche Integration ist nicht in erster Linie eine Frage des gastfreundlichen Klimas, sondern der Zeit. Wobei ich jetzt weder Diskriminierung banalisieren noch Deutschland aus der Pflicht nehmen möchte, ganz im Gegenteil!</p>
<p>Aber bei aller berechtigten Kritik an nach wie vor verbreiteten Vorurteilen, Schwierigkeiten, mit denen ausländische Mitbürger zu kämpfen haben und rassistischen Übergriffen, die es noch zu oft gibt, muss man auch mal wohlwollend feststellen, dass Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten sehr viel dafür getan hat, dass man sich als Fremder hier wohlfühlt. Gerade im sozialen Bereich. Aber was fehlt &#8211; und was man sich natürlich wünscht und unter dem Oberbegriff &#8220;Multi-Kulti&#8221; herbeisehnt &#8211; ist eine übergreifende Identifikation mit Deutschland, eine Identifikation, die mit der Aussage &#8220;Ja, Deutschland ist meine zweite Heimat, in der ich mich wohlfühle, ja, ich bin deutsch!&#8221; einhergeht und erfolgreiche Integration mit einschließt. Denn, seien wir ehrlich, mangelhafte Integration ist ja nicht bloß ein deutschlandseitiges Problem. Viele möchten sich einfach nicht integrieren, und wenn in Deutschland aufgewachsene Jugendliche Deutsche halb tot prügeln und dabei mit stolzgeschwellter Brust berichten, sie töteten jetzt einen Deutschen, und überhaupt, Scheiß Deutschland, dann läuft etwas gehörig falsch. Dann müssen beide Seiten ihre Position hinterfragen. Dann fühlen sich unsere ausländischen Mitbürger offensichtlich nicht wohl und man fragt sich warum, denn bei allen nicht wegzudiskutierenden nach wie vor vorhandenen Problemen, die Ausländern gemacht werden, kann ich als deutscher Bürger mit Migrationshintergrund nur sagen: Man kann sich als Ausländer unterm Strich willkommen und wohl fühlen in Deutschland. Woran liegt&#8217;s also?</p>
<p><strong>Und dann musste ich an Amerika denken.</strong></p>
<p>Da sagt kaum noch ein schwarzer Mitbürger der USA, der dort genau wie viele seiner direkten Vorfahren geboren wurde, er wäre Kenianer oder Nigerianer oder Togolese. Nein, sie fühlen sich als Amerikaner, Afro-Amerikaner zwar, aber als Amerikaner.</p>
<p>Und nun ist es ja nicht gerade so, als hätte man die Schwarzen in Amerika auf Rosen gebettet. Während unsere Zuwanderer immerhin Gastarbeiter waren, kamen die ersten Schwarzen als Sklaven nach Amerika und waren &#8211; trotz des Endes der Sklaverei 1865 &#8211; weit bis in die 1960er (und in vielen Gegenden bis heute) Bürger zweiter Klasse. Trotzdem ist so gut wie jeder Afro-Amerikaner stolz, US-Bürger zu sein, stolz auf sein Land, seine Errungenschaften, seine Erfolge. Und der Schlüssel zum Geheimnis ist die eingangs erwähnte: Zeit. Wollen wir uns wirklich anmaßen, etwas in knapp 50 Jahren zu schaffen, wofür Amerika Jahrhunderte brauchte? Wie soll das gehen, wenn es selbst in der deutschen Ost-West-Frage interne Identifikationsprobleme gibt?</p>
<p>Ich sehe es ja anhand meiner eigenen Familie: Mein Vater brauchte zwanzig Jahre, um sich hier in Deutschland wohlzufühlen und sich soweit mit dem Land zu identifizieren, dass er die deutsche Staatsbürgerschaft annahm. Und ich, obwohl in Deutschland aufgewachsen, kämpfte lange Zeit mit meiner Identität, ständig zwischen Deutschland und England hin und her getrieben. Erst seit Kurzem bin ich tatsächlich in der Lage zu sagen: Ja, ich bin deutsch, anglodeutsch, Deutscher britischer Abstammung zwar, aber meine Heimat ist: Deutschland (und ich habe nach wie vor ausschließlich den britischen Pass, was mich nicht daran hindert, mich deutsch zu fühlen, das Argument mit der doppelten Staatsbürgerschaft ist also nicht stichhaltig). Nun sind zwanzig Jahre vielleicht nicht so lang, aber man darf auch nicht vergessen, dass meine Familie aus dem westeuropäischen Kulturkreis stammt. Für Menschen aus dem kleinasiatischen Raum dürfte es merklich länger dauern, ja, zig Generationen vielleicht, um sich hier heimisch zu fühlen.</p>
