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	<title>Blogboys &#187; Die Boys</title>
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	<description>Vérollet . Ridder . Freise</description>
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		<title>This is the End!</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jan 2010 23:02:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rouven</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Boys]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Thema]]></category>

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Es gibt eine gute Nachricht und auch eine schlechte. Wenn ich selbst mit einer solchen Ankündigung konfrontiert werde, rechne ich zunächst nicht mit einem Comedy-Moment, in dem sich auch die vermeintlich gute als diejenige entpuppt, ...

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			<content:encoded><![CDATA[<p><center><img src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2010/01/2620011976_29687264562.jpg" alt="" title="" width="550" height="413" class="alignleft size-full wp-image-2596" /></center></p>
<p>Es gibt eine gute Nachricht und auch eine schlechte. Wenn ich selbst mit einer solchen Ankündigung konfrontiert werde, rechne ich zunächst nicht mit einem Comedy-Moment, in dem sich auch die vermeintlich gute als diejenige entpuppt, die nur über die schlechte hinwegzutrösten versucht. Nein, ich frage zuerst nach der schlechten. Und ich gehe mal davon aus, dass die meisten Leute, was das betrifft, ähnlich ticken wie ich.</p>
<p>Darum reden wir nicht länger um den heißen Brei herum und kommen zur Sache. Zuerst zur schlechten: Wir hören hier auf!</p>
<p>Richtig gelesen, die Blogboys formally known as Sparrenblog strecken die Waffen.</p>
<p>In letzter Zeit wurden wir persönlich häufiger mal angesprochen, weshalb hier nicht mehr so viel passiert. Wir haben dann immer gesagt: „Keine Zeit!“ und das war auch nie eine faule Ausrede. Jeder von uns für sich genommen hat nämlich seit Längerem viele parallele Projekte laufen und wir glauben, wir müssen die im Einzelnen jetzt auch nicht noch einmal alle ansprechen. Ihr wisst schließlich immer alle so gut Bescheid, manchmal besser als wir selbst.</p>
<p>Dadurch sind die Blogboys etwas in Mitleidenschaft gezogen worden. Das ist an sich schade, da wir doch so ambitioniert wie nur was gestartet sind und uns so viel Interesse entgegen gebracht wurde. Doch es hilft nichts: Wir können uns nicht noch mehr aufteilen als wir sind. Sowohl bei Mischa als auch bei Markus oder mir haben sich im Laufe der Zeit andere Prioritäten entwickelt, ohne dass wir im Einzelfall besonders großen Einfluss auf diese Dinge genommen haben. Manchmal passieren die Sachen nunmal einfach so mit einem.</p>
<p>Und bevor wir noch weiter mit schweren, um den Hals gebundenen Steinen herumrennen, haben wir beschlossen, Tacheles mit Euch zu reden und die Sache zu beenden. Wie mit einer Freundin, mit der es absolut nicht mehr funktioniert. Wir bleiben aber noch Freunde und Ihr kommt uns noch besuchen, oder?</p>
<p>Kommen wir zur guten Nachricht.</p>
<p>Das <a href="http://www.dla-marbach.de/">Deutsche Literaturarchiv Marbach</a> hat inzwischen auch die Bloggerwelt entdeckt (<a href="http://literatur-im-netz.dla-marbach.de/">Link</a>). Das Institut hat den Auftrag, die Literatur und das literarische Leben der Gegenwart zu dokumentieren und öffentlich zugaenglich zu machen. So erklären sie dort zumindest selbst ihre Daseinsberechtigung. Offenbar wurden die Blogboys dort bisher mit großem Interesse gelesen und selbst, wenn wir jetzt sterben, wird unser kleines Webprojekt für die Zukunft archiviert bleiben.</p>
<p>Wenn das mal nichts ist.</p>
<p>Für die andere Sache: Verzeiht uns bitte.</p>
<p>Kommt gut rein ins nächste Jahrzehnt. Wir sehen uns bestimmt an anderer Stelle wieder. Womöglich sogar mal in echt.</p>
<p>Mischa, Markus und Rouven</p>
<p><span style="font-size:75%">(<a href="http://www.flickr.com/photos/aaronescobar/2620011976/">Bild</a>: <a href="http://www.flickr.com/photos/aaronescobar/">aaronescobar</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de">Lizenz</a>)</span></p>


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		<title>John Hughes ist tot</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Aug 2009 04:36:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus.freise</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Boys]]></category>
		<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Thema]]></category>
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		<category><![CDATA[Tot]]></category>

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		<description><![CDATA[Und so stehen wir traurig am Zaun des Football-Feldes der „Shermer High School, Shermer, Illionois“, hören Simple Minds und strecken unsere Faust in die Sonne.

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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/08/sc0026f6861.jpg" rel="shadowbox[post-2406];player=img;"><img class="size-large wp-image-2413 alignnone" title="sc0026f6861" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/08/sc0026f6861-560x371.jpg" alt="sc0026f6861" width="560" height="371" /></a></p>
<p>Es ist wohl wenig übertrieben, wenn ich behaupte, dass Filme wie „<a href="http://www.imdb.com/title/tt0088847/">The Breakfast Club</a>“, „<a href="http://www.imdb.com/title/tt0091042/">Ferris macht blau</a>“ oder „<a href="http://www.imdb.com/title/tt0091790/">Pretty in Pink</a>“ als filmische Ikonen wie kaum andere das Gefühl meiner Generation gespiegelt und geprägt haben.</p>
<p>Und so stehen wir traurig am Zaun des Football-Feldes der „Shermer High School, Shermer, Illionois“*, hören Simple Minds und strecken unsere Faust in die Sonne. Denn:</p>
<p><a href="http://www.imdb.com/name/nm0000455/">John Hughes ist tot.</a></p>
<p>Danke. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=FuAOl2oXXho">We won&#8217;t forget about us.</a></p>
<p><a rel="attachment wp-att-2414" href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/08/bc11.jpg"><img class="size-large wp-image-2414 alignnone" title="bc11" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/08/bc11-560x303.jpg" alt="bc11" width="560" height="303" /></a></p>
<p>Statt Blumen <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000AMCFME?ie=UTF8&amp;tag=markus0b&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B000AMCFME">habe ich mir dann endlich „The Breakfast Club“ bei Amazon bestellt</a>.</p>
<p>*) Die „<a href="http://www.imdb.com/character/ch0139111/">Brians</a>“ unter Euch mögen sagen: Aber, aber, aber das ist doch das Football-Feld der „Glennbrook North High“. Die möchte ich fragen: „Hat Deine Mutter Deinen Kinderarzt geheiratet?”</p>
<p>Bild-Quellen: <a href="http://thehoff.wordpress.com/2009/02/21/shermer-high-school-shermer-illinois-60062/">Some Kind of Nostalgia</a> und <a href="http://www.dvdactive.com/reviews/dvd/breakfast-club-the.html?post_id=54671&amp;action=report">DVDActive</a></p>


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		<title>Kinder haben ist toll</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2009/08/05/allgemeines/kinder-haben-ist-toll.html</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 22:46:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus.freise</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Die Boys]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Spielzeug]]></category>
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		<description><![CDATA[Dann kann man nämlich ungeniert solche Dinge nicht nur toll finden sondern auch kaufen und dann stundenlang damit spielen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dann kann man nämlich ungeniert solche Dinge nicht nur toll finden sondern auch kaufen und dann stundenlang damit spielen.</p>
<p><a href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/08/toy-story-lego-minifig3.jpg" rel="shadowbox[post-2398];player=img;"><img class="aligncenter size-full wp-image-2399" title="toy-story-lego-minifig3" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/08/toy-story-lego-minifig3.jpg" alt="toy-story-lego-minifig3" width="500" height="333" /></a></p>
<p>Mehr Bilder und Infos zu den neuen LEGO/Disney-Figuren gibt es bei Gearfuse:</p>
<p style="text-align: center;"><strong><a href="http://www.gearfuse.com/toy-story-lego-minifigs/">Toy Story LEGO Minifigs</a></strong></p>
<p>P.S: LEGO-Figuren zu <a href="http://www.gamestar.de/news/kino/1956023/prince_of_persia_film.html">Prince of Persia &#8211; Sands of Time?</a> Wie skurril hübsch.</p>
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		<title>The Soundtrack of our Lives</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2009/06/03/featured/the-soundtrack-of-our-lives.html</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Jun 2009 09:51:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischa-Sarim Verollet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Boys]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Songs]]></category>

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		<description><![CDATA[1999 hatte einen großartigen Soundtrack, 1999 und 2000, zwei Jahre, die mich so prägten wie keine zuvor und wenige danach, der Soundtrack zu einer Zeit des Aufbruchs, der Verwirrung, der Traurigkeit und der unendlichen Euphorie.

