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Mo, 19.01.2009 | Mischa-Sarim Verollet7 Kommentare

Nettes Brot

pollmeier

Man tritt morgens, nach einem langen und ausufernden Wochenende aus dem Haus, noch ganz verschlafen und missmutig angesichts der Frühe. Man macht sich auf dem Weg heimwärts, heim ins Warme, heim zum Kaffeepott.

Die Straßen sind noch leer. Vereinzelte Passanten, es ist Montag, man sieht es an den Gesichtern der arbeitenden Bevölkerung. Der Obdachlose guckt wie immer, wie Samstag, wie Sonntag, wie Montag.

Und es ist kalt. Verdammt kalt.

brotDoch dann, ein Lichtblick. Dort, wo vor nicht allzulanger Zeit noch Fahrradschlösser für 2,99 Euro im 1-Euro-Laden um die Gunst des Käufers buhlten, liegen Brötchen, so wie Brötchen liegen und belegt sein müssen, daneben frisches und noch frischeres Brot, es duftet gastfreundschaftlich, helles, aber nicht impertinentes Licht leuchtet einen heim, viel Grün, viel Holz. Man tritt ein, bestellt ein Brötchen, “Mett ohne Zwiebeln, bitte, Sie können’s einfach runternehmen”, nein, wird einem entgegnet, wir belegen Ihnen das Brötchen frisch, sonst schmeckt’s danach, das machen wir gern. Vielleicht noch einen Kaffee für den Weg?

Ja. Ich gehe mit einem Lächeln raus. So, genau so muss eine Bäckerei im 21. Jahrhundert aussehen. Der Bäcker ist der neue Steve Jobs.

Willkommen am Jahnplatz, Thomas. Ich freue mich.

(Brot-Foto: Kochtopf, Lizenz)

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7 Kommentare »

  • markus.freise said:

    Ach, den Artikel wollte ich doch schreiben. Menno! ;-)

    Denn: Auch ich habe ein sehr schönes Pollmeier-Erlebnis zu Weihnachten gehabt. Mitten in Brackwede inmitten von Shopping-Chaos und Eiseskälte habe ich dort mit meiner llebsten ein Lachsbrötchen gegessen und einen Kaffee getrunken und habe das genau so empfunden: So muss ein Bäcker heute sein. Lecker und freundlich. Frei vom Muff der „Bäckerblume“ aber auch nicht so anbiedernd an diese Coffee-Shops mit Ihren aromatisierten, Kaffee-ähnlichen Getränken und amerikanischen Süßgebäck, dass so keine echte Akzeptanz findet aber besser klingt als „Stulle“. Nein, ich will ein ordentliches Brötchen mit einem Pott Kaffee.

    Seitdem hatte ich Ausschau gehalten nach einem Pollmeier in meiner Nähe und werde nun am Wochenende, auf der Jagd den Familien-Brötchen gerne zum Jahnplatz fahren und nicht diese überbackenen Mini-Brötchen vom Bäcker um die Ecke kaufen.

    Alle hin!

    Ach ja: Und ich mag das Logo auch sehr gern!

  • Svähän said:

    Ui, auch ich habe beim zweimaligen Betreten dieses Geschäfts ein gutes Gefühl gehabt. Das gekaufte Brot und die Brötchen waren lecker, ja, und das Personal war freundlich.

  • _dominic said:

    Heute gleich mal nen Bio-Roggenmischbrot gekauft. Lecker. Und ein schöner Laden mit netten Damen obendrein. Da werde ich auch öfters vorbeischauen.

  • Mike said:

    Neues Farbkonzept -ok, aber Qualität geht wohl anders!
    Pollmeier ist auch “nur” ein Industriebäcker.
    Richtig lecker ist es doch bei den traditionellen (Handwerks-)Bäckern wie Café Möller, Passon oder Meffert.

  • montecore said:

    bäckerwerbung, mach ich mit:
    brötchen: pörschke (stapenhorst/ecke weststr.)
    brot: lamm (u.a. nordparkcenter)
    konditorware: kraume (stapenhorst ggü klösterchen)
    das ist qualität von der andere städte träumen können.

  • Onkel Otto said:

    Es kann nur einen geben!

    Und das ist Generotzki an der Turner-/Ecke Viktoriastraße!

    Er versorgte uns schon nach langen Party-Nächten durch
    frühmorgendlichen Direktverkauf in der Backstube (ab 4 Uhr) mit
    frischen Brötchen bester Qualität als die Blogboys noch mit Gläschenbrei von Klaus Hipp ernährt wurden!
    Brötchen, wie Brötchen sein müssen. Das wussten nicht nur die Taxifahrer …

  • bet365 said:

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