<p>Die ersten Schwarzen gab es auf dem Gebiet der USA schon im 17. Jahrhundert. Martin Luther King hielt seine berühmte &#8220;I have a Dream&#8221;-Rede im Jahr 1963. Wäre er nicht ermordet worden, wäre er heute 80 Jahre alt. Und hätte nach seiner Rede 45 Jahre warten müssen, um den ersten schwarzen Präsidenten erleben zu müssen. Die Schwarzen als solche mussten über 300 Jahre warten. Diesen Zeitraum werden wir in Deutschland hoffentlich unterbieten.</p>
<p><strong>Wenn wir es also schaffen, in Deutschland ein Klima des Willkommens für ausländische Mitbürger zu schaffen und aufrechtzuerhalten, dann ist Identifikation und Integration nicht eine Frage des Obs, sondern des Wanns.</strong> Und ich möchte bei Gott nicht die Wichtigkeit des gesellschaftlichen Klimas abwerten. Aber festzuhalten bleibt: Multikulti lässt sich nicht übers Knie brechen oder herbei diskutieren. Multikulti ist womöglich ein Traum, der sich noch nicht mal mehr in unserer Generation erfüllt. Was es vor allem braucht ist Geduld.</p>


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		<title>In Sachen: Sie werden angesprengt</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Nov 2008 16:31:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus.freise</dc:creator>
				<category><![CDATA[Globales]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Für alle, die auch nicht verstehen, wo genau jetzt der Unterschied zwischen dem deutschen „Ansprengen“ und dem „Wegsprengen“ der restlichen NATO besteht, haben wir das mal visualisiert.

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Blog-Kollege Mischa zitiert heute Morgen aus der ZEIT folgende Zeilen:</p>
<blockquote><p>„[...] Sie (Anm.: die Bundeswehrsoldaten in Afghanistan) sind nicht nur bewaffnete Entwicklungshelfer, sie stehen im Kampf, werden beschossen, werden auch »angesprengt«, wie es im Bundeswehrjargon heißt, und haben bittere Verluste, 26 Tote und ein Lazarett voll Verwundeter. [...]” <a href="http://www.zeit.de/2008/43/Bundeswehr-in-Afghanistan">ZEIT ONLINE</a></p></blockquote>
<p>Für alle, die auch nicht verstehen, wo genau jetzt der Unterschied zwischen dem deutschen „Ansprengen“ und dem „Wegsprengen“ der restlichen NATO besteht, haben wir das mal visualisiert:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2008/11/angesprengt.jpg" alt="" width="500" height="378" /></p>
<p>Bild: Markus Freise, publiziert unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">Creative Commons</a></p>


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		<title>(Not quite) born in the U.S.A.</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Nov 2008 13:20:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus.freise</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Filme]]></category>
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		<description><![CDATA[Auch wenn ich nicht in den U.S.A. geboren bin, so bin ich doch ein Kind Amerikas. Das ist auch gut für meine Identität. Ein „Deutscher“ sein, dass darf man ja nicht. 

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich war, bin und werde vermutlich immer ein Anhänger der amerikanischen Lebenskultur sein. Ich meine das ganz ohne Ironie. Unter anderem liegt das vermutlich darin begründet, dass wir in unserer Kindheit und Jugend nicht nur der endlosen Entnazifizierung ausgesetzt waren und in dessen Prozess unsere historische Staats-Kultur gleich mit ausradiert wurde. Mehr noch wurde der so entstehende kulturhistorische Raum mit Amerikanismus gefüllt. Da steckt er nun. Und an irgendetwas muss man als Deutscher ja glauben dürfen, wenn nicht an sich selbst.</p>
<p>Und so, wie ein unheilbar Geisteskranker lernen muss, mit seinem Wahnsinn zu leben, so habe auch ich irgendwann entschieden, mich dem „Amerikaner“ in mir hinzugeben. Denn neben dem Zwang, die englische Sprache kaputt zu nuscheln und seine Putzfrau wegen sexueller Belästigung zu verklagen, weil sie den Schrubber so ungehörig anfasst, gibt es vieles Gutes in Übersee: New York, Rockmusik und Kirsten Dunst. BigMacs, Apple und Poetry Slam.</p>