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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jeder Mensch hat seinen Soundtrack. Ich weiß, ich hab meinen. In meinem Kopf läuft ständig Musik, irgendwelche Songs, die den Moment emotional begleiten, und auch wenn sonst niemand den Song hört, ich höre ihn. </strong></p>
<p>Es gibt immer wiederkehrende Themen (=Songs), es gibt Songs, die ich einmal in meinem Kopf höre und nie wieder, und es gibt Songs, die tatsächlich im Hintergrund laufen &#8211; Kaufhausradio, Autoradio, Handy der Kids in der Stadtbahn. Musik bestimmt mein Leben und jeder Moment, jeder Tag, jedes Jahr hat seinen eigenen Soundtrack.</p>
<p>1999 hatte einen großartigen Soundtrack. Ein großartiger Soundtrack zu zwei großartigen Jahren, 1999 und 2000, zwei Jahre, die mich so prägten wie keine zuvor und wenige danach, der Soundtrack zu einer Zeit des Aufbruchs, der Verwirrung, der Traurigkeit und der unendlichen Euphorie. Der Soundtrack zu einer Beziehung und seinem Ende, eine Beziehung, die schließlich in einer wunderbaren und unersetzlichen Freundschaft mündete, die bis heute hält.</p>
<p>Der Soundtrack zu den ersten Texten, die ich schrieb, der Soundtrack zum Popkombinat, zur wunderbaren Berufschulzeit mit Schuster. Der Soundtrack meiner Adoleszenz. Musik, die mich so prägte, dass ich zwar heute immer wieder die Ausflüge in abseitige und reizvolle musikalische Welten genieße, aber immer wieder reuevoll in den Schoß des ersten Soundtracks meines Lebens zurückkehre.</p>
<p>Künstler wie Travis, Jimmy Eat World, The Get Up Kids, Sigur Ros, 3 Colours Red. 1999 war ein gutes Jahr. Und der Heinser, der Lukas Heinser, hat diesen Soundtrack so treffend beschrieben, die richtigen Songs derart magisch ausgewählt, diesen musikalischen Erweckungsmoment so wunderbar in Worte gefasst, dass ich derer nicht weitere verlieren möchte und einfach an den großartigen Blogbeitrag <a href="http://www.coffeeandtv.de/2009/06/02/the-class-of-99/">The Class of &#8216;99</a> auf coffeenandtv übergebe und aus tiefstem Herzen sagen möchte:</p>
<p><strong>Danke, Lukas, für diese kleine Zeitreise. Ich wische mir grad eine kleine Träne aus dem Augenwinkel. You made my day.</strong></p>
<p>Link- und Lesetipp: <a href="http://www.coffeeandtv.de/2009/06/02/the-class-of-99/">The Class of &#8216;99</a></p>
<p>(Teaserfoto: <a href="http://www.flickr.com/photos/polaroidmemories/">polaroidmemories</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de">Lizenz</a>)</p>


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		</item>
		<item>
		<title>Es geht uns nur um unseren „DSC Arminia Bielefeld“</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2009/05/24/allgemeines/es-geht-um-den-%e2%80%9edsc-arminia-bielefeld%e2%80%9c.html</link>
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		<pubDate>Sun, 24 May 2009 21:06:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus.freise</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Arminia Bielefeld]]></category>
		<category><![CDATA[Bielefeld]]></category>
		<category><![CDATA[Bälle & mehr]]></category>
		<category><![CDATA[Die Boys]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele vergleichen den Abstieg von Arminia Bielefeld 2009 mit dem Abstieg in 2003. Aber: Er ist anders. Schlimmer.

<h2>Verwandte Beiträge:</h2><ol><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/05/18/featured/arminia-bielefeld-am-scheideweg.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Arminia Bielefeld am Scheideweg'>Arminia Bielefeld am Scheideweg</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/06/24/featured/was-vom-dsc-arminia-bielefeld-ubrig-ist.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Was vom DSC Arminia Bielefeld übrig ist.'>Was vom DSC Arminia Bielefeld übrig ist.</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/04/17/allgemeines/die-eier-suche-des-dsc-arminia-bielefeld.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Die Eier-Suche des DSC Arminia Bielefeld'>Die Eier-Suche des DSC Arminia Bielefeld</a></li></ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/05/dsc_5207.jpg" rel="shadowbox[post-2134];player=img;"><img class="alignnone size-large wp-image-2139" title="dsc_5207" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/05/dsc_5207-560x374.jpg" alt="dsc_5207" width="560" height="374" /></a></strong></p>
<p><strong>UPDATE: Fans fordern den Rausschmiss Kentschs &#8211; <a href="http://www.ipetitions.com/petition/kentsch-demission/index.html">hier geht&#8217;s zur Online-Petition</a>. Viele vergleichen den Abstieg 2009 mit dem Abstieg 2003. Aber: Er ist anders. Schlimmer.</strong></p>
<p>Das Desaster von 2003 kann man, nüchtern betrachtet, als dummen Betriebsunfall abtun. Nahezu gerettet, schaffte es die damalige Mannschaft nicht, <a href="http://www.fussballdaten.de/vereine/arminiabielefeld/2003/spiele/">innerhalb der letzten 4 Spiele auch nur einen einzigen Punkt zu holen</a> und stieg so am 34. Spieltag doch noch als 16. ab. Der Gegner hieß damals, wie heute, Hannover 96. Und es gab weitere Parallelen zur jetzt zuende gegangenen Saison: Das erste Spiel fand gegen Bremen statt, der eigentliche Abstieg resultierte aus einem Spiel gegen Cottbus. Und: Am Ende stand eine Vereinsführung, die nicht sorecht damit umzugehen wusste, was gerade geschehen war. Der wesentliche Unterschied: Im Prinzip befand sich Arminia Bielefeld zur damaligen Zeit in einem Prozess, der nun von sovielen wieder heraufbeschworen wird: Einem Umbruch. So war der Abstieg von 2003 vielleicht aus seiner reinen Saison-Historie sogar unnötiger als der jetzige, jedoch deutlich weniger dramatisch.</p>
<p>Die Führungsspieler der folgende Jahre &#8211; allen voran Mathias „Holt den mal schnell von St.Pauli weg“ Hain, Detlev Dammeier und Rüdiger Kauf &#8211; waren erst kurz im Verein. Mit dem damals neuen Finanzgeschäftsführer Roland Kentsch begannen zudem die Aufräumarbeiten im Vereins-Budget, die durch die desaströse Finanzpolitik der vorhergehenden Geschäftsführung so bitter nötig waren. Ein umsichtiger Geist zog in den Melanchthon-Straße und vertrieb das Chaos. Vorbei die Hau-Ruck-Einkäufe ausgedienter Liga-Stars wie Stefan Kuntz oder Bruno Labbadia, die für kurzfristige Erfolge gut waren, langfristige Entwicklungen jedoch nicht zulassen konnten. Mit der Ära „Kentsch” begann der genügsame Aufbau einer neuen, selbstbewussten Arminia mit einer Mannschaft, die aus sich selbst herauswachsen sollte. In Zeiten, da man kein Geld in die Hand nehmen konnte, um in spielerische Qualität zu investieren, da musste man ein Händchen haben, richtige Typen zu finden. Grasfresser.</p>
<p>Es gelang: Nicht nur der direkte Wiederaufstieg, sondern auch die folgende Jubiläuums-Saison 2004/2005 gehören wohl zu den erinnerungswürdigsten Spielzeiten der jüngeren Geschichte. Was sich dort auf dem Platz fand, war eine Mannschaft rund um die oben bereits genannten Hains, Dammeiers, Kaufs. Aber auch mit Spielern, die sobald nicht vergessen werden: Vata, Gabriel, Borges, Brinkmann, Westermann, Owomoyela. Buckley auch.</p>
<div id="attachment_2138" class="wp-caption alignnone" style="width: 570px"><a href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/05/j1600x1200-04056.jpg" rel="shadowbox[post-2134];player=img;"><img class="size-large wp-image-2138" title="j1600x1200-04056" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/05/j1600x1200-04056-560x374.jpg" alt="j1600x1200-04056" width="560" height="374" /></a><p class="wp-caption-text">Aufstieg Arminia Bielefeld 2004</p></div>
<p>Gekrönt wurden diese schönen Jahre nicht nur durch tollen Fußball auf der Alm, sondern auch durch zwei DFB-Pokal-Halbfinals. Es zeigt sich: Guter Fußball war mit noch geringeren Mitteln möglich, als wir sie heute hatten. Alles was es brauchte war jemand im Management, der Ahnung vom Fußball-Geschäft hatte. Und jemanden, der, <a href="http://www.blogboys.de/2009/05/18/featured/arminia-bielefeld-am-scheideweg.html">wie im vorhergehenden Posting erwähnt</a>, gegen Kentsch anstinken konnte. Das Gespann von Heesen/Rapolder war dazu in der Lage. Die Nadel zeigte für Arminia eindeutig nach oben. Wir hatten alles in allem eine Vereinfsführung die nicht nur dazu in der Lage war, mit Geld zu haushalten, sondern daraus sogar Erfolg zu generieren.</p>
<p>Und dann wurde alles anders. Der Umbruch vom Umbruch bahnte sich bereits zu dieser Zeit an, als mit dem 1. FC Köln ein Verein, den wir auf Augenhöhe wähnten, andeutete, wie Bundesliga nunmehr funktioniert: Mit einem ordentlichen Geldbündel und hohlen Phrasen von UEFA-Cup und so wedelnd, lockten sie unseren besten Trainer der vergangenen 10 Jahre aus Bielefeld an den Rhein: Uwe Rapolder. Sowohl Verein als auch Presse versuchten das Versagen des DSC bei diesem Posten-Poker hinter Provinz-Possen um Kinobesuche und ähnliches zu vertuschen. Sie wuschen ein wenig dreckige Wäsche um vom eigentlich sportlichen Verlust abzulenken und dem damit einhergehenden Schaden, den Arminia Bielefeld genommen hatte. Ein Verlust, den Thomas von Heesen als Rapolders Sidekick und Nachfolger kurz abfedern, nie aber ganz wettmachen konnte. Sein Machtgerangel mit der Vereinsführung tat sein übriges dazu. Auch er musste irgendwann gehen. So verlor Armnia nicht nur eine Gallionsfigur sondern auch den Architekten der damaligen Mannschaft, da von Heesen eben oben erwähnter Manager war. Was folgte war ein hilfloses Stochern im Trainersumpf. So verbrannten wir in den auf Rapolder folgenden vier Jahren bis heute mit von Heesen, Geideck, Middendorp, Dammeier und nun auch Frontzeck und Berger ingesamt sechs Trainer.</p>
<p>Das damit einhergehende ständige hin und her von taktischen Grundausrichtungen und Spielphilosophien führte dazu, dass der eine Trainer Spieler einkaufte, die der nächste gar nicht nutzen konnte &#8211; und so viele Spieler, die eventuell unter Trainer A funktioniert hätten unter Trainer B untergingen. Ein Umstand, den man definitiv der sportlichen Leitung um Trainerstab und Management (in Person erst Saftig und dann Dammeier) ankreiden muss. Dadurch nutzte sich unser wichtigstes Kapital, das wir seit dem Abstieg 1999 bis zum Jubeljahr 2005 aufgebaut hatten, kontinuierlich ab: Die Mannschaft. Als um den Kern herum 2003 abstiegsbedingt wichtige Spieler wie Wichniarek, Rheinhardt, Dabrowski oder Diabang wegbrachen, war das noch zu verkraften, da zumindest ein Kern an Spielern intakt blieb. Als jedoch spätestens mit der Demission von Vata durch Middendorp und dem Karriere-Ende von Dammeier bzw. das durch ihn als Team-Manager verschuldete Ende von Hain genau dieser Kern auch noch in sich zusammenfiel, blieb von der Arminia der vergangenen Jahre nicht mehr übrig als ein Schatten ihrer selbst. Am Ende stand da der kleine Rüdiger Kauf alleine auf weiter Flur. Sollte den Geist einer Mannschaft halten, die längst nicht mehr war und war dafür einfach zu leise. Rübe sollte für das einstehen, was uns erst in und dann durch fünf Jahre Bundesliga getragen hatte: Der unbedingte Wille zum Sieg. Auch die Rückkehr der Arminen Wichniarek und Eilhoff konnten zwar darüber hinwegtäuschen, an den Tatsachen aber nichts ändern: Arminia Bielefeld war nur noch ein Verein, aber schon lange keine Fußball-Mannschaft mehr.</p>
<p>Und dies ist wohl das, was viele Fans als „schmerzhaft“ bezeichnen, wenn sie auf die Saison 2008/2009 zurückblicken. Das fürs erste etwas verloren gegangen ist, für dass es sich seit Jahren gelohnt hatte, auf die Alm zu gehen. So etwas wie ein Geist. Ein unsichtbares Bindeglied zwischen den Jungs auf dem Rasen und den Fans auf den Tribünen. Vielleicht sogar der häufig phrasierten „Region“. Gemeinsam war das über eine lange Zeit mit vielen Mühen entgegen aller Widrigkeiten wie Finanznöte, Häme und sportlicher Unterklassigkeit aufgebaut worden. Wir waren wer in Fußball-Deutschland. Für uns war und ist das, was wir besingen, bejubeln und manchesmal verfluchen kein Rechenspiel um Bilanzen und Geldanlagen und kein Marketinginstrument für unsere Stadt, das bekannter ist als Dr. Oetker und Olderdissen zusammen. Uns ist das alles egal. Wir wollen einfach am Wochenende ins Stadion gehen, Wurst essen, Bier trinken und die Jungs anpeitschen. Am Ende nach Hause gehen und wissen, wir alle gemeinsam haben das alles erreicht. Fans. Verein. Mannschaft. Und wir wollen verdammt nochmal stolz darauf sein können!</p>
<p>Wir alle gemeinsam waren, sind und werden immer genau das sein: Der „DSC Arminia Bielefeld“.</p>
<p>Also: Hören wir mit dem Jammern auf. Beginnen wir eben noch einmal ganz von vorne. Wir haben bewiesen, dass wir es können. Also können wir es wieder.</p>
<p>Tränen wegwischen. Fahnen raus. Trikots an. Auf geht&#8217;s.</p>
<p>(Was macht eigentlich Thomas von Heesen?)</p>


