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Do, 26.02.2009 | Rouven Ridder8 Kommentare

Wieviel von Bielefeld draufgeht

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Im Iran wird am ersten Atommeiler getüftelt, und der Westen hat den Verdacht, dass dies nur wegen des anzureichernden Urans geschieht, welches ebenfalls für Atombomben genutzt werden könnte. Spekulationen zufolge könnte Nordkorea demnächst über Langstreckenraketen verfügen.
Das sind Beispiele für Nachrichten, die einen in den 1980er Jahren eingeschulten und mit den “letzten Kindern von Schewenborn” sozialisierten Menschen wie mich aufmerken lassen. Hinzu kommt, dass Lampe unlängst zu erzählen wusste, dass es gar nicht einmal so schwer sei, eine Atombombe zu basteln.

Um herausfinden zu können, wo es sich im Ernstfall am sichersten aufhalten lässt, hilft eine neue Entwicklung der Firma CarlosLabs aus Sydney weiter. In der Applikation für GoogleMaps kann man einen beliebigen Ort eingeben (z.B. Bielefeld) und anhand verschiedener A-Bomben-Typen auf der Karte visualisiert sehen, bis in welche Bereiche die verschiedenen Verbrennungsgrade reichen. Ich habe das – unter der Voraussetzung, eine solche Bombe landete auf dem Jahnplatz – einmal durchgespielt.

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“Little Boy”, die Bombe, die in Hiroshima zum Einsatz kam, erreicht in ihrer Wirkung noch nicht einmal Baumheide. Ja, sogar in der Universität kommt man einigermaßen davon. Der Legende lässt sich entnehmen:

“Sunburn-like discomfort” im äußersten Ring. Da lachen wir doch drüber. Wer höchste Effizienz dabei an den Tag legen möchte, den Bielefeldern den Garaus zu machen, sollte sich also gefälligst etwas stärkeres ausdenken. Da in den USA in der Regel noch der Bündnispartner zu sehen ist, nehmen wir als weiteres Beispiel die Bombe “DF-61″, 2001 von den Chinesen getestet und per Interkontinentalrakete transportierbar. Wenn, dann sollte man vielleicht einen Typ hiervon stehlen:

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Wir sehen: Viel mehr kaputt bzw. tot. In den Randbezirken Dornberg, Hillegossen, Milse, Senne, kommt man immer noch gut davon und wird vielleicht nur einmal gut durchgeschüttelt. Ich muss sagen, ich bin enttäuscht. Von einer Atombombe hatte ich mir viel mehr versprochen. Aber auf der Seite kann man noch mehr Typen von Bomben mit etwas mehr Wumms! ausprobieren. Und natürlich für andere Städte.

Selbst versuchen [via]

(Foto: giginger, Lizenz)

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8 Kommentare »

  • Randy said:

    Naja, naja…du vergisst da aber wohl ein wenig die Strahlung. Die ganzen Randgebiete werden ja mal schön radioaktiv verseucht und die dort leben, sterben halt nicht sofort, aber dann umso langsamer und qualvoller.

  • Rouven (author) said:

    Oh verdammt! Das muss ich genauso übersehen haben wie ich ernsthaft enttäuscht über den Wirkungsgrad einer A-Bombe bin ;-) .

  • Lampe said:

    Ich …ähm… will ja niemandem Angst machen… aber die größte Bombe in der Liste ist von 1961. Aus einer Zeit also, in der die Materialforschung etc. noch in den Kinderschuhen gesteckt hat und die Expolsionsdaten dürften aus “Reverse-Engeniering-Rechnungen” stammen, denn ich bezweifle ernsthaft das eine Regierung die Wirkliche Schlagkraft einer Bombe offen darlegt. Und, nur mal so nebenbei, Interkontinentalraketen sind so gebaut, dass sie zwischen 10 und 25 (!) Sprengköpfe, einzelnd steuerbar, über ein recht großes Gebiet (Größenordnung NRW) verteilen können.

    Trägergestützte H-Bomben werden nur in ihrer Größe beschränkt, damit das abwerfende Flugzeug den Abwurf überlebt, nicht weil man sie nicht größer bauen kann… Es macht lediglich keinen Sinn für einen Staat, eine Bombe zu besitzen, die zwei Städte auf einmal oder so auslöschen kann… das heißt nicht, dass man das nicht bauen könnte…

  • Rouven (author) said:

    10 bis 25 gleich? Mensch, da könnte man ja direkt vor dem Schlag Wunschlisten oder Rankings erstellen. Oder der gegnerische Staat macht vorher noch eine Sendung “Welche Stadt sollen wir zerstören?” mit einem Zuschauertelefon-TED.

    Ich fürchte aber, Bielefeld wäre in so einem Fall überall ganz vorne mit dabei. Oder aber es wird gleich übergangen, weil: Gibt’s ja eh nicht.

    (hab heute einen Clown gefrühstückt)

  • Markus said:

    Hauptsache wir bekommen mehr Sprengköpfe ab als Paderborn, sonst bin ich ernsthaft beleidigt. Das geht hier schließlich nach Kompetenz.

  • brohm said:

    ich befürchte, bielefeld ist so unwichtig, dass es durchaus sein könnte, dass es als einzige stadt der welt überhaupt nicht annähernd bebombt wird. in diesem fall könnte man auch wieder den kultigen “bielefeld-gibt-es-nicht”-kult auspacken.

  • el gato said:

    ich mag den brohmschen blog und die kommentare über sein buch.

  • brohm said:

    @ el gato: da die kommentare fast durchweg SEHR kritisch mit dem super titel umgehen, muss ich davon ausgehen, dass dein eintrag ironisch gemeint ist ohne dass du ironiemarker verwendest. sag ich: pfui. so wie markus das manchmal sagt. schäm dich.

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