<div id="attachment_623" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-623" title="Blick von World Trade Center auf die Freiheitsstatue, 1999" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2008/11/freiheitsstatue-wtc.jpg" alt="Blick von World Trade Center auf die Freiheitsstatue, 1999" width="500" height="302" /><p class="wp-caption-text">Meim Blick von World Trade Center auf die Freiheitsstatue, 1999</p></div>
<p>Im Ernst: Ich liebe den „American way of life.” Was mir an Amerika immer wieder imponiert, ist der Zusammenhalt seiner Bürger. In Zeiten, in denen es knüppeldicke kommt. Zum Beispiel jüngst: Der Massenansturm bei der Präsidenten-Wahl. Dieser Moment, in dem es vielleicht gar nicht darum ging, Barack Obama zu wählen, sondern darum, das System „Bush und Co.” &#8211; die schlimmste politische Katastrophe die das Land seit Nixon erleben musste &#8211; abzuwählen. Ganz gleich, was über dieses Land hereinbricht, am Ende stehen sie zusammen wie eins und steuern die Schrottkarre doch noch durch die Kurve. Sie mögen dabei in ihrer Moral häufig bigott sein. Sie mögen manchesmal Wasser predigen und Wein saufen. Sie mögen in ihren Alleingängen arrogant wirken. Aber so ist dieses Land entstanden. Aus Abschottung und Zusammenhalt. Und so hält es sich am Leben. Der einzige Krieg, der jemals auf ihrem Staatsgebiet stattgefunden hat, den mussten sie aus diesem Grund wohl auch mit sich selbst haben.</p>
<div id="attachment_624" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2008/11/new-york-sub.jpg" rel="shadowbox[post-617];player=img;"><img class="size-full wp-image-624" title="Bill Clinton und ich in der New Yorker U-Bahn, 1999" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2008/11/new-york-sub.jpg" alt="Bill Clinton und ich in der New Yorker U-Bahn, 1999" width="500" height="338" /></a><p class="wp-caption-text">Bill Clinton und ich in der New Yorker U-Bahn, 1999</p></div>
<p>Diese Gedanken sind mir in den vergangenen Tagen gekommen. Nicht nur wegen der Wahl und dem deutschen Umgang damit: Erst Obama herbeisehnen. Und wenn er dann da ist zu sagen: Naja, so toll ist er aber auch nicht.</p>
<p>Sondern auch während eines ausschweifenden Medienkonsums in der vergangenen Woche. Da habe ich bei der Arbeit mal keine Musik gehört, sondern nebenher Filme geschaut. Und weil ich, wie die Jungfrau zum Kinde, an einen Zugang zum amerikanischen iTunes-Store gekommen bin, füttere ich zur Zeit mein Medienmonster ausschließlich mit angloamerikanischen Popcorn. Neben der &#8211; wirklich herausragenden &#8211; Fernsehserie „Heroes“, die ich so bereits in Staffel 3 schauen kann, habe ich mir noch einige Filme gekauft. Unter anderem Ridley Scotts „Black Hawk Down“ (<a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0000633M0?ie=UTF8&amp;tag=markus0b&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B0000633M0">Amazon-Link</a>). Das ist Krieg.  Uramerikanisch. Und auch nur als „Amerikaner“ oder „hemmungslos amerikanisierter Westdeutscher“ zu verstehen.</p>
<p>„Black Hawk Down“ erzählt die Geschichte der „Schlacht um Mogadischu“ von 1993. Dort geriet die von Rangern und Delta Force durchgeführte „Operation Irene“ bei ihrem Versuch, den somalischen Clanführer Aidid in Mogadischu zu verhaften, auf Grund einer Kette unglücklicher Zwischenfälle und Umstände in einen erbitterten und mehr als einen Tag und eine Nacht dauernden Kampf mit somalischen Milizen. Dabei waren die Soldaten in der Stadt weitestgehend auf sich gestellt und mussten große Verluste hinnehmen. Sowohl Luftunterstützung als auch gepanzerte Fahrzeuge zur Bergung der eingeschlossenen Soldaten standen schlicht nicht zur Verfügung. Die Politik in Washington hatte ein Blutbad befürchtet, würden sie mit Panzern in die Stadt vordringen. Nun hatten sie zwar keine Panzer, aber ein Blutbad. Darin baden mussten das nur nicht die Oberen, sondern die Soldaten.</p>