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		<title>Unser Mischa auf 1LIVE</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Apr 2009 11:26:09 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Erstaunlich! Da treibt es unseren lieben Blogboys-Kollegen Mischa zur 1LIVE-Klubbing-Lesung ins Kultkomplex-Café nach Köln und hier auf diesem Kanal bislang kein Wort davon.

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Erstaunlich! Da treibt es unseren lieben Blogboys-Kollegen Mischa <a href="http://www.einslive.de/sendungen/klubbing/2009/04/klubbing_090424.jsp">zur 1LIVE-Klubbing-Lesung ins Kultkomplex-Café nach Köln</a> und hier auf diesem Kanal bislang kein Wort davon. Ich vermute, dass es Mischas Anstand zuzuschreiben ist, damit nicht so sehr auf die große Pauke zu hauen. Er hat es lieber <a href="http://lockesantacruz.wordpress.com/2009/04/24/ab-2245-uhr-einslive-klubbing/">bei der kleinen gelassen</a>. Sozusagen privat.</p>
<p>Wir anderen beiden haben es leider versäumt, im Vorfeld drüber zu berichten, so dass <a href="http://twitter.com/gibraltarjunge/status/1608074261">dieses tolle Ereignis</a> dem einen oder anderen vielleicht abgegangen ist.</p>
<p>Nicht schlimm. 1LIVE kann helfen.</p>
<p>Denn auf deren Website kann man sich die Sendung als MP3 herunterladen:</p>
<p><a href="http://medien.wdr.de/download/1240650483/radio/1liveklubbing/1live_klubbing_(made_by_wdr)_20090424.mp3">Mischa-Sarim Vérollet bei 1LIVE Klubbing</a></p>


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		<title>Ein Blogboy und die Berliner Nachttaxe (Update)</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Apr 2009 10:12:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus.freise</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Durch die Berliner Nacht mit Michael Kessler und einem alten Freund. Jetzt mit Video.

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang April <a href="http://www.blogboys.de/2009/04/06/allgemeines/republica-09-wars-das.html">waren Mischa und ich auf der re:publica in Berlin</a>. Diese recht überflüssige Konferenz war das Tagesprogramm. Das Abendprogramm war da um Längen berauschender und bestand aus Lesungen beim Berliner Wald und einem <a href="http://www.rosislam.de/"><strong>Poetry Slam, der am 3. April im Rosis in Friedrichshain stattfand</strong></a>. Das war ein kuscheliger gemütlicher Abend beim Wehwalt Koslowsky in einer der urigsten Slam-Locations, die ich je bespielen durfte.</p>
<p><a href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/04/rosis.jpg" rel="shadowbox[post-2049];player=img;"><img class="alignnone size-full wp-image-2051" title="rosis" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/04/rosis.jpg" alt="rosis" width="570" height="382" /></a></p>
<p>Diesen wundervollen Abend rundeten nicht nur der Umstand ab, dass ich den Wettbewerb als zweitplatzierter beendete durfte, sondern auch, dass einer meiner ältesten und besten Freunde <a href="https://www.xing.com/profile/Christian_Heep">Christian</a> dort war und nach der Poesie-Schlacht zwei Runden frisch gegrillte Burger vom Rosi-Burger-King Hermann spendierte.Das war alles so unbegreiflich kuschelig. Aber der Höhepunkt, der aus einem tollen Abend einen für mein privates Geschichtsbuch machen sollte, stand noch bevor.</p>
<h2>Per Nacht-Taxe aus Friedrichshain nach Mitte und drüber reden</h2>
<p>Denn als Mischa gegen 0 Uhr sagte, er hätte gerade im Twitter gelesen, der <a href="http://www.michaelkessler.tv/aktuell.html">Michael Kessler</a> (das ist der aus <a href="http://www.prosieben.de/show_comedy/switch/">switch reloaded</a>) Fahrgäste für sein aktuelles Projekt <a href="http://www.rbb-online.de/nachttaxe/index.html">Berliner Nacht-Taxe</a> suche und er mit seiner Entourage nicht reinpasse, griff ich alkoholbeseelt kurzerhand zum Telefon und rief da an. Und so sparten wir &#8211; der Christian und ich &#8211; nicht nur die Fahrtkosten zurück nach Mitte, sondern hatten auch eine tolle Taxifahrt.</p>
<p><strong><a href="http://www.rbb-online.de/etc/medialib/rbb/rbb/berlinernachttaxe/berlinernachttaxe_20090426_gesamtesdg.asx.format_0001.1.asx">Hier kann man sich das ganze anschauen.</a></strong><span style="text-decoration: line-through;"><br />
</span></p>
<p><span style="text-decoration: line-through;">Die wird heute abend auf rbb ausgestrahlt und steht danach wohl zum Schauen auf deren Website bereit.</span></p>
<p><span style="text-decoration: line-through;">Wer also wissen will, <a href="http://www.rbb-online.de/nachttaxe/index.html">was wir mit dem Kessler über Poetry Slam, Hamburger, Models und mehr zu bereden haben schaut heute abend fern.</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: line-through;"><strong>Berliner Nacht-Taxe, rbb Berlin-Brandenburg, 26. April, 22 Uhr 30</strong></span></p>


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		</item>
		<item>
		<title>re:publica 09 &#8230; War&#8217;s das?</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2009/04/06/allgemeines/republica-09-wars-das.html</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Apr 2009 21:33:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus.freise</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[re:publica]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.blogboys.de/?p=1952</guid>
		<description><![CDATA[Ich habe meine erste re:publica besucht und weiß immer noch nicht, warum.

