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Do, 27.11.2008 | Mischa-Sarim Verollet6 Kommentare

Zu viel!

Zu viel, zu viel! Es passiert derzeit, es passierte einfach zu viel, zu viel zum Schreiben, zu viel zum Verarbeiten, zu viel zum Sortieren, zu viel zum Aussortieren, man möchte darüber schreiben, aber dafür müsste man erstmal das abfrühstücken, bevor dann mit anderen Sachen weitermachen kann, und schon sind vier Tage ins Land gezogen, und letztendlich reichte es, einfach auf die Bilder zu verweisen, das müsste doch reichen, oder?

Zürich kann man eh nicht so richtig in Worte fassen, wunderschöne vier Tage, aber das, worüber es wichtig wäre zu berichten, ist zu persönlich, zu situationsabhängig, zu meta, als dass es auch nur jemanden annähernd interessieren geschweige denn angehen dürfte. Da bleibt nichts anderes, als zu verlinken, verlinken, verlinken, verlinken, verlinken, verlinken. Und den Kunze zitieren:

Ein hochkomprimiertes Konglomerat aus Jugendfreizeit, Literaturkongress, Sportturnier, Klassenfahrt und Kindergeburtstag.

Ach doch, bedanken muss ich mich, blind in den virtuellen Raum, aber die Adressaten, die wissen es, denn diese vier Tage mit einigen ganz besonderen Menschen haben mir sehr gut getan, und die schwierigen letzten Tage erträglich gemacht. Und ein Dank an Gabriel Vetter, der mir mit seinem Interview nachträglich Mut macht und bestätigt, dass die Entscheidung im Halbfinale aufs Gefühl zu hören und einen völlig jungfräulichen Text zu machen, die einzig Richtige war:

Ich finde, die Slambühne muss ein Platz sein, wo experimentiert wird. Wo man auch scheitern kann. Das ist etwas verloren gegangen. Alle bringen ihre fünf mal gebrochenen Texte, super durchgestylt, perfekte Bühnentexte. Aber das ist extrem durchschaubar. Diese Perfektion langweilt mich mittlerweile. Auch bei mir selbst.

Und dann ist man wieder zu Hause, nach vier Tagen Text und denkt: Jetzt wieder los, jetzt wieder los, einfach los, in den Zug setzen, in den ICE, nach Süden, Norden, egal, Hauptsache los, dieses Gefühl ist jetzt da. Zum Glück fahren der Schatz und ich übers Wochenende nach Berlin. Ich bin gerade rastlos und auch restlos müde. Und ich habe keine Ahnung worüber ich schreiben soll. Es ist einfach zu viel, zu viel, zu viel, zu viel Input, überall, zu viel worüber man schreiben könnte, aber vor allem zu viel, worüber man nicht schreiben könnte, so spannend ist das alles gerade irgendwie gar nicht und ich glaube, diese Finanzkrise ist auch völlig überbewertet. Aber weiß man’s?

Gestern abend dann endlich ein Stück Wahrheit, ausgerechnet in den RTLII-Nachrichten. Ich schaue sie immer wieder gern, zu schön, geilste Comedy, wie die überforderte Moderatoren die Pflichtnachrichten aus Politik widerwillig abarbeitet um zu den wirklich wichtigen Themen aus Society etc. zu kommen. Super! Naja, auf jeden Fall wurde dann Mark Medlock eingeblendet und in der Bildunterschrift hatten sie Superstar tatsächlich in Anführungsstriche gesetzt. “Superstar” Mark Medlock. Wahnsinn. Ein ehrlicher Moment in einer unehrlichen Welt. Dann setzten sie noch einen drauf, als vom neuen Jason Statham-Film berichteten und zehn Sekunden lang statt eines Trailers ein Standbild zeigten, was ungefähr dem durchschnittlichen mimischen Expressionismus eines Jason Statham entspricht. Das nenne ich subversiven Qualitätsjournalismus. Weiter so.

Aber sonst? Keine Ahnung. Sagt ihr es mir.

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6 Kommentare »

  • @irsign said:

    MECKERMODUS AN:
    Kann man das eigentlich nicht so einstellen, dass sich beim Klicken auf einen Link ein neues/r Fenster/Tab öffnet? Dachte immer, dass wäre ein Twoday-Problem gewesen, aber jetzt geht das hier auch so weiter.
    MECKERMODUS AUS

  • Mischa (author) said:

    Eigentlich überlässt gute Usability es dem User, ob Inhalte in neuen Fenstern geöffnet werden oder nicht. Aber falls die Mehrheit das automatisch eingestellt haben möchte, müsste man drüber nachdenken. Wie ist denn sonst die Meinung?

  • markus.freise said:

    Nein. XHTML sieht das nicht mehr vor. Es ist des Users Entscheidung, was mit Links passiert. Kleiner Technik-Tipp: Windows-User halten Strg/Ctrl fest, wenn sie klicken. Mac-User die Apfel/Propeller-Taste. … Huch! Zauberei!

  • Mischa (author) said:

    sehe ich auch so, markus.

  • @irsign said:

    Wie das geht weiß ich auch, es gibt sowas wie eine rechte Maustase, auch an Nicht-macs.;) Aber ich bin faul! :D

  • markus.freise said:

    Im Prinzip gibt es die rechte Maustaste bei Windows schon zehn Jahre länger als am Mac. Die hatten bis vor zwei Jahren noch Ein-Tasten-Mäuse und die Laptops kommen immer noch mit einer Taste aus. Neuerdings sogar ganz ohne. Prinzipiell. Aber von nun an wird es nerdig. Hier geht es doch um: Poesi.

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