<p>Ridley Scott hat diese Ereignisse vom 3. Oktober 1993 in seinem Film „Black Hawk Down“ verarbeitet. Natürlich wirft  das deutsche „Lexikon des internationalen Films“ Scott folgendes vor:</p>
<blockquote><p>„Außer dem minutiös und realistisch nachgezeichneten Schlachtgetümmel bietet der in Zusammenarbeit mit der US-Army entstandene Film kaum Informationen. Erst recht bezieht er keine Position zur gescheiterten UNO-Friedensmission.” Lexikon des internationalen Films, Quelle: Wikipedia</p></blockquote>
<p>Das kann man so sehen. Wenn man es aus der deutschen Perspektive betrachtet in der es stets darum gehen muss, den Zeigefinger zu heben und zu mahnen. Natürlich kann man den Film aus einer geopolitischen Sichtweise angehen und hinterfragen, aus welchen Voraussetzungen diese Situation entstehen konnten und welche langfristigen Konsequenzen es hatte. Ganz klar gibt es äußerst kritische Momente im Handeln der amerikanischen Politik.</p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_621" class="wp-caption alignright" style="width: 210px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2008/11/black_hawk_down_ver1.jpg" rel="shadowbox[post-617];player=img;"><img class="size-full wp-image-621" title="Black Hawk Down" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2008/11/black_hawk_down_ver1.jpg" alt="Black Hawk Down" width="200" height="300" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Wenn wir jedoch genau diese Politik außen vor lassen, wird ein großartiger Film draus. Wenn man „Black Hawk Down“ aus der Sicht des einzelnen Soldaten betrachtet, der in diesem Wahnsinn gefangen ist. Denn wer genau hinsieht, wird erkennen, dass es Scott vermutlich um diesen Aspekt der Geschehnisse ging. Immer wieder werden die Soldaten als Persönlichkeiten gezeichnet. Wie aus einem großen, unübersichtlichen Mosaik werden sie wie Steine herausgenommen, kurz betrachtet und wieder in das Bild eingefügt. In dem, was sie sagen. In dem, was sie tun. So wird klar, dass die dort gezeigten Ereignisse nicht dem Staat Amerika zustossen, sondern einzelnen, einfachen Soldaten. Oder wie es der von Eric Bana gespielte „Hoot“ zum Schluss zu „Eversman“ (Josh Hartnett) sagt:</p>
<blockquote><p>„When I get home and people ask me,&#8217;Hey, Hoot, why do you do it, man? What are you? Some kind of war junkie? I won&#8217;t say a goddamn word. Why? They won&#8217;t understand. They won&#8217;t understand why we do it. They won&#8217;t understand that it&#8217;s about the men next to you. And that&#8217;s it. That&#8217;s all it is.“ <em>Hoot (Eric Bana), Black Hawk Down</em></p></blockquote>
<p>Natürlich ist es ein leichtes, dem Film mangelnde Differenzierung gegenüber der somalischen Position, dem einzelnen Milizionär vorzuweisen. Tatsächlich werden die „Skinnies“, wie die Somalis von den Soldaten bezeichnet werden, in keinster Weise charakteresiert. In kurzen Sequenzen versucht Scott zwar auch hier zu zeigen, dass es um Einzelschicksale geht. Als beispielsweise ein Somali beim „Versuch“ einen amerikanischen Soldaten zu töten versehentlich ein Familienmitglied tötet. Zu mehr reicht es nicht. Denn man darf bei solch einer Kritik nicht vergessen, dass ein Film nur ein bestimmte Zeitspanne zur Verfügung hat, eine Geschichte zu erzählen und nicht jeder Regisseur den Aufwand in Kauf nimmt, den Clint Eastwood betrieben hat, als er die Schlacht um Iwo Jima im 2. Weltkrieg einmal aus Sicht der Amerikaner &#8211; „<a href="ttp://www.amazon.de/gp/product/B000PC864K?ie=UTF8&amp;tag=markus0b&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B000PC864K">Flags of our Fathers</a>“ &#8211; und einmal aus japanischer Betrachtung &#8211; „Letters from Iwo Jima“ (<a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000PKHVXE?ie=UTF8&amp;tag=markus0b&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B000PKHVXE">Amazon-Link</a>) &#8211; schilderte. Wobei der letztere tatsächlich der Bessere ist.</p>