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer lesefaul ist, dem kann ich mein Fazit meiner ersten <a href="http://www.re-publica.de/09/">re:publica &#8211; der Version 09</a> &#8211; in einem Wort liefern: Ernüchterung.</p>
<p>Mag jemand mehr lesen, dem sei gesagt: Das ist sowohl von der positiven als auch weniger positiven Seite zu betrachten.</p>
<p>Meine Erwartungen an drei Tage <span style="text-decoration: line-through;">Blogger</span>Publizieren im Internet-Konferenz in Berlin waren: Keine speziellen. Als vor einigen Monaten die Ankündigen für die re:publica in meinem Feedreader landete, waren die Blogboys noch jung und so beschlossen Mischa und ich, dass wir dort, wo die Geschichte und die Geschichten der deutschen Bloggeria erzählt werden sollten, dass wir dort auf jeden Fall hingehören. Der Umstand, dass wir beruflich da auch eventuell einiges würden abholen können, bestärkte uns in dem Entschluss.</p>
<p><a href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/04/dsc_1769.jpg" rel="shadowbox[post-1952];player=img;"><img class="alignnone size-full wp-image-1963" title="dsc_1769" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/04/dsc_1769.jpg" alt="dsc_1769" width="500" height="361" /></a></p>
<p>Bislang umwehte die re:publica der Wind der Rebellen im publizistischen deutschen Land. Angeführt von alten Hasen wie <a href="http://www.spreeblick.com">Johnny Häusler</a>, <a href="http://saschalobo.com/">Sascha Lobo</a>, professionalisiert durch echte Pro-Blogger wie <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/">Stefan Niggemeier</a> und <a href="http://www.netzpolitik.org">Markus Beckedahl</a>. boulevarisierd durch bloggende Nichts-Sager wie <a href="http://www.robertbasic.de/">Robert Basic</a> oder <a href="http://www.nerdcore.de">René „Nerdcore“ Walter</a>. Dementsprechend freute ich mich, einige Tage in diesen illustren Kreis einzutauchen, Teil einer Revolution zu werden, zumindest dabei zuzusehen, wie die Guillotinen über den Häuptern der etablierten Medien hochgezogen würden. Denn, so verriet es das offizielle Motto, es war auch hier scheinbar an der Zeit für Veränderungen: <strong>Shift Happens.</strong></p>
<p><strong>Also. Auf in den Zug. Ab nach Berlin.</strong></p>
<p>Die direkte Eröffnungsveranstaltung verpasste ich noch, da ich dank eines freundlichen Berliners in die falsche Bahn stieg und erst in Berlin Buch meinen Fehler bemerkte. So stolperte ich mehr oder weniger unvorbereiten in den imposanten Friedrichstadtpalast und dort in mein erstes Panel: <a href="http://programm.re-publica.de/2009/events/375.de.html">„Blogs in Deutschland. Status Quo und Ausblick”</a>. Auf dem Podium saßen sie dann: Markus Beckedahl, Stefan Niggemeier, Robert Basic und Sascha Pallmeier. <span style="text-decoration: line-through;">Angeführt</span>Moderiert von Thomas Knüwer. Es folgten dreißig Minuten illustres Reden, von dem mir in Erinnerung blieb, dass Beckedahl die ganze Zeit grinste, Basic sich arrogant auf dem Sessel fläzte, als hätte er das bloggen erfunden (Hat er nicht!), Niggemeier &#8211; neben Beckedahl &#8211; als einziger was vernünftiges zu sagen hatte (Sinngemäß: Die meisten Blogger denken zuviel nach. Die sollten mehr machen, als reden.) und Pallmeier jegliches Profil vermissen ließ. Es wurde viel geplaudert, aber wenig gesagt. Wenn, dann war es etwas, das die ganze Zeit über dem Podium schwebte: Der latente Vorwurf und das Beweinen der fehlenden Lobby für die Blogger, gar der Interessenvertretetung (an dieser Stelle sei noch einmal, auch wenn eben erst erwähnt, noch einmal der Einwand von Niggemeier erwähnt: Machen!). Ich hielt dieses Gejammer zehn Minuten aus und schritt ans Mikro: Meine Aussage, es gäbe ja doch eine Interessenvertretung für Blogger, sofern wir dem Mut hätten, uns als Journalisten zu empfinden, nämlich den <a href="http://www.djv.de/">DJV</a>. Leider sagte ich aber auch, dass man  dann ja auch einen Presse-Ausweis bekommen könnte. Danach wurde darüber geredet, ob Blogger <span style="text-decoration: line-through;">wie ich</span> in den DJV wollten, um günstiger ins Kino zu kommen und dass deswegen der DJV unter sich bleiben sollte. Überhaupt. Ich fühlte mich nicht nur missverstanden, sondern ausgeschlossen. Ein prima Start.</p>
<p>Am Ende der Diskussion stellte Knüwer die Frage, wo die deutsche Blog-Szene in einem Jahr stünde. Allgemeines Achselzucken. Denn im Prinzip wusste man ja immer noch nicht, wo sie heute steht. So ging ich aus dem Panel heraus, wie ich gekommen war. Ich ahnte nicht, dass diese 45 Minuten bereits die gesamte re:publica in sich vereinten. Viel Brei für zuviel Köche, oder so.</p>
<p>Denn so zog sich das fast durch die gesamte re:publica. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl irgendetwas Neues übers Bloggen, die Verankerung von Blogs in der Gesellschaft und so weiter gehört zu haben. Keine Impulse, keine Manifeste, kein „Hurra!”. Immernurzu feierte man sich selbst ab, geiferte darüber Lessig zu kennen und den Wikipedia-Gründer gesehen zu haben. Aber an welche Stelle „Shift happen“ sollte, fragte ich mich die ganze Zeit.</p>
<p>(Ich will nicht unerwähnt lassen, dass der wohl größte Faux-pas der re:publica darin bestand, dass niemand in der Lage war ein stabiles WLAN-Netz hinzubekommen. Ich sehe ein, das ist schwierig bei 1000 Besuchern. Aber ich bin sicher: Wir sind auf dem Mond gelandet. Dann kriegen wir sowas auch hin!)</p>
<p>Die meisten der anderen von mir besuchten Vorträge waren ebenfalls unfassbar uninspiriert; so dass ich die ganze Zeit meinen Bruder anrufen wollte und ihn bitten wollte, denen mal zu zeigen wie das geht (der kann das nämlich super!). Sei es der 4Chan-Gründer moot oder Markus Hündgen, der über Video-Journalismus berichten wollte: Da wurden exemplarisch Screenshots und Videos vorgeführt. Mehr nicht. Als ob man uns für blöd verkaufen wollte. Als wären wir Karl Arsch oder Bettina Bumms, die ahnungslos vorm Medion-Rechner hocken, und den Internt-Schalter suchen.</p>
<div id="attachment_1962" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a title="Das Panel „Videojournalismus“. Viel gesehen, nix gelernt." href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/04/dsc_1675.jpg" rel="shadowbox[post-1952];player=img;"><img class="size-full wp-image-1962" title="dsc_1675" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/04/dsc_1675.jpg" alt="Das Panel „Videojournalismus“. Viel gesehen, nix gelernt." width="500" height="336" /></a><p class="wp-caption-text">Das Panel „Videojournalismus“. Viel gesehen, nix gelernt.</p></div>
<p>Woher das alles kam, wohin das führen sollte und welche Auswirkungen diese Form des Publizierens auf die Medienlandschaft und die Gesellschaft haben sollte: Darüber kein Wort. Solche Präsentationen wie diese, die hämmert man mal eben am Abend zuvor zusammen. Aber nicht für eine Konferenz mit 1.000 und mehr Besuchern. Ich hoffe, die bekommen da kein Geld für.</p>
<p>Lediglich drei von mir besuchte Panels seien positiv hervorgehoben: Zum einen war da der sehr interessante Beitrag <a href="http://programm.re-publica.de/2009/events/419.de.html">„Social everywhere &#8211; wie das Web 2.0 die Unternehmen erobert“ vom IBM&#8217;ler Peter Schuett</a>. Der referierte darüber, wie IBM Social Media-Aspekte im Bereich der Mitarbeiter-Kommunikation nutzt. Hier fühlte ich mich als Geschäftsführer von code-x in vielerlei Hinsicht bestätigt. So hatte ich zwar wieder nichts gelernt (eventuell noch, dass etwas, das bei uns „Mitarbeiter-Workshop“ heißt, bei IBM den Titel „Innovation Jam“ trägt), aber wenigstens fühlte mich ein wenig mehr dazugehörig.</p>
<p>Das zweite sehenswerte Panel war <a href="http://programm.re-publica.de/2009/events/289.de.html">„Die sieben Todsünden im Blog-Design“ von Gerrit van Akken</a>. Gerrit machte sich gar nicht die Mühe, in belehrende Design-Diskurse zu verfallen. Vielmehr machte er, am Beispiel der sieben biblischen Todsünden, häufig gemachte Design-Fehler sichtbar. Ohne den Finger zu heben. Das war zwar auch nicht lehhreich, aber unterhaltsam. Das ich wiederum durch ein Fingerheber ein Buch gewann, sei nur am Rande erwähnte.</p>
<p>(<a href="http://praegnanz.de/weblog/kritik-an-der-republica-09">Gerrit hat übrigens auch über die re:publica gebloggt</a> und ergänzt ziemlich genau meine Meinung.)</p>
<p>Das letzte auszuzeichnende Panel besuchten wir an Tag 3. Es war auch zugleich das einzig wirklich lehrreiche: <a href="http://programm.re-publica.de/2009/events/321.de.html">„Verhaltensänderung speichern? Wie persuasives Webdesign uns beeinflusst und wie wir es nutzen können” von Sebastian Deterding</a>. Er berichtete darüber, dass wir den Schritt von der Usabiliy hin zum persuasiven Design machen müssen. Also weg davon, die Web-Interfaces so zu gestalten, dass sie leicht zu bedienen sind, sondern dahin, dass die Besucher sie bedienen <strong>wollen</strong>. Das war schön aufbereitet und inhaltlich interessant. Da hätte ich gerne noch zwei Stunden zugehört. Doch leider war nach 60 Minuten die Zeit abgelaufen. Die kommentierten Slides kann man sich auf <a href="http://www.slideshare.net/dings/verhaltensnderung-speichern-ber-persuasives-webdesign">slideshare</a> anschauen.</p>
<p>Und die re:publica für mich damit zuende.</p>
<h2>„Machen” ist das neue meckern &#8230;</h2>
<p><strong>Ich ging wie Anfangs erwähnt: Ernüchtert. Darüber, keine wesentlichen Impulse mitgenommen zu haben. Aber auch darüber, eventuell bereits alles richtig zu machen. Denn Niggemeier hat recht: Es geht ums „machen”, nicht ums übers „machen“ reden. Und das war schon immer irgendwie mein Credo.</strong></p>
<p>Ob ich 2010 wieder hinfahre? Ich denke ja. Schon alleine, weil Berlin und ich uns ineinander verliebt haben. Und eines muss man auch zugeben: Bislang war die re:publica das Treffen einer gesellschafttlichen Randgruppe. Die 09er war wohl der erste Versuch, das ganze größer aufzuziehen, professioneller. So war ich vielleicht doch dabei, als Shift happente. Aber mehr im Hinblick auf die re:publica an sich, als denn, worum sie sich drehte. Und eines muss man zugeben: Abgesehen vom fehlenden WLAN kann man niemanden wirklich etwas vorwerfen. Die Organisation lief so reibungslos, dass einem normalen Besucher wie mir, keine Störungen auffielen. Und wer, wie ich, an den Beiträgen rummäkelt, der ist ja dank der offenen Ausrichtung der Szene aufgerufen, es besser zu machen. Ich denke drüber nach. Für 2010.</p>
<p>Und wenn ich letztlich etwas positives mitgenommen habe, dann das gute Gefühl, dass da draußen in der Blogosphäre die Luft auch nicht dünner ist als hier. Soll heißen: Wer sich die Mühe macht, eigenen und relevanten Content für seine Zielgruppe zu liefern, der steht nicht schlechter da, als die selbst ernannten Altvorderen. Also: Macht mal Twitter aus und bloggt mal wieder. Denn das macht immer noch viel mehr Spaß als irgendwas.</p>
<p>(Ach, eins noch: <a href="http://www.doyoupoken.com">Poken</a> wurden auch verteilt. Das ist mal ein Käse!)</p>
<div id="attachment_1961" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/04/dsc_1780.jpg" rel="shadowbox[post-1952];player=img;"><img class="size-full wp-image-1961" title="dsc_1780" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/04/dsc_1780.jpg" alt="dsc_1780" width="500" height="335" /></a><p class="wp-caption-text">Sonnenuntergang über Berlin.</p></div>
<p>Am Ende der drei Tage genoss ich noch ein wenig Berlin, machte einen <a href="http://www.rosislam.de/">zweiten Platz beim Poetry Slam im Rosis</a> und ließ mich <a href="http://berlinernachttaxe.de/">von Michael Kessler in seiner Nachttaxe durch Berlin kutschieren</a>. Aber das ist genug Material für einen eigenen Blog-Artikel.</p>
<p>Demnächst hier, ganz unprätentios und selbst gemacht, bei den Blogboys.</p>


