2009
„Du darfst Deinen Sermon nicht vergessen“, sagte Mischa zu mir noch gestern Abend, worauf ich wie wild im Kreis ob meiner Vergesslichkeit herumgehüpft bin: „Oh Himmel, mein Sermon, mein lieber Sermon, wie konnte ich ihn nur so einfach gedanklich links liegen lassen?“

Doch nun ist er wieder da, der Gedanke an den Sermon. Der Sermon, der Sermon. Was war das überhaupt noch mal? Ach ja, ein „langatmiges, langweiliges Gerede“. Stimmt, das scheint uns zu Neujahr genau das Richtige zu sein. Beginnen wir also gewohnt langweilig:
Herrschaften, die Apokalypse ist nah!
So eröffnete die letzte F.A.Z. ihren Feuilletonteil und im Prinzip, naja, machen wir uns nichts vor, teilen wir ihre Ansicht: Das Jahr 2009 wird eine einzige Katastrophe werden. Ihr werdet alle arbeitslos. Ausnahmslos.
Betrachtet man aber demgegenüber selbst die Prognosen von Experten für das vergangene Jahr, geben wir selbst nicht mehr allzu viel auf unsere eigenen Endzeitvisionen: Von nie endendem Wirtschaftswachstum war da die Rede, ebenso wie die Ölpreise endlos steigen sollten. Hillary Clinton wurde bereits als Präsidentin angesehen, und eigentlich sind wir wegen des LHC-Teilchenbeschleunigers längst nicht mehr da.
Es kann also sein, dass es alles anders kommt, wie wir denken. Es gab auch viel Gutes, bei uns wie bei Euch, in den anderen Blogs, in denen wir so gerne mitlesen. Mal abgesehen davon, dass wir dieses neue Blogboys-Projekt in Angriff genommen haben und die Arminia mit Ach und Krach in der Bundesliga geblieben ist, hat Markus ein volleres Haus bekommen, Mischa seine nächste Buchveröffentlichung und ich, ja ich gebe mich mal ganz bescheiden.
Expect the unexpected. Und solltet Ihr im nächsten Jahr arbeitslos werden, dann werft Ihr auf unseren Lesungen eben etwas weniger in den Hut. Die Hauptsache ist, Ihr seid im nächsten Jahr da und habt mit uns Spaß.
Bis dahin,
die Blogboys



















Kommentar hinterlassen!