<p>So müssen die „Skinnies“ als Metapher herhalten. Als ein wütendes Volk, das als Spielball zwischen UNO, dem Amerikanern und den Führern in Somalia genutzt wird. Lediglich zweimal kommen die Somalis wirklich zu Wort. Wenn es darum geht dem Zuschauer zu erklären, dass die Dinge die dort geschehen, den Lauf der Geschichte ändern werden. So sagt ein Mr. Atto zu Beginn in einem Gespräch mit dem amerikanischen General Garrison:</p>
<blockquote><p>„Don&#8217;t make the mistake of thinking because I grew up without running water I am simple General. I do know something about history. See all this? It&#8217;s simply shaping tomorrow. A tomorrow without a lot of Arkansas white-boys&#8217; ideas in it.” <em>Mr. Atto, Black Hawk Down</em></p></blockquote>
<p>Und was ist mit der ganzen Rockmusik und den Sonnenuntergängen im Film? Dem Pathos undr Kitsch? Wer das an Ridley Scott kritisiert, sollte keinen Ridley Scott-Film schauen. Scott war schon immer für das „große Bild“. Und wer so argumentiert, der hat nicht genau hingeschaut. Natürlich beginnt der Film mit „Boooah! Geil!”-Bildern von Hubschraubern, Sonnenuntergängen und Rockmusik-Untermalung, wie es in der Miltiär-Schomzette „Top Gun“ nicht besser sein könnte. Wer weiß, wie man Geschichten erzählt, der weiß, dass man zur Darstellung des Hässlichen zuerst das Gegenteil &#8211; Schönheit &#8211; darstellen muss. Das manchmal ein Wimpernschlag genügt, das Kartenhaus in dem man sitzt einstürzen zu lassen. Und so bricht diese ganze „Leichtigkeit“ und „Schönheit“ des Krieges &#8211; das Herumalbern großer Jungs in der Sicherheit ihres eigenen Camps, ihrer Festung, dieses „Räuber und Gendarme“ auf hohem Niveau &#8211; genau in dem Moment zusammen, als der unerfahrene Soldat Blackburn, beim Versuch sich abzuseilen, aus dem Helikopter stürtzt, so die minutiös geplante Mission durcheinanderbring und die Katastrophe damit ihren Anfang nimmt.</p>
<p>Von da an übernimmt Ridley Scott die Rolle des Beobachters, der den Kampf darstellt ohne in zu bewerten. Immer wieder wechselt die Kamera in die Subjektive. Von hinter einem Verschlag. Aus der Luft. Wenn überhaupt, zeigt er die Hilflosigkeit der Amerikaner inmitten des Chaos, das sie beschworen haben, das die Somalis nun beherrschen. Dieselben Amerikaner, die eben noch so „Rock&#8217;n'Roll“, so siegeesicher durch deren Land donnerten. Das ist dann kein Pathos mehr. Vor allem kein Kitsch. Das ist reinstes Drama. Eine Tragödie aus Tod und Opfern und Schicksalen und allem was dazu gehört. Wenn man sich dann noch vor Augen führt, dass „Black Hawk Down“ ein auf Tatsachen beruhender Film ist und dass es diese Jungs, die da um ihr Leben rennen und schießen, das das gezeigte wirklich erlebt haben, ist man „bei ihnen“ und will auch nur überleben. (Um es in die Realität zu rücken: Hier ist ein kurzer BBC-Clip auf YouTube, in dem der Redakteuer Simon Reeve einige der Original-Schauplätze zeigt: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=SZ_g9-sPvSw">The real Black Hawk Down.)</a></p>
<p>Und so ist man bei jedem einzelnen der Soldaten. Weil nicht jeder von ihnen am Ende gut heißt, was geschehen ist. Weil jeder einzelne nicht nur seine Haut, sondern auch die seiner „Kameraden“ retten will. Und der weiß, dass er das nur tun kann, wenn er sich auf den „Typen an seiner Seite“ verlassen kann. Und trotzdem obsiegt Amerika zum Ende der Schlacht nicht gegen die Übermacht an Milizen. Ganz im Gegenteil. Sie müssen sich geschlagen geben, demütigen lassen und fortrennen. Es gibt keinen Grund zu triumphieren. Nur dem Anderen zu danken. Dem, der mit dir gekämpft hat.</p>
<p>Und das ist es, was ich an Amerika mag. Nich den Kampf. Sondern, dass sie im Triumph beieinander stehen. Und in der Niederlage noch enger zusammenrücken.</p>