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		<title>Wir und das „Bielefelder Gefühl“</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2009/04/04/kultur/wir-und-das-%e2%80%9ebielefelder-gefuhl%e2%80%9c.html</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Apr 2009 08:39:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus.freise</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bielefeld]]></category>
		<category><![CDATA[Die Boys]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Arminia Bielefeld]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ist das, dieses „Bielefelder Gefühl”? Das fragt sich aktuell der Kunstverein Bielefeld und wir wollen auf einem Podium helfen, eine Antwort zu finden.

<h2>Verwandte Beiträge:</h2><ol><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/05/16/kultur/das-grose-bielefelder-lattenmessen.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Das große Bielefelder Lattenmessen'>Das große Bielefelder Lattenmessen</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/10/09/kultur/alle-coolen-typen-wohnen-im-bielefelder-westen.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Alle coolen Typen wohnen im Bielefelder Westen'>Alle coolen Typen wohnen im Bielefelder Westen</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/04/08/headline/die-stadt-die-es-nicht-gibt-revisited.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Die Stadt, die es nicht gibt (revisited)'>Die Stadt, die es nicht gibt (revisited)</a></li></ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was ist das, dieses „Bielefelder Gefühl”? Das fragt sich aktuell der <a href="http://www.kunstverein-bielefeld.de">Kunstverein Bielefeld</a> in einer gleichnamigen Ausstellung <a href="http://www.bielefelder-kunstverein.de/ausstellungen/2009/das-bielefelder-gefuehl.html">„Das Bielefelder Gefühl”</a>, die vom 21. März bis zum 17. Mai in den Räumen des Kunstvereins läuft:</p>
<blockquote><p>Die Ausstellung versucht einem Gefühl auf die Spur zu kommen, das möglicherweise in einem Zwischenraum verborgen liegt und sich dementsprechend in einem Innen- und Außenblick, in direkten wie indirekten Bezügen ausdrückt. [...] »Das Bielefelder Gefühl« nimmt den kulturellen Kontext Bielefelds in den Blick und möchte damit zu einer aktuellen Beschäftigung mit der Stadt anregen. So wird auch das eigene, persönliche Bild von Bielefeld sowie dessen Kulturgeschichte und Situation zur Diskussion gestellt.</p></blockquote>
<p>Was bedeutet es, in unserer <a href="http://www.bielefeld.de">kleinen Metropole</a> am Teutoburger Wald zu leben, in der <a href="http://wetter.rtl.de/redaktion/wettercockpit/index.php?md5=a3b828d03855a19ae8e94bd25a2acfc1">das Wetter</a> häufig schlecht, der Fußball <a href="http://www.arminia-bielefeld.de">zu oft mäßig</a> und die Menschen meist grummelig sind? Wir Blogboys bekennen uns trotz &#8211; oder vielleicht gar gerade ob &#8211; dieser Umstände zu dieser, unserer Stadt.Sogar: Bielefeld war uns ist ein Kernpunkt unsere publizistischen Anliegens hier auf dieser Plattform. Es ist uns wichtig, Diskurse fernab der etablierten Medien wie den beiden großen Tageszeitungen, den Stadtmagazinen oder dem Lokalradio zu ermöglichen. In einigen Fällen hat das bereits prima funktioniert und wir wollen versprechen, das „Bielefelder Gefühl“ bald wieder häufiger in den Fokus zu rücken.</p>
<p><a href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/04/dsc_1013.jpg" rel="shadowbox[post-1943];player=img;"><img class="alignnone size-full wp-image-1945" title="dsc_1013" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/04/dsc_1013.jpg" alt="dsc_1013" width="500" height="333" /></a></p>
<p>Wer mehr darüber wissen will, warum wir Blogboys drüber bloggen und weshalb uns widrigste Umstände nicht aus Bielefeld vertreiben können,  ja sogar erfahren will, was uns im besonderen antreibt zu bleiben, der ist herzlich eingeladen <strong>am Sonntag, den 5. April um 15 Uhr zum Bielefelder Kunstverein zu kommen.</strong> Dort werden wir über diese Themen mit unserem Gastgeber, den Kollegen von den Bielefelder Flaneuren sowie Ihnen, dem Publikum reden.</p>
<p><strong>Bielefelder Kunstverein<br />
</strong>Welle 61<br />
D-33602 Bielefeld<br />
www.bielefelder-kunstverein.de</p>


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		<title>Blogboys auf der re:publica (Tag 0)</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2009/03/31/allgemeines/blogboys-auf-der-republica-tag-0.html</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 19:51:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus.freise</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Die Boys]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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		<category><![CDATA[Mischa]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>

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		<description><![CDATA[Markus und Mischa tummeln sich ab Mittwoch auf der re:publica, da wo Nerds und Publizisten kuscheln, und sind ganz aufgeregt.

