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Di, 30.06.2009 | Rouven Ridder2 Kommentare

Werbepause im Schützengraben

Das Prinzip des “Nation Building” erfreut sich nach wie vor größter Beliebtheit unter den – vornehmlich – westlichen Staaten, um Ländern mit vermeintlich rückständigen Formen die Demokratie näher zu bringen. Auch die Bundesrepublik betätigt sich bekanntlich seit geraumer Zeit (Achtung: Ironie) auch in Afghanistan sehr erfolgreich auf diesem Gebiet.

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Nun kosten diese und andere Unterfangen der Regierung jede Menge Geld. Geld, das sich aus nicht näher bestimmbaren Bankgründen plötzlich immer rarer in den Staatskassen blicken lässt*. Thomas hatte daher die rettende Idee für unseren Bundeshaushalt:

Daher bietet es sich an, die Uniform für andere Zwecke freizugeben. Was sich in der Formel Eins, im Radrennsport und in zahlreichen anderen Sportarten bewährt hat, könnte auch bald für die Bundeswehr umgesetzt werden: Sponsoring und die Vermietung von Teilen der Uniform als Werbefläche.

Noch vor dem Herbst könnte in Afghanistan das Team Deutsche Telekom stationiert werden. Selbstverständlich wird auch anderen Firmen die Möglichkeit zu werben offenstehen:

“Wir schießen schnell dank versatel”.

Sponsoring für unsere Bundesarmee böte Vorteile in vielerlei Hinsicht: Unzweifelhaft ist der finanzielle Zugewinn der augenfälligste Nutzen. Denn wollen wir wirklich die jüngst aufgenommene Schuldenlast unseren Kindern überlassen? Es geht um unsere KINDER!! Diese Argument dürfte schließlich neuerdings jeden Zweifel ausräumen.
Noch dazu können sich die zu demokratisierenden Völker gleich an die Symptome einer freien Marktwirtschaft gewöhnen. Thomas gibt gleich noch einige weitere Vorschläge für Werbeslogans, wie diese für den Schützengraben angepasst werden müssten. Z.B.:

Visa, die Freiheit nehm ich dir.

Oder auch sehr wirkungsvoll:

Snickers. Wenn der Einsatz wieder länger dauert.

Ich finde, dieses ist eine ganz hervorragende Idee für eine bessere Welt, die nur noch medial breit gestreut an die Regierung herangetragen werden müsste. Würde hier jemand eine ePetition ernsthaft unterstützen? Oder hätte noch weitere Vorschläge für die Werbeindustrie, damit sie es nicht so schwer hat?

Ich habe noch einen:

Colgate Gel. Damit Sie auch morgen noch bis an die kraftvollen Zähne bewaffnet sein können.

Link: Wildbits – Werbepause im Schützengraben

*Ich empfehle übrigens zur Staatsverschuldung die musikalische Untermalung meines Bruders. Soviel Vetternwirtschaft muss mir einmal kurz gestattet sein.

(Vorschaubild: Army.mil, Lizenz)
(Bild: funky1opti, Lizenz)

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2 Kommentare »

  • quergestreift und großkariert said:

    Werbepause im Schützengraben…

    Wenn schon die Uniform als Werbefläche herhalten muss, dann könnten die Eichenkisten doch auch gleich mit bunten Aufklebern verschönert werden.
    ……

  • Onkel Otto said:

    Leute das geht doch in Wirklichkeit ganz anders:

    Die Jungs von CocaCola und der Burger-Schmiede haben fette Dollars an die Militärs gezahlt, um das Catering für die US-Boys im Irak zu kriegen. Das macht Image und im Idealfall auch die irakischen Zivilunken zu Kunden …

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