<p>(Das die Amerikaner in der Betrachtung noch eine ganz andere Sicht auf den „Krieg“ haben, spielt sicherlich auch eine Rolle. Aber das will ich hier gar nicht weiter erläutern. Wer das verstehen möchte, sollte sich auch einen <a href="http://justinciappara.wordpress.com/2008/10/06/free-itunes-account-without-redemption-code/">Zugang zu amerikanischen iTunes-Store</a> besorgen (Gutscheine kann man sich bei <a href="http://www.ebay.com">eBay</a> ersteigern.) und sich mal eine Folge der Serie „War Heroes“ (<a href="http://itunes.apple.com/WebObjects/MZStore.woa/wa/viewTVSeason?id=291976570&amp;s=143441">iTunes-Link</a>) ansehen. Nicht, um das auch so zu sehen. Das ist schon durch die amerikanische Brille erzählt. Man ist ja nicht doof. Sondern vielleicht um Amerika zu verstehen. Die Brille mal aufzusetzen. Man kann sie ja auch wieder abnehmen. Man ist ja erwachsen.)</p>
<h1>Und wir?</h1>
<p>So scheint für mich der Aufschrei des „Deutschen“, wenn sich die Amerikaner einmal mehr auf ihre selbstbewusste Brust hämmern, nicht immer Kritik an der amerikanischen Identität, sondern vielmehr das Wehklagen ob des Mangels der eigenen Identität. <a href="http://www.spreeblick.com/2008/11/13/obama-poster-in-der-bravo/">Und ihre Häme gegenüber einer Jugend</a>, die sich danach sehnt, in einem hohe Maße arrogant. Man mag ihr, der Jugend, vorwerfen, damit indifferent umzugehen. Aber immerhin ist bei ihnen die Welt-Politik ins Kinderzimmer eingezogen. Bei uns hingen Poster von Kajagoogoo.</p>
<p>Ey! Es ist doch ein Anfang. Lasst uns mit ihnen zusammenrücken, anstatt sie auszulachen.</p>
<p>Feuer frei!</p>


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		<item>
		<title>Wer Amadeus sagt, muss auch Adolf sagen</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2008/11/12/globales/wer-amadeus-sagt-muss-auch-adolf-sagen.html</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 15:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischa-Sarim Verollet</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>

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		<description><![CDATA[Und alle sind sie dabei, beispielsweise Schwarzenegger, Hundertwasser, Sissi, Lauda, Freud, ... Alle? Nein! Nicht alle!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bei den <a href="http://www.lichtwochen.essen.de/index.html">Essener Lichtwochen</a> ist in diesem Jahr Österreich Gastland. Klingt erstmal spektakulär &#8211; das mit den Lichtwochen an sich, nicht Österreich -, ist aber bei näherer Betrachtung nichts anderes als Weihnachtsmarkt-Leuchtdeko mit Ösi-Bezug.</strong></p>
<p>In diesem Rahmen zeigen die Österreicher im Citycenter Essen <a href="http://www.lichtwochen.essen.de/049ce69b0f0c53503/049ce69b1d0a64201/index.html">Lichtbilder berühmter österreichischer Persönlichkeiten</a>. Und alle sind sie dabei, beispielsweise Schwarzenegger, Hundertwasser, Sissi, Lauda, Freud, &#8230; Alle? Nein! Nicht alle! Einen <span style="text-decoration: line-through;">berühmten</span> <span style="text-decoration: line-through;">berüchtigten</span> berühmt-berüchtigten Sohn Österreichs unterschlägt man pfiffigerweise. Adolf Hitler ist nirgends zu entdecken. Ach ja, der Haider auch nicht.</p>
<p>Ich meine, im Ernst, wenn&#8217;s um den Themenkomplex &#8220;berühmte Österreicher&#8221; geht muss man auch die Eier haben, B sagen zu können. Da machen es sich die Ösis wohl ein bisschen einfach. Widdewidde wie sie mir gefällt.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Wir müssen mehr Demokratie wagen. Direkte.&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Nov 2008 18:33:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischa-Sarim Verollet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man's runterbricht, am Ende aller Fragen, ist das die Antwort. Das Problem der deutschen Politik ist die Demokratie.