<h2>Verwandte Beiträge:</h2><ol><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/04/06/allgemeines/republica-09-wars-das.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: re:publica 09 &#8230; War&#8217;s das?'>re:publica 09 &#8230; War&#8217;s das?</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/03/13/allgemeines/das-netz-nervt-mich.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Das Netz nervt. Mich.'>Das Netz nervt. Mich.</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/02/13/featured/mischa-bei-thalia.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Mischa bei Thalia'>Mischa bei Thalia</a></li></ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch, wenn es in den vergangenen Wochen hier etwas ruhiger zuging (das wird besser, versprochen!): Die Blogboys leben und sind gewillt, gute Blogger zu sein. Ja, sogar: Sich einen Namen in der Szene zu machen mit Qualitätsblogging fernab von Reblogging.</p>
<p>So ist es selbstverständlich, dass wir uns auf den Weg nach Berlin machen, um der <a href="http://www.re-publica.de/09/">re:publica, dem Blogger-Treffen</a> schlechthin unseren Stempel aufzudrücken oder uns mal ordentlich stempeln zu lassen. Als Botschafter der Blogboys fungieren hier der Mischa und der Markus, die ab morgen früh 10 Uhr auf der re:publica sehen, was die Szene so treibt und antreibt. Es ist unser erstes Mal und wir sind mächtig aufgeregt. Schließlich werden da die ganzen wichtigen Blogger sein. Und die, die sich für wichtig halten. Mal schauen, wie wichtig die in echt sind.</p>
<p>Aber wir sind auch aufgeregt, weil das <a href="http://programm.re-publica.de/2009/index.de.html">Programm der re:publica</a> einige wirklich spannende Theme beinhaltet.</p>
<p>Treffen werden wir da aus dem Dunstkreis der Blogboys sicherlich <a href="http://www.spitblog.de/">Lars Reineke aka spitblog</a> und <a href="http://www.agenturblog.de/">Oliver Wagner aka agenturblog</a>. Wer ist noch da? Postet uns die Kommentare voll und trefft uns auf ein Bier.</p>
<h2>Wir sind dabei, damit auch Ihr dabei sein könnt. So:</h2>
<p>Erwartet also ab morgen hier Eindrücke, Abdrücke und Meinungen zum nerdigsten Ereignissen, dass jemals über die Publizisten dieser Republik hereingebrochen ist.</p>
<p>Und natürlich wären wir völlig fehl am Platz der re:publica, wenn nicht auch Twitter glühen würde. Mischa wie immer als <a href="http://twitter.com/gibraltarjunge">gibraltarjunge</a> und ich mit meinem Account <a href="http://twitter.com/markusfreise">markusfreise</a>. Der offizielle Hashtag der re:publica ist übrigens <a href="http://search.twitter.com/search?q=%23rp09">#rp09</a>.</p>
<p>Fotos poste ich in meinem <a href="http://www.flickr.com/photos/markusfreise/">Flickr-Account</a> im Album <a href="http://www.flickr.com/photos/markusfreise/sets/72157616096937343/">re:publica 09</a>.</p>
<p>(Wer in Berlin ist und noch eine Abendveranstaltung sucht, auf der <a href="http://www.re-publica.de/09/2009/03/24/republica-party-mit-dem-schwule-madchen-soundsystem-aka-fettes-brot/">keine altgedienten Hamburger rappen</a>, kann am 1.4. gerne zur <a href="http://www.agenturblog.de/">Lesebühne Berliner Wald</a> kommen. Da sind Mischa und ich als Gast geladen. Oder am Freitag, den 3.4. ins <a href="http://www.rosislam.de/">Rosis zum Rosi&#8217;Slam</a>. Da ist Mischa Featured Poet und ich im Starterfeld. (Hey! Lars! Mach doch auch mit!))</p>


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		<title>Die Garage meines Opas</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2009/03/20/featured/die-garage-meines-opas.html</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Mar 2009 23:25:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mischa-Sarim Verollet</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Boys]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Feine Filme]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich die Garage im Film sah, wurde mir vieles klar, nicht klar wie eine frischgeputzte Scheibe, eher wie ein beschlagenes Glas, das mittels Heizung langsam seine gaußsche Weichzeichnung verliert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In <a href="http://www.apple.com/trailers/wb/grantorino/">Clint Eastwoods Meisterwerk GRAN TORINO</a> &#8211; und <a href="http://www.fuenf-filmfreunde.de/2009/03/19/gran-torino-review/">Nilzenburger hat mit jedem Buchstaben seiner Rezension Recht</a>: &#8220;Ein großer Film! (&#8230;) Das mit Abstand erfrischenste, was ich seit Jahren gesehen habe. Das hat mich mitgerissen.&#8221;, darüber hinaus mit dem wahrscheinlich schönsten Filmplakat der letzten Zeit ausgestattet -, auf jeden Fall gibt es diese eine Szene, die mich &#8211; abgesehen von anderen großen Szenen dieses wahrlich tollen Films &#8211; schlucken ließ.</strong></p>
<p>Walt Kowalski zeigt seinem unfreiwillig delinquenten Nachbarn seine Garage, eine Garage, wie sie alte Männer haben, eine Garage, in der jede Wand mit ordentlich sortiertem Werkzeug gespickt ist und überquillt. Eine Garage, wie Großväter sie haben. Eine Garage, wie mein Großvater sie hatte. Die Szene ließ mich schlucken, erinnerte sie mich doch an ihn.</p>
<p>Ich habe meinen Großvater für vieles gehasst, und für manches hasse ich ihn, der er vor etlichen Jahren verstarb, noch heute. Ein Mann, der diesem Walt Kowalski in GRAN TORINO nicht unähnlich war, etliche Wesenszüge teilte, bis hin zur Tatsache, sich erst kurz vor seinem Tode zu einem Versöhnungsversuch mit seinem Sohn hingeben zu können. Ein Mann, der mir immer fremd war, Großvater auf dem Papier, aber eigentlich nur Herbergsvater während der Ferienzeit. Ein Mann, von dem ich wusste, wie er meinen Vater behandelt hatte. Ein Mann, in dessen Gegenwart ich oft die Faust in der Tasche geballt habe.</p>
<p>Es hat bis heute abend gedauert, bis GRAN TORINO von Clint Eastwood, bis ich diese eine, andere, menschliche Seite an meinem Großvater entdeckt habe. Als ich die Garage im Film sah, wurde mir vieles klar, nicht klar wie eine frischgeputzte Scheibe, eher wie ein beschlagenes Glas, das mittels Heizung langsam seine gaußsche Weichzeichnung verliert. Die Welt war noch nie schwarzweiß, und mein Opa war es mit Sicherheit auch nicht. Das ist vielleicht, von außen betrachtet, eine banale Wahrheit. Aber manchmal dauert es siebenzwanzig Jahre oder zwei Stunden großes Kino, bis es ankommt. Ich weiß nicht, wie lange es dauern wird, etwas damit anfangen zu können. Aber es ist ein Anfang. Dafür danke ich dir, Clint.</p>
<p>(Teaserfoto: <a href="http://www.flickr.com/photos/rezavoody/2093064633/">rezavoody</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de">Lizenz</a>)</p>
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		</item>
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		<title>Das Netz nervt. Mich.</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2009/03/13/allgemeines/das-netz-nervt-mich.html</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Mar 2009 22:40:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus.freise</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Die Boys]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Einsichten]]></category>
		<category><![CDATA[Erkenntnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Früher]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Revolution]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie soll man als Informations-Junkie bei den ganzen Content-Posern noch seine Droge finden? Ein Frust-Report.

