Die Boys

Zwischen Tweets und Slams finden wir die Geschichten, in denen wir Held sein dürfen. Oder auch nicht. Kommt auf den Tag an.

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So, 03.01.2010 | Rouven Ridder3 Kommentare

This is the End!

Es gibt eine gute Nachricht und auch eine schlechte. Wenn ich selbst mit einer solchen Ankündigung konfrontiert werde, rechne ich zunächst nicht mit einem Comedy-Moment, in dem sich auch die vermeintlich gute als diejenige entpuppt, die nur über die schlechte hinwegzutrösten versucht. Nein, ich frage zuerst nach der schlechten. Und ich gehe mal davon aus, dass die meisten Leute, was das betrifft, ähnlich ticken wie ich.

Darum reden wir nicht länger um den heißen Brei herum und kommen zur Sache. Zuerst zur schlechten: Wir hören hier auf!

Richtig gelesen, die Blogboys formally known as Sparrenblog strecken die Waffen.

In letzter Zeit wurden wir persönlich häufiger mal angesprochen, weshalb hier nicht mehr so viel passiert. Wir haben dann immer gesagt: „Keine Zeit!“ und das war auch nie eine faule Ausrede. Jeder von uns für sich genommen hat nämlich seit Längerem viele parallele Projekte laufen und wir glauben, wir müssen die im Einzelnen jetzt auch nicht noch einmal alle ansprechen. Ihr wisst schließlich immer alle so gut Bescheid, manchmal besser als wir selbst.

Dadurch sind die Blogboys etwas in Mitleidenschaft gezogen worden. Das ist an sich schade, da wir doch so ambitioniert wie nur was gestartet sind und uns so viel Interesse entgegen gebracht wurde. Doch es hilft nichts: Wir können uns nicht noch mehr aufteilen als wir sind. Sowohl bei Mischa als auch bei Markus oder mir haben sich im Laufe der Zeit andere Prioritäten entwickelt, ohne dass wir im Einzelfall besonders großen Einfluss auf diese Dinge genommen haben. Manchmal passieren die Sachen nunmal einfach so mit einem.

Und bevor wir noch weiter mit schweren, um den Hals gebundenen Steinen herumrennen, haben wir beschlossen, Tacheles mit Euch zu reden und die Sache zu beenden. Wie mit einer Freundin, mit der es absolut nicht mehr funktioniert. Wir bleiben aber noch Freunde und Ihr kommt uns noch besuchen, oder?

Kommen wir zur guten Nachricht.

Das Deutsche Literaturarchiv Marbach hat inzwischen auch die Bloggerwelt entdeckt (Link). Das Institut hat den Auftrag, die Literatur und das literarische Leben der Gegenwart zu dokumentieren und öffentlich zugaenglich zu machen. So erklären sie dort zumindest selbst ihre Daseinsberechtigung. Offenbar wurden die Blogboys dort bisher mit großem Interesse gelesen und selbst, wenn wir jetzt sterben, wird unser kleines Webprojekt für die Zukunft archiviert bleiben.

Wenn das mal nichts ist.

Für die andere Sache: Verzeiht uns bitte.

Kommt gut rein ins nächste Jahrzehnt. Wir sehen uns bestimmt an anderer Stelle wieder. Womöglich sogar mal in echt.

Mischa, Markus und Rouven

(Bild: aaronescobar, Lizenz)

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3 Kommentare »

  • ben_ said:

    Es ist schon immer das Vorrecht der Besten gewesen, früh zu sterben.

  • Onkel Otto said:

    Freibier für alle
    zum Abschied
    wär’ jetzt aber
    das Mindeste!

  • Bob der Blogmeister said:

    Schade :-(

    Ihr hättet den Blog doch wenigstens für 50k€ verkaufen können ;-) Ohne ein altes Thema zu stressen: jetzt gibt es wieder einen Beweis weniger, dass Bielefeld existiert und durchaus pulsiert.

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