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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-537" title="1848_artikel" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2008/11/1848_artikel.jpg" alt="" width="500" height="125" /></p>
<p><strong>In meiner <a href="http://www.blogboys.de/2008/11/07/featured/quo-vadis-deutschland.html">Dystopie</a> bezüglich der Lage der deutschen Politik sah ich vieles schwarz.</strong></p>
<p>Und ich bin scheinbar nicht der einzige. Selten sprach mir ein Spreeblick-Artikel derart aus der Seele wie Malte Weldings Artikel <a href="http://www.spreeblick.com/2008/11/11/die-parteien-merken-nichts-mehr/">&#8220;Die Parteien merken nichts mehr&#8221;</a>. Ich wollte bei der Lektüre immerfort &#8220;Ja, JA! Nimm mich mit!&#8221; rufen.</p>
<blockquote><p>Und am Ende gibt es eine große Koalition. Wenn es am Ende in allen Ländern große Koalitionen gibt &#8211; ob dann jemandem auffällt, dass die Parteiendemokratie in ihrer jetzigen Ausprägung am Ende ist? Woher soll in Zukunft denn das Personal für die Parteien kommen? Wir denken heute in Projekten, nicht in Parteien.</p></blockquote>
<p>So ist es! Bestätigt wird Maltes Artikel durch Jan Pehrke, der <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29012/1.html">auf Telepolis ein düsteres Bild zum Stand der Demokratie weltweit malt</a> (<a href="http://citronengras.de/durchregieren/">via</a>):</p>
<blockquote><p>Heutzutage ist dieses Maß voll und das &#8220;Durchregieren&#8221; (Angela Merkel) entsprechend erleichtert. Die &#8220;Exzesse der Demokratie&#8221; haben einer großen Lethargie Platz gemacht. Bei einer<!--LINK--> <a class="link" href="http://www.fes.de/inhalt/Dokumente_2008/Zusammenfassung_Studie_GPI.pdf"><!--LINK_ICON--></a> Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung stimmten nur zwei Drittel der Befragten der Aussage zu: &#8220;Mit der Demokratie können wir die Probleme lösen, die wir in Deutschland haben.&#8221;</p></blockquote>
<p>Auch ich erwische mich in letzter Zeit immer öfter dabei, wie ich die &#8220;Demokratie&#8221; an sich in Frage stelle. Nicht, um sie abzulösen, um Gottes Willen, sondern dahingehend, wie man sie neugestalten könnte. Naiv, aber manches muss man mit den Augen eines Kindes auf die Einzelteile herunterbrechen, um neu beginnen zu können. Und dann stellt man sich Fragen, wie: &#8220;Wie ist es möglich, dass Manager sich trotz Fehlverhaltens riesige Boni auszahlen lassen können? &#8211; Das liegt daran, dass wir in einer Demokratie leben.&#8221; Naiv, aber wenn man&#8217;s runterbricht, am Ende aller Fragen, ist das die Antwort. Sprich: Das Problem der deutschen Politik ist die Demokratie. Sprich: Unsere Demokratie muss neu gelebt, alte Strukturen aufgebrochen werden, Demokratie muss neu, näher am Volke interpretiert werden. Oder wie es Malte treffend ausdrückt:</p>
<blockquote><p>Die wiederaufflammenden <a href="http://www.spreeblick.com/2008/11/11/castor/">Proteste in Gorleben</a> sind ein Signal: Politik will man machen, aber nicht mit den Parteien. Wir müssen mehr Demokratie wagen. Direkte. Ich will zum Beispiel für ein vereinfachtes Steuersystem streiten und nicht nur die CDU wählen, die dann den Spitzensteuersatz senkt. Ich will zum Beispiel für Cannabis-Legalisierung streiten und nicht nur die Grünen wählen, die dann in den Krieg ziehen. Ich will zum Beispiel für mehr Bildung streiten und nicht nur die FDP wählen, die es sich dann gemütlich macht. Ich will zum Beispiel für einen Rückzug aus Afghanistan streiten und nicht nur die Linkspartei wählen, die dann Kindergärten schließt.</p></blockquote>
<p>Zum Schluss fragt er desillusioniert:</p>
<blockquote><p>Aber wie das an den Parteien vorbei durchsetzen?</p></blockquote>
<p>Tja.</p>
<p>(Vorschaubild: <a href="http://www.flickr.com/photos/loveberry/2248620356/">loveberry</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/deed.de">Lizenz</a>)</p>


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		<title>Was kümmert mich der Cherusker heute?</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2008/11/10/featured/was-kummert-mich-der-cherusker-heute.html</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Nov 2008 06:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rouven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Globales]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch einmal Deutschland: Soeben habe ich einen Artikel gelesen, der mir ein wenig zu denken gegeben hat.