<h2>Verwandte Beiträge:</h2><ol><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/08/16/allgemeines/das-unsagliche-spiegel-netz-ohne-grenzen.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Das unsägliche Spiegel-&#8221;Netz ohne Grenzen&#8221;'>Das unsägliche Spiegel-&#8221;Netz ohne Grenzen&#8221;</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/03/31/allgemeines/blogboys-auf-der-republica-tag-0.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Blogboys auf der re:publica (Tag 0)'>Blogboys auf der re:publica (Tag 0)</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/04/06/allgemeines/republica-09-wars-das.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: re:publica 09 &#8230; War&#8217;s das?'>re:publica 09 &#8230; War&#8217;s das?</a></li></ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ist das überhaupt irgendwem außer mir aufgefallen, dass mein letzter Beitrag „<a href="http://www.blogboys.de/2009/02/23/featured/the-pac-man-dossier.html">The Pac-Man Dossier</a>” fast einen Monat alt ist? So eine Zeitspanne habe ich noch nie zwischen zwei Beiträgen verstreichen lassen. Warum nun?</p>
<p>Ich könnte behaupten, dass mein Real Life-Job mich voll in Beschlag nimmt, ich könnte sagen, ich bin Familienvater, ich könnte sagen, ich arbeite noch immer an meinem nächsten Buch. Das alles stimmt. Aber das alles stimmte auch in den Zeiten, in denen ich bis zu drei Beiträge pro Tag herausgehauen habe. Also kann es das im Prinzip nicht sein. Es ist viel schlimmer.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Das Netz nervt. Mich.</strong></p>
<p>Buchse runter: Ich bin ein Junkie. Ein Informations-Junkie. Egal wo ich gehe und stehe: Ich sauge Informationen auf wie ein Schwamm gutes altes Wasser: Im Netz, unterwegs mit dem iPhone, morgens die NW. Es vergeht kein Einkauf ohne mindestens ein Magazin zu kaufen. Vom Spiegel bis zur GEE. Die Bandbreit ist vielfältig. So bin ich aufgewachsen. Das habe ich mir angeeignet. Ich liebe Informationen. Ja. Ich möchte sagen: Ich bin ein Informations-Liebhaber.</p>
<p>So war die Geburt des Web 2.0 für mich eine Offenbarung: Der Welt, jedem einzelnen Hans Dampf in allen Gassen, standen auf einmal Methoden zur Verfügung, Informationen die er hat zu publizieren. Endlich würde das nicht mehr einer Publizisten-Elite überlassen. Die Revolution war da.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Der Fisch stinkt vom Kopf her.</strong></p>
<p>Die Revolution ist gescheitert. (<a href="http://informationarchitects.jp/data-gourmet/">Dazu auch sehr lesenswert ein Artikel bei den Information Architects „Data Gourmet“</a>.) Einmal mehr an den Revoluzzern, den Bloggern. Vor der Demokratisierung der Information war es so, dass derjenige das Feld anführte, der eine Information als erstes publizierte. Also schickten sich die Redaktionen an, ihre besten Leute loszuschicken. Investigativ zu recherchieren. Zu bohren und zu stochern. Solange, bis sie eine Information ausgruben, die niemand anders haben würde. Um sie dann zu publizieren. In einem Magazin, einer Zeitung.</p>
<p>Magazine und Zeitungen brachten den Umstand mit sich, dass sie in einem fest gelegten Abstand von Zeit erschienen. Mindestens innerhalb von 24 Stunden. Das ließ Zeit: Ergab sich eine Story, hatte ein Redakteuer im Idealfall 24 Stunden Zeit zu recherchieren, wenn es mal flott gehen musste wenigstens einige Stunden. In dieser Zeit konnte er an Informationen kommen, die niemand anders würde haben können. Er wäre am nächsten Morgen der King. Er wäre es, der dafür sorgen würde, dass seine Zeitung sich am Kiosk verkaufen würde, während die anderen wie Eisenplatten in den Ablagen würden liegen bleiben.</p>
<p>An diesem Differenzierungs-Merkmal hat sich wenig geändert. Noch immer gilt es: Wer als erster ein Information heraushaut ist vorneweg. Wird zuerst gelesen. Wird im Feed-Reader aufgenommen. Bekommt Impressions. Holt sich eine goldene Nase via AdSense. Oder das Elixier eines jeden Bloggers: Die meisten Kommentare. Er wird gebacktracked als gäbe es kein Morgen und verlinkt, als wäre sein Blog das Zentrum aller Virtualität. Alles, was er dafür tun muss ist: Schnell sein. Schneller als die anderen.</p>
<p>Nun bringt es die Web-Technologie mit sich, dass eine Information nicht erst gesetzt, gedruckt und ausgeliefert werden muss. Was geschrieben ist, ist innerhalb von Augenblicken verfügbar. Es gilt also keine Zeit zu verlieren. Wenn eine Info aufschlägt, muss sie publiziert werden. Sofort! Vor allen anderen. Eine Recherche findet also selten statt. Und wenn dann meist sehr oberflächlich. Google. Wikipedia. Das muss genügen. Es ist keine Zeit.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Schlimmer noch: Es fehlt sogar die Zeit zur Reflektion. Zur Meinungsbildung.</strong></p>
<p>Denn ein wesentlicher Aspekt des Bloggens ist nicht nur das Verbreiten von Informationen sondern auch deren subjektive Auslegung. Wenn eine Information da ist, muss sie schnell ins Netz. Aber vorher muss sie noch eben schnell mit einer Meinung hinterlegt werden. Nehmen wir ein einfaches Beispiel einer Meldung, auf die ich via den Fünf Filmfreunden gestoßen bin:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://io9.com/5169241/it-gets-remade-causing-millions-to-go-without-showering"><strong>Das Buch „Es“ von Stephen King wird neu verfilmt.</strong></a></p>
<p style="text-align: center;">(Hurra! Eins meiner Lieblingsbücher bekommt eine zweite Chance!)</p>
<p>Das, was uns <a href="http://io9.com/">i09</a> da liefert, ist prinzipiell erst einmal eine einfache Information, die für jeden Film-Interessierten von Belang sein kann. Nun wird diese Information vom Blog io9 gepostet. Leider ist es aber so, dass diese Information so gerade den Sprung über die Gerüchte-Mauer schafft und somit nur wenige Details vorliegen. Es ist gerade einmal bekannt, wer das Ding produziert. Mehr nicht. Was also tun? io9 tut das, was so viele so häufig tun: Sie nehmen das wenige was sie haben und bilden sich eine totale überflüssige Meinung, die keine ist. Sie strapazieren den Freund des Unwissenden. Sie flirten mit der Geliebten der BILD-Zeitung. Der Hure des Trash-Journalismus: <strong>Dem Konjunktiv.</strong></p>
<blockquote><p>„This movie <strong>could</strong> fall flat on its face if this role is miscast. I&#8217;m not sure who <strong>could</strong> fill Curry&#8217;s clown shoes, but if done correctly there should be a mass switchover from showers to baths and I <strong>may</strong> never sleep again.“<em> io9, <a href="http://io9.com/5169241/it-gets-remade-causing-millions-to-go-without-showering">IT Gets Remade, Causing Millions To Go Without Showering</a></em></p></blockquote>
<p>Diese Meinug ist so überflüssig wie ein vorzeitiger Samenerguss. Aber sie ist eben notwendig in einer Welt, in der nur der schnellste überlebt. io9 hat gar nicht die Chance, zu warten bis weitere Details über das Projekt vorliegen, die dazu dienen könnten eine konkrete Meinung zu haben. Vielleicht ist Heath Ledger ja gar nicht tot und spielt nach dem Joker nun eben noch Pennywise. Vielleicht aber macht auch Ben Stiller den Luftballon-Freak. Wer weiß? Keiner. Aber jeder hat eine Meinung zu diesem Unwissen.</p>
<p>Mit genausoviel Feuer werden Trailer von Filmen auseinandergenommen, die nur wenige Szenen zeigen („Das kann ja nichts werden.”), werden Bücher verrissen, von denen nur der Autor bekannt ist, wird Software bewertet, die man nur von Screenshots kennt. Alles, was bewertbar ist, wird bewertet. Zu jeder Zeit. Von jedem. Ganz gleich, wie wenig Wissen vorliegt. Es zählt nur die Meinung. Nur das Posten. Es wird nicht gefragt „Warum” sondern „Ob“ und die Antwort ist: „Flott!“.</p>
<p>Nico Brünjes karikiert dies Phänomen wunderbar in seinem Artikel „<a href="http://codecandies.de/2009/03/09/mal-ein-twitterartikel/#more-1946">Mal ein Twitterartikel</a>”: Ein Artikel, der nur ein Artikel sein will, weil ja auch Nico was zu Twitter sagen muss.</p>
<p>Und wer sogar dazu zu faul ist, sich eine Meinung zu bilden, der macht nichts anderes, als die Artikel von anderen zu verlinken. So zu tun, als wäre er Publizist in dem er einzelne Passagen quoted. Wer so etwas tut, der ist noch nicht einmal ein schlechter Publizist, der ist sogar nur Kopist. Und so gibt es mittlerweile dutzende von Blogs in Deutschland, die nichts anderes machen als sich gegenseitig zu referenzieren und damit in der Wechselwirkung obsolet zu machen. Prominenteste Beispiele sind <a href="http://www.nerdcore.de">Nerdcore</a> und <a href="http://www.i-jeriko.de/">I am Jeriko</a>. Hier geht es definitiv nur noch um die Masse an Informationen. Eine wirkliche Reflektion findet nicht statt. Sie wird auch in keinen neuen Kontext gestellt, wie wir es beispielsweise mit „Die besten Songs aller Zeit” probieren. Sie wird stumpf kopiert und oberflächlich kommentiert. Mehr geht nicht. Wie auch, wenn man gefühlte zehn Artikel am Tag posted? Diese Blogs zu konsumieren ist für einen Informations-Junkie wie die gemütliche Zigarette des Rauchers draußen vor der Kneipe im strömenden Regen: Sie liefert die Befriedigung eines Bedürfnis, die genauso schnell verflogen ist, wie man durch die Tür wieder in den Laden gehen kann.</p>
<p>Was bleibt von der Revolution? Ein riesiger Sumpf an Nicht-Informationen von einem Haufen Info-Narzissten. Und uns Informations-Junkies bleibt nichts anderes, als durchzuwaten, auf der Suche nach unseren Oasen des gekonnten Journalismus mit durchdachten Artikeln, eigenem Content und konkreten Meinungen wie das <a href="http://www.agenturblog.de">agenturblog</a>, <a href="http://parkablogs.com">Parka Blogs</a>, <a href="http://www.43folders.com/">43 Folders</a> oder <a href="http://www.alistapart.com/">A List Apart</a> tun. Die bloggen nur alle paar Tage, manchmal sogar Wochen. Dann aber richtig. Diesem Anspruch möchte ich mich nun anschließen. Also: Erwartet gerne weiterhin meine Postings hier. Jedoch in deutlich größeren Abständen als in der Vergangenheit.</p>
<p>Denn das Netz ist nur ein Medium und kein Zweck. Aber solange es das bleibt, nervt es weiter.</p>


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		<title>Die größten Songs aller Zeiten (9)</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2009/02/23/kultur/die-grosten-songs-aller-zeiten-9.html</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Feb 2009 13:48:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus.freise</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Boys]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute: Das rote Pferd

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute: Das rote Pferd</p>
<p>Das hätte ich als alter <a href="http://www.rietberg.de/index.php?a=2429">Rietberger Karnevalist</a> fast vergessen. Hatte ich mir doch für heute fest vorgenommen. Tendondria Helau an alle Nasen &#8211; ob Schnaps oder Clown &#8211; die draußen im Regen feiern. Ich wäre gerne bei Euch. Ach.</p>
<p>Ich kann förmlich sehen, wie die Musik-Nerds vorm Monitor kurz davor sind sich zu übergeben. Aber ihr seid ja auch noch nie nachts um 1 bei <a href="http://www.branchen-info.net/rietberg/gaststaette/gaststaette-restaurant--bartscher-ferdinand_3018589.php">Bartscher</a> gewesen, Ihr Langweiler.</p>


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		<title>Mischa bei Thalia</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2009/02/13/featured/mischa-bei-thalia.html</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 23:11:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus.freise</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Die Boys]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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		<category><![CDATA[Poetry Slam]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Bielefeld]]></category>
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		<category><![CDATA[Mischa]]></category>

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		<description><![CDATA[Mischa hat sein neues Buch in Bielefeld vorgestellt. Wir waren natürlich dabei. Hier unsere Eindrücke und Bilder ... und zu gewinnen gibt es auch was.

