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E-Mail war gestern, definitiv. Wenn das BKA soviel Wert darauf legt, meinen Posteingang zu durchforsten, bittesehr. Daraus würde die Ausspäh-Behörde eh’ nicht mehr schlau werden. Wovon ich rede?
“Wie könnt ihr an einem Tag wie diesem überhaupt irgendetwas zu eurem Vergnügen unternehmen?” bekam ich heute von katholischer Seite zu hören.
Am Sonntag waren Markus und ich zu Gast im Museum am Waldhof. Dort unterhielten wir uns über das Thema der derzeitigen Ausstellung “Das Bielefelder Gefühl”.
Vorgestern wusste ich nicht so recht. Ich hatte erst “etwas Lustiges” gebloggt, dann habe ich die Nachrichtenseiten geöffnet, mir fiel die Kinnlade herunter und dann nichts mehr ein.
Letzte Woche lag bei uns die örtliche Zeitung an zwei folgenden Werktagen nicht im Briefkasten. Woran das liegen mag, darüber besitze ich eine leise Ahnung.
Wenn’s mal kracht, wie weit muss man weglaufen? Oder andersherum gefragt: Welche Bombe nehmen, damit es ordentlich Wumms! macht?
Klar, dass zahlreiche Eltern, die mit dem Internet nicht viel zu tun haben, skeptisch sind, wenn ihre Kids Stunden vor dem Rechner verbringen. Aber…
Ein Lehrer will den Film “American Beauty” aus dem Lehrplan streichen lassen, weil er ihm für das Zentralabi in Englisch zu freizügig ist. WTF?
“Warum immer nur die gleichen eintönigen Familienfotos?” dachte sich wahrscheinlich der Japaner Akihiro Furuta, selbst professioneller Porträtfotograf.
Dass das Internet lügt, wissen wir ja inzwischen. In die Wikipedia kann jeder reinschreiben, der will, und Blogger versauen mit ihrem SEO die Möglichkeit, wirklich relevante Einträge bei Google zu finden. Selbst die Authentizität von Videos ist inzwischen zu bezweifeln.
„Du darfst Deinen Sermon nicht vergessen“, sagte Mischa zu mir noch gestern Abend, worauf ich wie wild im Kreis ob meiner Vergesslichkeit herumgehüpft bin
Na sowas. Mischa und Markus verleihen ihre goldenen, eigenen Trophäen an Momente des vergangenen Jahres. Fast fühle ich mich unter Zugzwang geraten.