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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.blogboys.de/2008/11/07/globales/quo-vadis-deutschland.html">Noch einmal Deutschland</a>: Soeben habe ich einen Artikel gelesen, der mir ein wenig zu denken gegeben hat. Er ist in der gestrigen FAS, im dortigen Feuilleton, zu lesen und stammt aus der Feder von Claudius Seidl.</strong></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-492" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2008/11/deutschturkisch.jpg" alt="" width="500" height="375" /></p>
<p>Es geht darin vordergründig um die neue Guido Knopp-Geschichtsdokumentation „Die Deutschen“, die derzeit auf dem ZDF die deutsche Historie chronologisch und exemplarisch an zehn großen Figuren vorführt, „<em>vom ersten Otto bis zum letzten Wilhelm</em>“. Mal abgesehen davon, dass ich die Dokumentationen des Herrn Knopp nie besonders leiden mochte, kritisiert Seidl einen ganz anderen Aspekt dieser Art von Geschichtsbetrachtung, der mir vorher noch nie so aufgefallen ist.</p>
<p>So stellt er den Vergleich mit anderen Ländern auf, in denen ebenfalls im Unterricht die Herkunft der Landsleute im Lehrplan steht: In den USA würde die Ankunft von Einwanderern mit der Mayflower gelehrt, in französischen Klassenzimmern wird erzählt, wie die gallischen Vorfahren dem Tyrannen Caesar Paroli geboten haben.<br />
Heute aber lebte der Sohn eines ungarischen Journalisten und einer griechischen Juristin zusammen mit einer italienischen Industriellentochterim Élysée-Palast. Sarah Obama, die kenianische Großmutter des künftigen US-Präsidenten, freue sich über ihren ersten Besuch in den Staaten. Doch:</p>
<blockquote><p>Die Sarkozys sind vielleicht nicht die beliebtesten aller Franzosen; aber dass sie sehr französisch sind, bestreitet kein Franzose. Und die Amerikaner haben in diesen Tagen große Freude daran, auf die Frage, wer sie denn eigentlich seien, die Antwort zu geben: Wir sind die Leute, unter denen einer wie Barack Hussein Obama groß und Präsident werden konnte.</p></blockquote>
<p>Parallel dazu gibt es in Deutschland unzweifelhaft mittlerweile Millionen von Mitbürgern ausländischer Herkunft, die eine „blutsverwandten“ Abstammung zu Personen, die vor vielen hundert Jahren hier gelebt haben, nicht vorweisen können, sich aber trotzdem deutsch fühlen, deutsch sprechen, deutsch denken. Stattdessen werden sie aber in der Doku mit Situationen wie diesen konfrontiert: „<em>Der Kaiser Otto </em>[Anm.: 912-973]<em> darf eine Szene lang altsächsisch sprechen, mit Untertiteln, wie im richtigen Film;</em>“</p>
<p>Ich stelle mir aber ebenso die Frage, ob Seidls Art von Kritik angebracht ist, denn würde man Chronologie außer Acht lassen, hieße das dann nicht, die Geschichtswissenschaft ad absurdum zu führen? Oder, wieder anders: Ist dieser irre Zeitraum von über 1000 Jahren überhaupt geeignet, um Fragen stellen zu können wie „<em>Wer sind wir? Woher kommen wir?</em>“</p>
<p>Das Problem liegt aber, glaube ich, vielmehr darin begründet, dass man entscheiden müsste, an welcher Stelle des Zeitstrangs einen Schnitt macht, um noch ein kulturelles Identifikationspotential zum „Deutschsein“ zu finden. Für zeitlich näher liegende Entwicklungen finden sich ebenfalls historische Fakultäten, die sich mit ihnen beschäftigen.</p>
<p>Spannend daran ist außerdem, dass diese Kritik in eine Zeit fällt, in der an einem Einbürgerungstest gemäkelt wird, der eben auch Wissen zur deutschen Geschichte abfragt. Ganz zu Schweigen von der Debatte um Friedrich Merz’ unsäglicher „Leitkultur“.</p>
<p>Ich spreche daher jetzt einmal ganz bewusst eine gewagte These aus, die mit Sicherheit für reichlich Gesprächsstoff taugt und so manchem geschichtsbewusstem Leser aufstoßen wird:</p>
<p><strong>Das „Wir“-Gefühl, dass Knopps historische Reihe erzeugt, schließt später eingewanderte Mitbürger aus. Man kann zwar Kaiser Otto I. oder vielleicht Armin, den Cherusker, kennen, muss man aber nicht. Zumindest nicht dann, wenn es um ein modernes Zugehörigkeitsbewusstsein zur Nation geht. Alles andere ist nur Sache von Bildung und Interesse.</strong></p>
<p>Ich bitte um Gegenworte in den Kommentaren.</p>
<p><a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E647C7F295ABF4536B0CC45047ADCEE1A~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Link zum FAS-Artikel</a> (online und kostenlos, ich werd verrückt)</p>
<p>(<a href="http://flickr.com/photos/dierkschaefer/2559627758/">Foto</a>: <a href="http://flickr.com/photos/dierkschaefer/">dierk schaefer</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de">Lizenz</a>)</p>
<p><img src="http://vg06.met.vgwort.de/na/e6ead7c16ae243f988659579a3d63af1" width="1" height="1" alt=""/></p>


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