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht jedes Heimspiel in Bielefeld geht so fulminant zuende wie das von unserem Mischa bei der heimatlichen Niederlassung der Buchhandelskette Thalia in der Bahnhofstraße. Nach <a href="http://lockesantacruz.wordpress.com/2009/01/31/es-ist-da-baby/">der offiziellen Premiere in Hamburg</a> und einigen Auftritten in der <a href="http://lockesantacruz.wordpress.com/2009/02/12/koln-raketenclub-1122009/">Ferne</a> war es nun also dran, sein Buch „<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3551682143?ie=UTF8&amp;tag=markus0b&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3551682143">Das Leben ist keine Waldorfschule</a>“ vor seinem Volk vorzustellen.</p>
<p>Stuhlreihen waren im Obergeschoss aufgestellt, dort wo sonst Geeks in Computerbüchern und Gottesanbeter in der Theologie-Abteilung schmökern. Eine kleine Bühne am Kopfende, ein Mikrofon und kein Tisch. Der Autor würde im stehen lesen. Das hatten die üblichen Buchhandlungs-Lesungs-Besucher so vermutlich eher selten gesehen. Zur Versöhnung gab es wenigsten ein Glas Wasser statt eines Slammer-Bieres.</p>
<p><a href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/02/dsc_0623.jpg" rel="shadowbox[post-1660];player=img;"><img class="alignnone size-large wp-image-1662" title="dsc_0623" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/02/dsc_0623-560x374.jpg" alt="dsc_0623" width="560" height="374" /></a></p>
<p>Die Lesung an sich war ganz Mischa: Äußerst souverän, kleine Anekdötchen und mit seinem unverwechselbarem Charme kredenzte er acht Texte aus den im Buch befindlichen 21. Über Klassiker wie Slayer und Helga, das Goldstück „Polnische Hochzeit“, das Ekelding „Vorhautverengung“ (Mischa, wir warten auf „Vorortverengung“!) oder das mir neue „Drüben“. Alles prima Texte. Alles Mischa.</p>
<p>Am Ende bildeten sich Schlangen beim Signieren. Es gingen gefühlte 1.000 Bücher über die Ladentheke und Mischas Show-Kollegin Forsi präsentierte mit Anhang die erste offizielle Mischa-Merchandise Serie mit Artikeln wie dem „Mischa-String-Tanga“ oder der „Mischa Klobürste“.</p>
<p>Bilder davon, aber auch vom Rest des Abends <a href="http://www.flickr.com/photos/markusfreise/sets/72157613702774057/">in meinem Flickr-Stream</a>.</p>
<p><strong>Ach? Und Du hast das Buch noch nicht? Dann schäm dich erst und dann schreib in genau 21 Worten in die Kommentare dafür eine gute Begründung. Unter allen Teilnehmern verlosen wir nämlich genau einmal Mischas Buch. Wir sind gespannt auf Eure Ausreden.</strong></p>


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		<title>Comic und Musik Archiv</title>
		<link>http://www.blogboys.de/2009/02/03/featured/comic-und-musik-archiv-shop-bielefeld.html</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Feb 2009 19:54:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus.freise</dc:creator>
				<category><![CDATA[Comics]]></category>
		<category><![CDATA[Die Boys]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Bielefeld]]></category>
		<category><![CDATA[Cartoon]]></category>
		<category><![CDATA[Comic]]></category>
		<category><![CDATA[Kaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>
		<category><![CDATA[Ostwestfalen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein wenig fühlt man sich an „Championship Vinyl“ aus Nick Hornbys „High Fidelity“ erinnert, wenn man das „Comic und Musik Archiv“ an der Herforder Straße in Bielefeld betritt. 

<h2>Verwandte Beiträge:</h2><ol><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/01/04/kultur/comic-rezensionen-auf-%e2%80%9ethe-last-voice%e2%80%9c.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Comic-Rezensionen auf „the last voice“'>Comic-Rezensionen auf „the last voice“</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2008/12/18/featured/ben-templesmith.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Ben Templesmith'>Ben Templesmith</a></li><li><a href='http://www.blogboys.de/2009/01/17/kultur/das-leben-in-comics.html' rel='bookmark' title='Permanent Link: Das Leben in Comics'>Das Leben in Comics</a></li></ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein wenig fühlt man sich an <a href="http://www.youtube.com/watch?v=KGWBTsZQwZo">„Championship Vinyl“ aus Nick Hornbys „High Fidelity“</a> erinnert, wenn man das „Comic und Musik Archiv“ an der Herforder Straße in Bielefeld betritt. Irgendwie atmet dieser „Laden“ &#8211; ein Geschäft, dass diese Bezeichnung „Laden“ noch verdient &#8211; so etwas wie Leidenschaft und Hingabe für das, was dort geboten wird. Da steht man dann als Comic-Liebhaber inmitten dessen und freut sich drauf, in den hunderten Heften und Büchern zu stöbern. (Ich bin kein Music-Nerd. Deshalb lasse ich den Teil des Ladens zwischen „und“ und „Archiv“ in meiner Betrachtung außen vor.)</p>
<div id="attachment_1591" class="wp-caption alignnone" style="width: 570px"><a rel="attachment wp-att-1591" href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/02/img_07071.jpg"><img class="size-large wp-image-1591" title="Comic und Musik Archiv Bielefeld, der Comic-Shop" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/02/img_07071-560x422.jpg" alt="Comic und Musik Archiv Bielefeld, der Comic-Shop" width="560" height="422" /></a><p class="wp-caption-text">Comic und Musik Archiv Bielefeld, mein liebster Comic-Shop in Bielefeld</p></div>
<p>Ruhig weg geht es bei Horst Kempeni. Keine Hektik, wie in der Comic-Ecke im Bahnhofsshop. Kein „mal eben schnell“, wie in einem beliebigen Online-Shop. In meinem liebsten Bielefelder Comic-Laden kann man sich noch Zeit nehmen. Weil Zeit hier keine Rolle spielt. Auf meine Frage, wie lange er das schon macht, weiß Horst keine echte Antwort. „Kürzlich bekam ich von so einem Werbeartikler einen Kugelschreiber mit „25 Jahre Comic und Musik Archiv.” Keine Ahnung, woher er das wusste. Aber dann werden es wohl 25 Jahre sein.“ 25 Jahre die dem Comic-Liebhaber zu gute kommen: Wenn man mag, dann nimmt sich Inhaber Horst diese Zeit und berät einen sehr umfassend auf der Suche nach der passenden Lektüre. Denn so manchesmal ist man mit der Fülle an Publikationen ein wenig überfordert.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-1592" href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/02/img_07091.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-1592" title="img_07091" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/02/img_07091-560x420.jpg" alt="img_07091" width="560" height="420" /></a></p>
<p>„Mein Sortiment ist sehr breit aufgestellt. Vom Ralph Ruthe-Cartoon bis zur Graphic Novel bekommt man hier alles, was der Comic-Markt hergibt.“ Lediglich vermeintlich „anspruchsvolle“ Pädagogen-Comics sucht man vergeblich. „Die Leserschaft im Raum Bielefeld steht eher auf Mainstream. Heroes, Funnies. Auch wenn sich das über die Jahre geändert hat. Moderne Klassiker wie „Die Sache mit Sorge“, ein wunderschönes Heft über den Spion Richard Sorge, wären vor zehn Jahren noch unverkaufbar gewesen. Heute geht sowas sehr gut. “ Was sich auch an der Produktdarbietung widerspiegelt. Ein ganzer Tisch voll mit Graphic Novels jüngerem Datums: Berlin, Che, Die Entdeckung der Currywurst. Ich greife nach „Der erste Frühling“ Einer Roman-Adaption in Comic-Form. Das ist mir neu. Das ist spannend. Rezension folgt, sobald ich mit Band 3 der „DMZ“-Reihe durch bin.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-1593" href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/02/img_07101.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-1593" title="img_07101" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/02/img_07101-560x420.jpg" alt="img_07101" width="560" height="420" /></a></p>
<p><a rel="attachment wp-att-1594" href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/02/img_07111.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-1594" title="img_07111" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/02/img_07111-560x420.jpg" alt="img_07111" width="560" height="420" /></a></p>
<p>Ich gebe gegenüber meinem „Dealer“ unumwunden zu, dass ich versucht war, mir diesen aus Zeitmangel bei amazon.de zu kaufen. Warum denn er nicht auch im Netz verkauft, will ich wissen: „Das habe ich mal gemacht. Aber das rechnet sich nicht. Gegen die großen Börsen wie eBay und amazon ist es schwer. Also müsste man mit einer Backlist antreten. Aber da fehlt das Lager und man muss schon eine Menge Ware vorhalten. Doch irgendwie ist zwischen Hannover und Dortmund sammelfreie Zone. Da geht eher die Neuware.”</p>
<p>Das ist auch nicht so tragisch. Denn beim Comic-Kauf ist es fast unabdinger, das Heft oder Buch mal in die Hand zu nehmen und drin zu blättern. Sich im besten Sinne ein Bild vom Gesamtwerk zu machen. Das kann das Netz &#8211; noch &#8211; nicht in dieser Form.</p>
<p>Und auch, wenn der Fokus im „Comic und Musik Archiv“ auf der Neuware liegt: Dennoch lohnt es auch als Sammler, mal bei Horst vorbeizuschauen. Kistenweise findet man alte Comics und Magazine. Dass er die ebenso nicht im Netz listet ist auch schnell beantwortet: „Dann bräuchte ich bald nichts anderes mehr machen. Da wird man schnell zum Excel-Romantiker.“</p>
<p><a rel="attachment wp-att-1595" href="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/02/img_07121.jpg"><img class="alignnone size-large wp-image-1595" title="img_07121" src="http://www.blogboys.de/wp-content/uploads/2009/02/img_07121-560x420.jpg" alt="img_07121" width="560" height="420" /></a></p>
<p>Recht hat er. Und außerdem geht wohl nichts dagegen, sich einfach mal eine Stunde Zeit zu nehmen und bei Horst an der Herforder Straße vorbeizuschauen und abzutauchen in die Comics. Denn das sind ja irgendwie die neuen Romane.</p>
<p><strong>Comic und Musik Archiv</strong><br />
Herforder Straße 210<br />
33609 Bielefeld<br />
Telefon: 0521 320413</p>


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